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Design Thinking – Kreativität als Methode

Auch wenn wir das immer noch gerne glauben: Gute Ideen beruhen nicht auf Zufällen oder Geistesblitzen. Vielmehr kommen hier Ansätze kreativer Problemlösungen ins Spiel. Kurz, Design Thinking – Interdisziplinäre Teams entwickeln durch Visualisierung und klar definierte Schritte neue, herausragende Innovationen und Ideen. Dabei sollen viele verschiedene Erfahrungen, Sichtweise und Meinungen auf ein Problem zusammengebracht werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Voraussetzungen für kreative Lösungsmethoden

Seine Vorteile – Effizienz und Stärke – bezieht Design Thinking (http://www.diegluehbirne.de/was-ist-design-thinking/) daraus, dass Neuerungen in der Schnittmenge aus drei gleichwertigen Faktoren entstehen: Mensch, Technologie und Wirtschaft. So kommen Attraktivität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit zusammen. Erst, wenn alle drei Faktoren umgesetzt werden, kann sich eine Innovation auch durchsetzen, so der Ansatz im Design Thinking.

Die Märkte sind heute viel zu komplex, als dass ein einzelner, genialer Erfinder sie noch meistern könnte. Kollaborative Ansätze wie Web 2.0, Open Source und Open Innovation haben sich so erfolgreich durchsetzen können. Hier liegt auch die Basis für Design Thinking: Auch hier geht es um Zusammenarbeit. Die beteiligten Teammitglieder kommen aus verschiedenen Disziplinen und Hierarchieebenen. Damit ist sichergestellt, dass verschiedene Erfahrungswerte und Perspektiven mit eingebracht werden. Fachwissen und methodische Kompetenzen werden untereinander ausgetauscht, die Lösungskompetenzen steigen.

Der Design Thinking Process

Auch wenn Kreativität ganz oben steht, gibt es doch klar definierte Abläufe, wie der Design Thinking Process ablaufen soll. Er unterteilt sich in sechs Phasen:

 

  • Verstehen

 

Zuerst einmal muss die Problemstellung und das Problemfeld von allen Teammitgliedern verstanden werden. Um effektiv miteinander arbeiten zu können, wird in dieser Phase ein Glossar erstellt und ein gemeinschaftlicher Arbeitsplatz eingerichtet. Dann folgen Recherchen. Deren Ziel ist es, das Team durch Verstehen und Beobachten auf einen gemeinsamen Stand zu bringen und alle zu Experten zu machen.

 

  • Beobachten

 

Im zweiten Schritt erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Zielgruppe. Durch Beobachtung, Befragung und Interaktion soll das Nutzerverhalten im Alltag erfasst werden.

 

  • Sichtweise festlegen

 

Die bislang gesammelten Informationen werden nun visuell und verbal („Storytelling) zusammengeführt. Durch den Austausch der Teammitglieder untereinander werden Erkenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht und durch den gemeinsamen Dialog zu einem einheitlichen Gesamtbild kombiniert. Dadurch können Muster identifiziert werden, das Wissen lässt sich so besser vermitteln. Am Ende dieser Phase soll das Team über einen gemeinsamen Wissenstand verfügen.

 

  • Ideengenerierung

 

Nun geht es darum, möglichst viele Ideen mit Hilfe von Kreativitätstechniken, wie beispielsweise Brainstorming, zusammenzutragen. Dann werden die Vorschläge strukturiert und zusammengefasst, bevor sie im nächsten Schritt anhand von Attraktivität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit ausgewählt werden.

 

  • Prototyping

 

Ob die Ideen funktionieren, wird nun anhand von Prototypen getestet. Hier können verschiedene Formen zum Tragen kommen, wie beispielsweise Storytelling, Rollenspiele oder Papiermodelle. Die Ideen werden so anschaulich gemacht und ermöglichen ein besseres Verständnis und Weiterentwicklungen. Durch den Einsatz der Prototypen können ebenfalls neue Ideen entwickelt werden.

 

  • Testphase

 

Nachdem die Prototypen anschauliche Formen angenommen haben, können sie der Zielgruppe präsentiert werden. Ein offener Dialog führt zu weiteren Alternativen und Varianten.

Das Ziel des Prozesses ist es, eine an der Zielgruppe überprüfte Idee zu erhalten. Im nächsten Schritt kann sie in einem Konzept erläutert und dann umgesetzt werden.

Auch wenn es so aussieht, ist Design Thinking kein Garant für Erfolge. Dennoch sind die durch diese Methode entwickelten Ideen am Kunden ausgerichtet und die Chance einer erfolgreichen Lösung ist wesentlich höher. Es lohnt sich also, diese Methode durchaus einmal auszuprobieren.

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