yomo Stilleben

Das Girokonto von yomo habe ich euch ja bereits hier vorgestellt. Grundsätzlich ja mal alles ganz interessant. Da war ich natürlich begeistert als yomo zu einen “Spot on: Kreditkarten” Workshop eingeladen hat.

Insgesamt hat yomo drei Termine geboten. Den Workshop in Köln am 26.06.2017, München am 27.06.2017 und zuletzt Hamburg am 28.06.2017. Ich habe mich hier für München entschieden, da es am nächsten liegt.

Der Workshop in München fand im smartvillage Coworking Space statt. Der große Bürokomplex machte von außen nicht gerade einen recht einladenden Eindruck. Die Räume waren dann jedoch sehr schick und gemütlich eingerichtet. Es gab sogar eine Schaukel zum Relaxen. Hier hat yomo sich auch nicht lumpen lassen und hat mit einen umfangreichen Buffet für das leibliche wohl gesorgt. Eine große Auswahl an Getränken war an dem heißen Tag willkommen. Dazu gab es Salate, Muffins, gefüllte Warps sowie – typisch bayrisch – ein paar Butterbrezen.

Dann ging es auch schon los. Es war eine kleine und überschaubare Runde. Sechs Teilnehmer und drei Mitarbeiter von yomo beziehungsweise von der Sparkasse waren mit dabei.

 

Die Vorstellungsrunde

Zuerst einmal wurde nach Name und Alter gefragt. Hier war ich mit meinen 36 deutlich einer der älteren in der Runde. Dann wurde noch gefragt “Wie viele Kreditkarten nutzt du?”, “Welche Features haben diese?” und zuletzt “Wie zufrieden bist du damit?” Hier stellte sich schnell heraus das ein Großteil doch mehr als eine Karte im Geldbeutel hat. Genannt wurden hier unter anderem mehrfach die bekannten Banken wie Fidor, Numer26 und die DKB oder auch einmal sogar Exoten wie die Revolut aus England.
Ich persönlich habe zwei Karten bei der DKB. Die zweite Karte daher, weil es vor der Zinskrise einen ganz akzeptablen Zinssatz auf dem Kartenkonto gab und ich diese als Sparbuch nutzte. Des weiteren habe ich noch die Karte von Fidor als Zweitkonto. Ich bin jedoch am Überlegen dieses bald auch als Gehaltskonto zu nutzen und der DKB den Rücken zu kehren. Zu guter letzt habe ich noch die ganz originelle Karte Curve. Ganz aktuell habe ich ebenfalls ein Konto bei Revolut eröffnet. Ob sich das als sinnvoll erweist, muss ich erst noch testen.

 

Die perfekte Kreditkarte

Dann wurde die Frage gestellt, welche Feature die “perfekte Kreditkarte” haben muss. Hier kamen auch eine Menge interessanter Vorschläge. Der wichtigste Punkt war hier natürlich eindeutig die Akzeptanz. Obwohl hier ja die größten Anbieter Visa und Mastercard nahezu identisch sind. Lediglich mit einer American Express hätte man hier seine Nachteile.
Die Bezahlmethode NFC lag nahezu gleich auf, wurde als schon als selbstverständlich angesehen.
Überraschend war für mich, dass der Wunsch nach Bargeld doch sehr ausgeprägt war. Hier wäre es natürlich am besten, bei allen Geldautomaten kostenlos an das Bargeld zu kommen. Am liebsten das sogar noch weltweit.
Die meisten in der Runde wünschten sich außerdem auch eine “echte” Kreditkarte, also keine Debit-Karte wie es sehr häufig der Fall ist. Diese sollte auch typischerweise Hochgeprägt sein. Anderenfalls befürchteten viele Probleme bei Hotels und Autovermietungen.
Selbstverständlich sollte die Karte an die App gekoppelt sein. Hier waren Push-Benachrichtigungen über jede Buchung wichtig. Des weiten sollte man über die App jederzeit die Karte sperren, sowie wieder entsperren können. Auch das Auslesen und ändern der PIN sollte möglich sein. Ebenso sollte der aktuelle Verfügungsrahmen individuell anpassbar sein. Optimalerweise individuell für Traktionen via Internet, Magnetstreifen, Geldautomat sowie via NFC.
Auch Features wie eine “virtuelle Kreditkarte” wurde geäußert. Also lediglich eine Kreditkarten-Nummer mit dazugehöriger CVC zum einkaufen im Internet. Grund dafür war vor allem der Sicherheitsaspekt. Da man diese virtuelle Karte wesentlich unkomplizierter sperren und ändern könne, als die der physischen Karte.
Ebenfalls gab es dem Wunsch nach einem Vorteils-Programm. Hier gab es Vorschläge wie ein Cashback oder die Möglichkeit mit häufigen Einsatz eine eventuelle Jahresgebühr der Karte zu senken oder Vorteile wie eine Versicherung zu “erspielen”.
Aber auch nebensächliche Dinge wie eine Karte aus Materialien wie Aluminium oder Wunsch-Designs wurden genannt.

 

Teamwork

Als nächstes ging es an eine Gruppenarbeit. Wir bildeten zwei Teams mit je drei Personen. Als Aufgabe sollten wir zwei Tarife für die Kreditkarte zusammen stellen wir sie und wünschen würden. Einmal ein Basispaket, sowie ein zusätzliches Komfort-Paket. Hierfür wurde uns ein Zeitfenster von 15 Minuten zur Verfügung gestellt.
Es wurden von beiden Gruppen sehr interessante Modelle vorgestellt. Beide hatten gemeinsam, das ein Basis-Paket kostenfrei sein sollte und das Komfort-Paket verständlicherweise kostenpflichtig.

Dann stellte uns das Team von yomo ihre drei Pakete mit den Namen “Small”, “Large” und “X Large” vor. Dann folgte eine kurze Feedback Runde um Pro und Kontra der Pakete zu erläutern. Anschließend wurden wir gefragt, welchen Preis wir bereit wären für die genannten Pakete zu bezahlen. In unserer Gruppe waren wir uns mit den Konditionen weitgehend einig und es gab keine all zu großen Unterschiede.

]Bitte habt Verständnis, das ich hier im Interesse von yomo ganz bewusst keine Details über Konditionen und Preis verraten will.

Ein weiterer Punkt wo wir uns in der Gruppe relativ einig waren folgte jedoch. Im großen und ganzen waren die Pakete nicht besonders beliebt. Grundsätzlich wäre ein Teil schon bereit für ein Konto zu zahlen. Aber der Wunsch nach Individualität und Flexibilität war hier jedoch sehr groß. In einen “perfekten Konto” solle man alle Leistungen und Funktionen schnell, einfach und flexibel zu- und abstellen können.

Erfolg

Fazit:

Das Team von yomo ist offenbar wirklich bestrebt auf die Wünsche der Nutzer einzugehen und diese zu erfüllen. In wie weit yomo diesen Wunsch nachgehen wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Alles in allem war es auf jeden Fall ein schöner Abend mit netten Leuten und einer interessanten Diskussion.
Beim nächsten Event von yomo bin ich gerne wieder dabei.

Smartphone Video

Die Kameras von Smartphones werden immer besser – die Smartphone-Videos allerdings nicht wirklich. Hier kommt es allerdings nicht auf die Technik, sondern den Benutzer an. Denn viele Geräte haben mittlerweile auch eine richtig gute Videokamera eingebaut, so dass man sich auf Reisen oder für spontane Schnappschüsse eine lästige, weil unhandliche, Fotokamera sparen kann. Und auch einen Camcorder wird zunehmend von der Bildfläche verschwinden, da man mit dem Handy auch Videos aufnehmen kann.

Waren Smartphone-Videos bis vor kurzem noch verpönt und argwöhnisch belächelt worden, ist auch ihre Qualität auf dem besten Weg dahin salonfähig zu werden. Smartphones mit einer 4K Kamera sind mittlerweile schon Standard. Was man noch dafür braucht und was man tun muss um professionelle Smartphone-Videos zu erstellen erklärt Armin Bichler von Stadtshow Videoproduktion München.

Nützliche Tipps für das Filmen mit dem Smartphone

Gehen wir von dem Fall aus, dass ihr in den Urlaub fahren und die schönsten Erlebnisse eurer Reise im kurzen Videos festhalten wollt um diese später zu einem kurzweiligen Urlaubsvideo zusammenfügen. Aber natürlich sind folgende Tipps auch auf alltägliche Situationen anzuwenden.

Alle Tipps für gute Smartphone-Videos

  • Filmen
    • Richtige Kamera-App verwenden
    • Smartphone quer halten
    • Bildstabilisator einschalten
    • Ruhig halten
    • Die richtige Perspektive wählen
    • Aus verschiedenen Perspektiven filmen
    • Einstellungsgrößen abwechseln
    • Auf das Wesentliche konzentrieren
    • Kurze Clips erstellen
  • Nachbearbeitung
    • Direkt am Smartphone
    • Am Computer
    • Musik

Die richtige Kamera-App verwenden

Die standardmäßig installierte Kamera App Smartphones muss nicht zwangsläufig die beste sein. Manchmal lohnt sich der Blick in den App-Store eures Vertrauens (iTunes, Google Android Shop oder Windows Store). Man kann die meisten Kamera Apps in einer Lite-Version testen und sehen welche einem am besten gefällt.

Ich empfehle die App Camerlingo, mit der man zahlreiche verschiedene Filter live auf das Video Bild anwenden kann, und sogar Texte einblenden kann. Die Lite-Version ist gratis und bietet schon gute Features, allerdings mit einem Wasserzeichen des Herstellers. Die Profiversion kostet gerade mal 4 €.

Cameringo Lite - Filter Kamera
Cameringo Lite - Filter Kamera
Entwickler: Perraco Labs
Preis: Kostenlos
Cameringo+ Filter Kamera
Cameringo+ Filter Kamera
Entwickler: Perraco Labs
Preis: 2,99 €

 

Eine komplett kostenlose Alternative zur Standard Kamera ist die Open-Camera.

Open Camera - Free & No Ads
Open Camera - Free & No Ads
Entwickler: Mark Harman
Preis: Kostenlos

 

Das Smartphone quer halten

Der erste Schritt zu einem professionellen Video mit dem Smartphone ist, dass man das Aufnahmegerät mit beiden Händen oder zumindest mit einer Hand quer hält.

Man erkennt einen Amateur und Film-Banausen sofort darin, dass er mit seinem Handy filmt, als würde er gerade eine Telefonnummer mit dem Daumen eintippen. Die wenigsten Menschen stellen ihre Bildschirme und Fernseher hochkant im Wohnzimmer auf, oder? Es heißt ja auch 16:9 und nicht 9:16. Mit Hochkant-Videos kann man im Nachhinein wenig anfangen, außer sie vielleicht mit Gleichgesinnten zu teilen, denen so etwas wie das richtige Format total egal ist.

Wenn möglich Bildstabilisator einschalten

Die meisten Kamera-Apps besitzen unter den Einstellungen die Möglichkeit einen sogenannten Bildstabilisator anzuschalten. Damit werden Aufnahmen weniger verwackelt und das berühmte Zittern wird weitestgehend ausgeglichen.

Ruhig halten

Egal ob mit oder ohne digitalen Bildstabilisator, sollte man bei Aufnahmen mit dem Smartphone das selbige möglichst ruhig halten. Als vor 20 Jahren der Film “Blair Witch Project” ins Kino kam mussten sich die Menschen, die sich diesen Amateur-Film im Kino anschauten, wegen der verwackelten Bilder übergeben.

Auch bei YouTube trifft man oft auf Videos, bei denen man nicht lange zu sehen will. um zu vermeiden, dass die Zuschauer wenig Freude am eigenen Video haben, sollte man möglichst wackelfreie Aufnahmen erstellen.

Dazu gehört auch, dass man nicht abrupt schwenkt von links nach rechts oder von oben nach unten. idealerweise schwenkt man überhaupt nicht. Als Faustregel kann man sich merken:

Schwenken nur, wenn es unbedingt sein muss.

Und auch ohne Bildstabilisator eine möglichst ruhige Aufnahme zu machen, kann man sich z.b. auf etwas abstützen.

Stativ und Mikrofon verwenden

Ambitionierte Filmer können die Qualität ihrer Smartphone-Videos mit jeder Menge Zubehör verbessern. Als erstes würde ich ein Stativ empfehlen, damit das mit dem ruhig halten auch wirklich klappt. Jedoch hat man auf Reisen wenig Lust ein schweres Teil herumzuschleppen. Hierfür gibt es sogenannte „Gorilla Pods“, die man schnell und flexibel an allen möglichen Orten befestigen kann.

Für Technik-Geek ist vielleicht sogar ein Schwebe-Stativ für das Smartphone interessant. Damit kann man Kamerafahrten machen und Dynamik ins Video bringen.

Wer Tonaufnahmen in Form von Interviews oder Live-Kommentaren plant, der benötigt zudem ein Mikrofon. Die Ton-Qualität ist schon mit einem günstigen Smartphone-Mikrofon für ein paar Euro um Welten besser als mit dem eingebauten Mic.

Die richtige Perspektive wählen

“Wir können kein Bild mit der Freiheitsstatue machen, weil sie zu groß ist.”

Dieser legendäre dümmliche Satz stammt von einem guten Freund von mir, mit dem ich einst in Las Vegas war. Wir standen direkt vor der Freiheitsstatue des  New York New York Hotels. Von diesem Punkt aus wäre es wirklich kein schönes Bild mit der Freiheitsstatue geworden. Jedoch allgemein auszuschließen dass ein Foto nicht möglich sei, ist einfach nur Faulheit.

Das Gleiche gilt für Videoaufnahmen. Für gute Aufnahmen muss man unter Umständen weiter weg, näher ran oder aus der Froschperspektive filmen. Dadurch erspart man sich z.b. den verpönten Hochkant-Modus oder das Schwenken, dass nötig wäre um die Freiheitsstatue aus der Nähe von oben bis unten komplett drauf zu bekommen.

Aus verschiedenen Perspektiven filmen

Wenn man eine relativ statische Szene filmt, bei deran sich Zeit nehmen kann, sollte man das Geschehen aus mehreren Perspektiven filmen. Dadurch sorgt man im späteren Video für mehr Abwechslung und gibt dem Zuschauer das Gefühl einen nicht nur subjektiven Blick auf das Geschehen zu werfen, sondern es eben aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können.

Einstellungsgröße abwechseln

Unter Einstellungsgröße versteht man, wie groß ein Motiv im Bild erscheint. Ist das Motiv Bildschirm füllend zu sehen, spricht man von einer Nahaufnahme oder einem close up. Das kann z.b. das Gesicht der Freiheitsstatue sein.

Ist das Motiv hingegen nur ein Teil des Bildes, spricht man von einer Totale. das ist z.b. der Fall wenn eine Person vor der wesentlich größeren Freiheitsstatue steht.

Für ein professionelles und abwechslungsreiches Video sollte man diese beiden Einstellungsgrößen immer abwechseln. Idealerweise macht man Aufnahme in der Totale und anschließend noch eine Nahaufnahme eines besonderen Details.

Auf das Wesentliche konzentrieren

Um bei der späteren Nachbearbeitung nicht ewig nach den Guten Stellen suchen zu müssen, sollte man bereits beim Aufnehmen darauf achten, nicht so viel Überflüssiges zu filmen. Mein Powertip hierfür:

Nach einer guten Aufnahme sofort Stopp drücken.

Dadurch wird die Videodatei abgeschlossen. Bei der Nachbearbeitung weiß man später, dass die Sehne, die man für das Urlaubsvideo verwenden will, am Ende des Videoclips ist. Man muss dadurch nicht den kompletten Clip nach Highlights durchsuchen, sondern kann direkt ans Ende springen.

Kurze Clips machen

Der Vorteil am kurzen Clips ist zum Einen, dass man bei der Nachbearbeitung weniger Material hat. Zum Anderen ist der Speicherplatz des Smartphones (noch) nicht unendlich und man kann mit kurzen Clips Platz sparen. Dabei sollte man auch immer im Hinterkopf behalten, dass eine Aufnahme im fertigen Video eine Länge von maximal 5 Sekunden haben sollte. Natürlich gibt es Ausnahmefälle, aber die bestätigen die Regel.

Nachbearbeitung

Nun geht es darum aus den vielen Einzel-Clips, die man auf einer Reise oder im Laufe der Zeit auf seinem Smartphone aufgenommen hat, ein Video zu erstellen. Machen wir uns nichts vor: Dieser Teil kann extrem zeitraubend sein. Man kann bei der Nachbearbeitung unglaublich viel Zeit mit Detail-Arbeit verschwenden, die im Endeffekt keinem etwas bringen. Deshalb halte ich es mit der 80:20-Regel:

In 20% der Zeit schafft man 80% der Arbeit. Dabei sollte man es belassen. Außer man will einen Oscar gewinnen.

Nicht übertreiben

Viele Amateure neigen dazu ein Video mit Titeln, Effekten und Überblendungen zu überladen. Das kostet alles viel Zeit für wenig Ertrag. Ich würde deswegen einen einfachen Videoschnitt machen, bis man gut genug bei den Basics ist um zur Kür zu gelangen:

  1. kurze Sequenzen (2 – 5 Sekunden)
  2. Sinnvolle Reihenfolge –> Verständlich ohne Texte
  3. Abwechseln von Einstellungsgrößen und Perspektiven
  4. Musik unterlegen
  5. Fertig

Hier ein Beispiel-Video, das ich komplett mit Smartphone und Gopro “nebenbei” gedreht habe:

Bearbeitung direkt am Smartphone

Ebenso wie eine Kamera App besitzen viele Smartphones auch einen vorinstallierten Video-Editor, mit dem man mehrere Videoclips kürzen und zusammenfügen kann. Das reicht um eine überschaubare Anzahl an Clips in ein kurzes Video zu verwandeln.

Natürlich gibt es dafür auch noch professionelle Apps, mit denen man Musik hinzufügen, Filter anwenden und Titel einblenden kann.

Ich habe selbst einige Video-Editor-Apps getestet und war mit keiner wirklich zufrieden. Ich verwende hierfür die Android App Video Show, allerdings nur zu experimentellen Zwecken wie einem Smartphone Live-Vlog auf Youtube oder Facebook. Der Haken: Im fertigen Video hat man bei der kostenlosen Version in der rechten unteren Ecke den Schriftzug der App. Wer mit der App gut zurechtkommt und diese öfter verwendet, kann die paar Euro für die Vollversion ohne Wasserzeichen bestimmt verschmerzen.

[alert-success]Wer noch andere gute Video-Bearbeitungs-Apps kennt kann das gerne in den Kommentaren posten.[/alert-success]

Bearbeitung am Computer

Der Vorteil bei der Videobearbeitung am Computer ist, dass sie wesentlich übersichtlicher und einfacher ist, als am kleinen Smartphone Display. Der Nachteil ist, dass die meisten Programme kostenpflichtig sind.

Wer nicht 50 € im Monat für professionelle Video Programme ausgeben will, den würde ich den Video Maker von Magix empfehlen.

Dieser ist einfach zu benutzen, bietet viele Effekte und kostet zwischen 50 und 100 Euro.

Ein kostenloses Videobearbeitungsprogramm ist z.b. der Windows Movie Maker der auf jeden Windows-PC standardmäßig installiert ist.

Eine Alternative dazu ist das ebenfalls kostenlose Lightworks mit dem auch schon der ein oder andere professionelle Spielfilm geschnitten wurde. Mit ein bisschen Übung kann man mit dem Programm bestimmt gute Sachen machen. Ich bin jedoch kein Fan davon.

Videoschnitt

Unter Videoschnitt versteht man das Kürzen und Arrangieren einzelner, kurzer Video Sequenzen zu einem großen Ganzen. Egal, ob man seine Videos auf dem Smartphone oder am Computer bearbeitet, es gibt ein paar Tipps, die für den allgemeinen Videoschnitt hilfreich sein können.

Länge – Kürze

Die Länge der einzelnen Elemente sollte so kurz wie möglich und so lange wie nötig sein.

Hier gilt: in der Kürze liegt die Würze. Der Zuschauer ist schnell gelangweilt, wenn eine Aufnahme, die im Prinzip nichts Neues bietet, zu lange zu sehen ist. Beispielsweise wenn man 10 Sekunden die Freiheitsstatue aus derselben Perspektive ohne Bewegung sieht.

Wer sich Nachrichten anschaut, wird merken, dass eine Aufnahme in der Regel zwischen 3 und 5 Sekunden zu sehen ist, bevor der nächste Schnitt kommt. Bei Kinofilmen kann die Schnittfrequenz wesentlich höher sein. Vor allem bei Actionfilmen wird im Sekundentakt geschnitten.

Je nachdem welchen Stil man bevorzugt, sollte man sich an diesen Längen orientieren. Die Zuschauer werden es einem danken, dass man ihnen nicht mit einem Dia-Vortrag-ähnlichen-Video die Zeit raubt.

Abwechslung

Wie bereits beim Filmen erwähnt ist die Abwechslung von Perspektiven und Einstellungsgrößen ein Kriterium, dass für Professionalität und Kurzweiligkeit sorgt.

Schneidet man nur Totale an Totale, wird das auf Dauer ermüdend für den Zuschauer, der sich ständig in einer großen Landschaft mit vielen Details zurechtfinden muss. Wechselt man eine Totale mit einer Nahaufnahme ab, lässt man den Zuschauer einen genaueren Blick drauf werfen, bei dem er weniger Informationen verarbeiten muss.

Musik & Audio-Bearbeitung

Unverzichtbar für ein gutes Video ist Musik. Ich sage nicht mal die passende Musik, sondern einfach nur Musik. Empfehlenswert ist nicht nur deswegen ein Youtube-Kanal. Denn YouTube biete eine große Audio-Bibliothek mit kostenlosen Liedern, die man für eigene Projekte verwenden kann. Viele davon kann man sogar für kommerzielle Videos benutzen. Einfach nach der passenden Stimmung oder Musik-Richtung suchen und reinhören. Hier würde ich aber auch nicht zuviel Zeit liegen lassen. Irgendein rhythmisches Instrumental-Stück (ohne Gesang ;) aus dem Dubstep oder Electro-Bereich ohne große Kapriolen und Ablenkungen wird den Job am besten erledigen.

Für den Anfang ist man wahrscheinlich schon genug mit der Video-Bearbeitung an sich beschäftigt, sodass man die Musik am Ende einfach unter das Video legen kann und die ganze Atmo (Audio-Elemente der Video-Sequenzen) löschen kann.

Ich würde alle Audio-Elemente des Videos entfernen und nur die Musik laufen lassen. Wer wichtige Ton-Sequenzen im Video hat (O-Töne), muss bei diesen evtl. die Musik leiser stellen, damit man das gesagt verstehe kann und der Ton nicht übersteuert. Das geht bei jedem Programm anders. Meist erreicht man die Audio-Einstellungen einer Datei über einen Rechts-Klick mit der Maustaste auf die entsprechende Sequenz.

Um das Video noch einen Tick professioneller zu machen, kann man die Schnitte auf den Takt der Musik setzen. Das heißt, dass eine Szene zur anderen wechselt, wenn z.b. gerade ein Schlag der Bassdrum zu hören ist.

Voice over

Wer sein Video zusätzlich kommentieren will, benötigt dafür ein USB-Mikrofon um am Computer eine gute Tonqualität zu erreichen. Mit einer Audio Recording Software wie z.b. Audition oder Audacity kann man seine Stimme aufnehmen und Pausen oder Versprecher ganz einfach herausschneiden. Damit der gesprochene Text auch zum Video passt, sollte man das Video auf Stumm abspielen, während man den Text spricht.

Entweder schreibt man den Text vorher und liest ihn dann zum Video oder man plappert frei von der Leber weg drauflos, wenn man das Talent dazu hat.

Mit diesen Tipps solltet ihr aus eurem gefilmten Smartphone-Video-Material ein unterhaltsames Video erstellen können.

[alert-success]Fragen einfach in die Kommentare![/alert-success]

Wer schreibt hier?

Armin Bichler ist Videojournalist und Online-Unternehmer. In den vergangenen zehn Jahren hat er mehr als 1000 Videos für TV-Sender und Unternehmen produziert. Unter anderem von der MotoGP WM 2015. Seit der Geburt seiner Tochter konzentriert er sich auf das Internet. Neben der Produktion von Web-Videos betreibt er einige Webseiten im Bereich Online-Marketing.

Xiaomi Selfie Stick

Sommerzeit ist Fotozeit – Naja, ich bin ja bestimmt kein besonders guter Fotograf, aber ab und zu schieße ich mit meinen Smartphone schon ein paar Bilder.

Ein paar Fotos findet ihr zum Beispiel auf meinen privaten Instagram Kanal. Ein paar Tips und Trick für gute Smartphone Fotos bekommt ihr hier in einen meiner Gastbeiträge.

Aber jetzt mal zum eigentlichen Thema.

Vor ein paar Wochen habe ich auf mobiflip.de einen Beitrag von René über den Xiaomi Selfie Stick gelesen. Seinen ersten Satz in diesem Post

Ich hab ein „Deppenzepter“ gekauft, obwohl ich schon immer mal die Augen verdreht habe, wenn Leute sowas benutzt haben.

kann ich mich ja voll und ganz anschließen. ;) Aber trotzdem hat mich das Gute Stück interessiert.

Der hauptsächliche Grund für den Kauf war für mich, das mein Nexus 6P wegen seiner Größe leider nicht mehr richtig in mein letztes Smartphone Stativ passte. Darum musste eine neue Lösung her. Der Xiaomi Selfie Stick bzw Stativ machte hierfür einen ganz guten Eindruck. Also gekauft und schon nach ein oder zwei Wochen lag das Päckchen in meinen Briefkasten.

 

Der Xiaomi Selfie Stick

Der Gadget wiegt gerade mal ~150g und ist im zusammen geschobenen Zustand 19cm lang. Also leicht und kompakt. Er passt auch in eine kleine Tasche und lässt sich so einfach Transportieren. Als Stativ bzw Selfi-Stick etwa zwischen 23cm undim ausgefahrenen Zustand 48cm lang beziehungsweise hoch.
Die Smartphone-Halterung nimmt Geräte von etwa 56 bis 89 mm auf. Sie lässt sich um 360° drehen und so ist ein Hoch- sowie Querformat möglich.

Verarbeitung ist sehr Gut. Das pulverbeschichteten Aluminium macht einen Hochwertigen Eindruck und ist Teilweise gummiert.
Lediglich die drehbare Smartphone-Halterung könnte etwas fester sitzen. Mein Nexus 6P muss ich aufgrund der seitlichen Tasten ziemlich weit unten in die Halterung setzen. Im Querformat hängt dann das Gerät aufgrund seines Gewichtes dann jedoch leicht. Im Hochformat gibt es keinerlei Probleme.

Als kleines Extra ist auch ein Fernauslöser verbaut. Der kleine Button verbindet sich via Bluetooth mit dem Smartphone und löst mit einen Druck die Kamera aus. Es wird keine App dazu benötigt.
Er ist über den Griff angebracht und lässt sich so bei der Nutzung als Selfie-Stick problemlos drücken. Zusätzlich lässt er sich aus der Halterung lösen und kann so bei Nutzung als Stativ auch aus weiterer Entfernung als Auslöser genutzt werden. Der Button hat einen eingebauten Akku und lässt sich über einen Micro-USB Anschluss wieder aufladen. Der Button ist somit wohl mit Abstand mein kleinstes aufladbare Gerät.

 

Fazit:

Ein tolles Gadget was bei mir sicher oft zum Einsatz kommen wird. Natürlich Überwiegend als Stativ ;)

 

Den Xiaomi Selfie Stick könnt ihr für etwa 17€ bei Gearbest bestellen

Was haltet ihr von diesem Gadget oder allgemein von Selfie-Sticks?


Dieser Beitrag ist Teil der BloggerParade – Sommer, Sonne, Sonnenschein

Mit dabei sind diesmal:

05.06. – Jacky ** 06.06. – Sonja
07.06. – Toni ** 08.06. – Annette
09.06. – Marion ** 10.06. – Claudia
11.06. – Jörn ** 12.06. – Daisy
13.06. – Perdita ** 14.06. – Elisa
15.06. – Robert ** 16.06. – Maik
17.06. – Annette ** 18.06. – Tina

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h ;)

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