Ist Openbook die Zukunft der sozialen Netzwerke?

Google+ schließt seine Pforten. Facebook schlittert von einen Datenschutz Skandal in den nächsten. Openbook hingegen will alles Besser machen.

 

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Update

In diesem Beitrag findet ihr einen ersten Test der alpha Version der Android App

 

Viele große Zeitungen und Magazine haben bereits über Openbook berichtet. All zu viel muss ich daher wohl nicht über Openbook schreiben.

Golem: OPENBOOK: Open-Source-Alternative zu Facebook versucht es noch einmal
Die erste Crowdfunding-Kampagne hatte ein zu hohes Finanzierungsziel, daher versuchen es die Macher von Openbook noch einmal: Der Konkurrent zu Facebook soll Open Source sein, keine Werbung haben und seine Nutzer nicht tracken. Der zweite Versuch verläuft erfolgreicher.

Süddeutsche: Facebook-Alternative Openbook – Es besser machen als Zuckerberg
Bislang gibt es für Facebook-Nutzer keine ernstzunehmende Alternative.
Ein Entwickler-Team aus den Niederlanden plant nun mit “Openbook” eine Plattform, die werbefrei, sicher und transparent sein soll. Ob das gelingen kann, ist allerdings fraglich.

 

Seit heute dürfen die ersten Alpha-Tester das neue Netzwerk ausprobieren.

Openbook auf seinen offiziellen Blog

? Hey there,

We hope you’re having a great start of the weekend.

It’s been a week since we last spoke and we’ve got some good news.

After countless of late-nights and weekends made possible by you, we are releasing the absolute ground zero for Openbook: The alpha version.

We’re sure there will be things to improve and functionality we also wish we could have on this version, but then again, it’s part of the thrill of being an alpha tester, seeing and helping the platform grow, day by day.

Some of the things you will be seeing in the upcoming weeks are

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@mentions

Post comment upvotes/downvotes

And more!

 

Um unter diesen Testern zu sein muss(te) man Unterstützer der Kickstarter oder Indiegogo Kampagne sein.

Aber sogar hier sind die Entwickler offenbar noch Hart am Kämpfen.

Beim ersten Start einer Alpha sollte dies jedoch zu verschmerzen sein. Ich selbst bin ebenfalls Unterstützer via Indiegogo. Aktuell habe ich jedoch meine Einladung für die Alpha von Openbook noch nicht erhalten. Ich hoffe das ändert sich im laufe des Tages noch.

Ich bin auf jeden Fall gespannt was Openbook alles anders und besser machen will, wie man es von Google+, Facebook und Co gewohnt ist. Wenn sich das Netzwerk wirklich durchsetzen will Fehlen wohl mehr Punkte als Sicherheit und Datenschutz. Es benötigt ein herausstechendes Alleinstellungsmerkmal. Ein schönes Beispiel sind hier die Messenger. Telegram und Threema und so einige andere Anbieter sind in Sachen Sicherheit und Datenschutz dem Platzhirsch WhatsApp Meileweit voraus. Sogar in Sachen Funktionen sind die teils Überlegen. Trotzdem bisher nicht ansatzweise eine Konkurrenz für WahtsApp.

Ebenso in den sozialen Netzwerken. Schon viele haben versucht Facebook vom Thron zu stoßen. Friendster, Lokalisten, Ello, die VZ-Netzwerke, Wer kennt wen oder Vero. Auch Diaspora, welches als Open Source System ebenfalls mit Werbefreiheit, Sicherheit und transparenz punkten wollte ist gescheitert. Bisher hat es keine geschafft.

Bleibt abzuwarten wie Openbook aufgenommen wird.

Die Entwicklung einer App – Am Beispiel von Überliste

Vorwort

Die Entwicklung einer App. Einfach mal an den Rechner und lostippen? So einfach ist es wohl nicht. Joseph Tschörner von den binaere bauten erzählt hier einmal wie viel mehr als nur das reine programmieren hinter so einer App steckt.

 

Überliste

ist eine Einkaufslisten-App, die Ende letzten Jahres im App Store erschienen ist. Sie zeichnet sich durch Simplizität, Live-Synchronisation auf mehreren Geräten sowie gutes Design aus. Außerdem ist sie kostenlos und werbefrei, verkauft jedoch trotzdem keine Nutzerdaten.

Doch was für eine Geschichte steckt hinter so einer App? Und Warum sollte man eine App auf den Markt bringen, die kein Geld abwirft? In diesem Gastartikel geben wir von binaere bauten, den Herausgebern der App, einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte und unsere Intentionen dahinter.

Wer sind wir überhaupt?

binaere bauten ist ein auf Software-Architektur spezialisiertes IT-Unternehmen aus Berlin, das seine Brötchen tatsächlich überhaupt nicht mit Apps verdient. Das Projekt überliste ist im Rahmen eines Werkstudentenprogrammes gestartet. Die Idee einer eigenen App plus dem damaligen Mangel an Alternativen an Einkaufslisten-Apps im App Store ließ erste Konzepte zu überliste folgen. Die enge Zusammenarbeit von Werkstudenten und Vollzeitangestellten bei binaere bauten bot eine ideale Plattform, die Ideen mit Unterstützung von erfahrenen Entwicklern umzusetzen.

App-Entwicklung war für uns alle Neuland,

wodurch uns ungeahnte Herausforderungen auf dem Weg zur Veröffentlichung und jenseits dieser begegneten. Die iPhone-App allein stellte dabei gar nicht das Hauptproblem dar. Dank iOS Developer Program werden nötige Werkzeuge für eine Programmierung einer den Richtlinien gemäßen App bereitgestellt. Die App selbst hat weniger als 20% des Gesamtaufwandes in Anspruch genommen. Viel mehr dagegen forderten Bestandteile wie die Web-Anwendung von überliste, um Artikel bequem über den Browser zur Liste hinzuzufügen, Serversysteme mit Datenbankanbindung, um einen Zugriff auf die erstellten Listen von verschiedenen Geräten in Echtzeit zu ermöglichen, und nicht zuletzt die vordefinierte Datenbank an ca. 2000 Artikeln, die wohlgemerkt mehrsprachig verfügbar ist. Über Apples offizielles Testprogramm Testflight haben wir dann mit der Beta die App testen können, weil ein tatsächliches Nutzen der App dann doch noch einige Bugs und Optimierungsmöglichkeiten offenbart.

Am 1. November 2018 war es dann endlich so weit: Überliste erschien im App Store. Und was jetzt?

‎überliste - einkaufsliste
‎überliste - einkaufsliste
Entwickler: binaere bauten GmbH
Preis: Kostenlos

…und inzwischen auch im Google Play Store verfügbar 

überliste - einkaufsliste
überliste - einkaufsliste
Entwickler: binaere bauten gmbh
Preis: Kostenlos

Dass es nicht bedeutet, sich auf der Veröffentlichung auszuruhen, merkten wir schnell. In zweierlei Hinsicht ist das Arbeitspensum für die App erneut unerwartet hoch. Einmal sind die Ansprüche an eine App aufgrund des Überangebots im App Store enorm. Die einen fordern eine Android-Umsetzung, andere wollen wiederum Artikel auf ihrer Apple Watch abhaken. Auch müssen wir ständig Wünsche zu neuen Features mit einem Hauptvorteil unserer App abwägen, der Reduziertheit. Wir arbeiten deshalb stetig weiter an der Verbesserung von überliste So ist beispielsweise aktuell die Android-Version in Arbeit. Nur zur Erinnerung: Die App ist weiterhin lediglich ein Nebenprojekt bei uns.

Der zweite Aufwand fordernde Teil ist das Marketing.

Was bringt einem die beste App, wenn niemand davon hört? Da die App nicht ertragsorientiert ist, fehlen uns eben jene finanziellen Mittel, um zum Beispiel Werbung zu schalten oder Produktplatzierungen zu bezahlen. Deshalb fließen viele Stunden Arbeit in den Kontakt zu Blogs oder Webseiten, die sich mit der App kritisch auseinandersetzen und ihr eine Plattform zur eigenen Profilierung bieten. Dabei ist jeder Beitrag ein enormer Gewinn für uns. Denn: überliste braucht sich als qualitativ absolut gelungene App nicht zu verstecken.

Nun zur Frage, die sicherlich viele interessiert: Was haben wir davon? Geld kann es ja schon mal nicht sein. Aber warum stecken wir trotzdem so viel Zeit und Arbeit in die App? Das Projekt überliste bietet uns verschiedenste Vorteile. Erstens ist überliste ausschlaggebend für den vollen Erfolg unseres internen Werkstudentenprogrammes. Wir konnten Studenten erfolgreich an die Programmierung heranführen, haben Begeisterung geschürt und alle erhebliches Know-How gesammelt. Letzteres führt zu einem weiteren gewaltigen Gewinn für uns. Wir haben gezeigt, dass binaere bauten gute Apps programmieren kann. Wenn jetzt andere Unternehmen eine eigene App herausbringen wollen ohne die benötigten Kenntnisse zur App-Entwicklung, können wir uns mit überliste in der Hand anbieten und haben bereits Routine darin.

Auch profitiert die App selbst dadurch. überliste ist finanziell unabhängig und kann sich somit auf die wichtigsten Features beschränken, ohne – wie bei vielen anderen Apps – Funktionen einbauen zu müssen, die profitabel, tatsächlich aber eher störend und unnötig für den Nutzer sind.

Zuletzt haben wir einfach eine Einkaufslisten-App entwickelt, die unseren eigenen Ansprüchen voll entspricht. Wir müssen mit überliste keine Kompromisse eingehen, sondern haben genau das entwickelt, was wir uns zu Anfängen des Projektes vorgestellt haben. Wenn wir im Supermarkt unser Smartphone zücken, um nachzusehen, ob Freunde oder Familie noch etwas zur gemeinsamen Einkaufsliste hinzugefügt haben, denken wir nicht nur an Orangensaft oder Bananen, sondern an die harte Arbeit und mühsame Entwicklung, die sich endlich ausgezahlt hat und uns jedes Mal mit Stolz erfüllt.

Joseph Tschörner

 

Die erste Beta von Android Q ist da!

In den letzten Tagen hat es sich bereit angedeutet – heute war es dann endlich soweit. Google hat die lang erwartete Beta von Android Q veröffentlicht. 

Allerdings ist die Auswahl der Geräte für diese erste Beta noch sehr eingeschränkt. Google beschränkt sich hier natürlich vorerst auf seine eigene Pixel Reihe. Dafür werden allerdings gleich alle Geräte unterstützt

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel 2
  • Google Pixel 2 XL
  • Google Pixel 3
  • Google Pixel 3 XL
Warnung

Selbstverständlich sollte jedem klar sein das eine Beta Version auf einem produktiven Gerät ungeeignet ist. Man muss jederzeit mit Abstürzen oder anderen Fehlfunktionen rechnen.

Hinweis

Bei einem Beta-Build erhältst du keine separaten monatlichen Sicherheitsupdates.

Letzte Warnung

Bei der späteren Rückkehr zur einer früheren öffentlichen Android-Version werden alle lokal auf deinem Gerät gespeicherten Daten gelöscht. Außerdem können beim Wiederherstellen einer Sicherung Probleme auftreten.

Unter diesem Link könnt ihr euch zur Beta anmelden:

Alternativ könnt ihr das Update auch manuell flashen. Informationen dazu bekommt ihr unter diesem Link.

 

Einen ersten Überblick über die neuen Funktionen von Android Q könnt ihr im Android Developers Blog nachlesen. Primäre Punkte sind hier jedoch Sicherheit und vor allem Privatsphäre. Zwei Punkte wo sich Google schon vielfach unbeliebt gemacht hat.

Die geplante Time zu Andoid Q könnt ihr hier nachlesen.

Android Q Beta Timeline

Eine zweite Beta soll bereits Anfang April veröffentlichen werden. Die dritte dann Anfang Mai. Die vierte im Juni. Beta 5 und 6 sollen dann bereits im dritten Quartal, sprich Juni, Juli oder August erscheinen. Hier soll dann ebenfalls noch die Finale Version erscheinen.

  • Beta 1 (initial release, beta)
  • Beta 2 (incremental update, beta)
  • Beta 3 (incremental update, beta)
  • Beta 4 (final APIs and official SDK, Play publishing, beta)
  • Beta 5 (release candidate for testing)
  • Beta 6 (release candidate for final testing)
  • Final release to AOSP and ecosystem

 

Nachdem Google ja sein eigenes Netzwerk Google+ abschaltet, gibt es als Feedback Kanal eine Reddit-Community.

 

Frage

Habt ihr euch auch schon die Android Q Beta geladen?

Noch ein Schnäppchen: Facer Premium im Sale

Wer eine Smartwatch besitzt wird wohl ab und an sein Watchface wechseln. Aktuell bekommt ihr bei der App Facer eine Flatrate mit Zugriff auf rund 70,000 hochwertige Watchfaces zu einen fairen Preis.

Gerade noch über die Aktion von NordVPN berichtet, da kommt schon das nächste Schnäppchen um die Ecke.

 

Der Anbieter Facer bietet eine App für Android beziehungsweise deren Smartwatches.

Facer Watch Faces
Facer Watch Faces
Entwickler: Little Labs, Inc.
Preis: Kostenlos+

Hiermit hat man bereits Zugriff auf eine Vielzahl kostenloser Watchfaces. Wer etwas Exklusiveres möchte kann bestimmte Watchfaces kaufen. Hier bewegen sich die Preise im Schnitt zwischen 0,99€ und 2,19€. Dann bietet Facer bzw der entsprechende Designer auch noch gelegentlich Pakete an wo man mehrere Watchfaces zusammen für einen günstigeren Preis erwerben kann. Hier kann man dann schon mal einiges sparen und bekommt zum Beispiel 21 Watchfaces für 6,99€ oder 24 für 9,99€.

Als dritte Option gibt es auch noch ein Monats- bzw Jahresabo mit einer Flatrate. Hier bekommt man nicht nur Zugriff auf alle rund 70,000 Watchfaces sondern auch noch Werbefreiheit in der App sowie ein paar weiterer Features.

Das Monatsabo kostet hier regulär 6,49 €. Das Jahresabo 59,99€. Was wiederum rechnerisch knapp 5€ im Monat bedeutet. Nicht unbedingt ein Schnäppchen wenn man bedenkt das man hierfür “nur” Watchfaces bekommt. Wer diese allerdings wirklich häufig wechselt und auch gelegentlich welche kauft kann hier schon etwas sparen.

Dieses Wochenende gibt es allerdings einen ganz guten Deal.

Facer bietet das Jahresabo für nur 34,99€ an

Hier sind wir dann bei einen monatlichen Preis von knapp 2,90€. Ich denke das ist dann schon durchaus ein fairer Preis. Jeder der des Öfteren sein Watchface wechselt ist hier wohl gut bedient.

Ich selbst habe diese Aktion leider knapp verpasst und die Tage noch die 59,99€ bezahlt :/

 

P.S.

Es sei erwähnt das Facer Grundsätzlich auch eine App für Apple anbietet. Facer Premium gibt es jedoch ausschließlich für Tizen und WearOS.

 

Noch schnell die Daten sichern: Google+ Exporter

Am 2. April 2019 schließt Google+ seine Pforten. Wer bis dahin nicht tätig wird verliert alle seine Daten. Mit dem Google+ Exporter geht das ganz einfach.

Mit der aktuellen Version 1.7.12 hat es auch endlich bei mir geklappt. Bei den vorherigen Versionen des Programms konnte ich mich damit nicht mit meinen Google+ Account einloggen.

Die App ist für Windows, Linux und Mac OS erhältlich. Diese Daten können dann als JSON Export oder sogar ganz praktisch in Backup Dateien für WordPress oder Blogger gesichert werden.

Die Bedienung geht hier wirklich sehr schnell und einfach. Wie auf den Bildern zu sehen lassen sich neben dem Privaten Feed auch Beiträge aus Gruppen oder Bilder schnell und einfach exportieren.

 

Der Google+ Exporter ist grundsätzlich kostenlos zu haben. Allerdings ist die “Free-Version” auf 800 Post beschränkt. Google+ ist am 28. Juni 2011 erschienen. Wer das Netzwerk gelegentlich genutzt hat stößt hier schnell an seine Grenzen. Wer wirklich alle seine Post sichern will, muss eine Lizenz erweben. Diese kostet aktuell $19,99.

 

 

Diesen Preis sehe ich persönlich als etwas hoch an. Daher habe ich diesen nicht bezahlt und gebe mich soweit mit den 800 gesicherten Post zufrieden.

Natürlich kann man auch mit den Hauseigenen Dienst Google Takeout seine Daten sichern. Der Entwickler des Google+ Exorter erläutert hier jedoch aber warum seine Lösung besser sei.

Why is Google+ Exporter better than Google Takeout

Google+ Exporter tool exports ALL your posts (profiles, pages, collections, and communities) including comments and transforms them into a well-documented structure and prepares import files for your WordPress blog.

Oh the other hand, Google Takeout is not documented at all, terribly structured, hard to transform to any reasonable import for other services and with no support from Google at all.

 

Dem kann man soweit natürlich nur zustimmen. Wer deine Daten auf Google+ nicht anderweitig veröffentlichen oder verarbeiten will sollte mit Takeout jedoch ganz Gut bedient sein. Ich für meinen Teil werde wohl demnächst zusätzlich zu diesem Blog einen rein privaten erstellen. Dort werde ich dann meinen Daten aus dem Google+ Exporter einpflegen.

 

 

Google Maps Augmented Reality – Navigation startet in Deutschland

Schon im vergangenen Jahr hat Google auf der I/O die neue Funktion vorgestellt. Jetzt wurde die Google Maps Augmented Reality – Navigation für die ersten deutschen Nutzer aktiviert. Zumindest in einer Alpha für ausgewählte Nutzer.

Ich bin im Moment einer der glücklichen die diese neue Funktion testen dürfen. Offenbar wurden hier primär (sehr aktive) Google Local Guides ausgewählt.

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Schon vor wenigen Tagen ist mir ein neues Symbol während der Fußgänger Navigation in Google Maps aufgefallen. Eine 3D Ansicht eines Würfels. Wenn man diesen antippt startet die neue Google Maps AR – Navigation.

Man bekommt einen Blick durch die Kamera. Im unteren Bereich sieht man einen kleinen Kartenausschnitt der einen zusätzlich den Weg weist. Als erstes wird die Umgebung analysiert. Ermöglicht wird das durch Googles selbst entwickeltes „Visual Positioning System“ – kurz VPS – welches die Umgebung und Häuser anhand des Kamerabildes erkennt. Dieses Livebild wird mit den Streetview-Aufnahmen abgeglichen. So kann die Software von Google Maps Augmented Reality den exakten Standort und vor allem auch die exakte Blickrichtung des Nutzers sehr genau kennen.

Ich konnte Google Maps Augmented Reality in Berlin und in München ausprobieren. Ob und wie dieses in einer Stadt ohne Streetview-Aufnahmen funktioniert kann ich leider erst in den kommenden Tagen testen.

Nach wenigen Augenblicken startet dann auch die Navigation.

Hier ein paar Beispiele wie Google diese Navigation visualisiert.

 

Selbstverständlich ist Google hier auch auf die Sicherheit des Nutzers bedacht und zeigt auch eine Warnmeldung.

Sie beim Gehen aus Sicherheitsgründen nicht auf dein Telefon

Für diese Navigation muss das Smartphone natürlich die ganze Zeit aufrecht gehalten werden. Wenn man sich hier lediglich durch Blick auf das Kamerabild des Smartphones orientiert ist dieser Sicherheitshinweis auch nicht ganz unberechtigt. Auch ich habe mich selbst dabei ertappt das ich hier etwas unaufmerksam wurde.

Sobald man das Smartphone wieder normal in der Hand hält, schaltet die Navigation übriges auf die reguläre Karte um. Wenn man das Smartphone wieder aufrichtet erneut in die Augmented Reality – Navigation zurück.

Den Fuchs, also den “virtuellen Reiseführer” welcher in obigen YouTube Video gezeigt wird konnte ich bisher leider noch nicht zu Gesicht bekommen.

Mein erster Eindruck ist bisher durchweg positiv.

Die Navigation wir dadurch enorm erleichtert. Zu erwähnen sei lediglich noch das diese Funktion selbstverständlich nur bei der Fußgänger Navigation funktioniert. Bei der Navigation via PKW oder Fahrrad ist dies nicht möglich. Zudem darf man bei dieser Art natürlich nicht vernachlässigen das dies vor allem bei längeren Navigationen wohl auch Einfluss auf den Akku-Verbrauch des Gerätes hat

Eure Meinung

Durftet ihr diese neue Funktion auch schon Testen?
Oder was haltet ihr von dieser neuen Art der Navigation?
Ich würde mich über eure Meinung freuen.

 

 

 

 

 

Jodel will jetzt endlich Geld verdienen

Jodel – Die “Hyperlocal Community” – ist eine Social-Media-App. Seit ihrem Start häufte Jodel Verluste in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro an. Jetzt aber soll jedoch endlich das große Geld verdient werden.

 

Für alle die Jodel nicht kennen, hier zuerst ein kurzer Auszug was darüber auf Wikipedia zu lesen ist:

Jodel ist eine mobile Social-Media-Applikation, die überwiegend von Studenten genutzt wird. Die App ermöglicht ihren Nutzern, anonymisiert Beiträge (Jodel) zu veröffentlichen, die in einem Radius von zehn Kilometern für andere Nutzer sichtbar sind. Ein Beitrag kann entweder ein (von der Länge her beschränkter) Text oder ein aufgenommenes Foto mit kurzem Kommentar sein. Jeder Beitrag kann anschließend von anderen Nutzern in der Nähe positiv und negativ bewertet sowie kommentiert werden. Damit ähnelt die App der Anwendung Yik Yak, die im Mai 2017 ihren Betrieb einstellte.
Die Jodel Venture GmbH hat ihren Sitz in Berlin und beschäftigt 30 Mitarbeiter. Gründer und Geschäftsführer ist Alessio Borgmeyer.

 

Wer aktuell in der App einen neuen “Jodel” verfassen will, bekommt folgendes Angebot unterbreitet.

 

Litfaßsäule

Dein Beitrag wird allen Jodlern im Umkreis an der vierten Position im Feed für die gebuchte Zeit angezeigt.

Wähle deinen Zeitraum:

1h 15x Reichweite 29,99€
12h 125x Reichweite 249,99€
24h 250x Reichweite  349,99€

 

Diese Preise beziehen sich wohl gemerkt auf Privatpersonen. Die Preiskategorie Geschäftlich ist noch mit “coming soon” gekennzeichnet.
Ich persönlich finde diese Preisgestaltung durchaus… nennen wir es… “Interessant”

Welcher Jodel/Post kann für einen privaten Nutzer – welche ja primär Studenten sind – eine solche Relevanz haben um dafür 350€ für gerade mal 24 Stunden auszugeben?

Ein Stellengesuche? Ein Wohnungsgesuch?

Eine Erhöhung der Reichweite möge durchaus einen Reiz haben. In Deutschland liegt die Nutzerzahl laut Jodel laut eigenen angaben übrigens im siebenstelligen Bereich.

Die Litfaßsäule ist Selbstverständlich ist dies nur eine zusätzliche Option. Der reguläre “Jodel” bleibt natürlich weiterhin kostenlos.

Ich bin ja gespannt ob dieses Finanzierungsmodell wirklich aufgeht.

HIER kannst du dir die App Jodel auf dein Smartphone holen und dir deine eigene Meinung bilden.

 

Eure Meinung:

Nutzt ihr sie App Jodel?
Wenn ja, sind solche anzeigen für euch interessant? Wäre es euch der Preis Wert?

 

Follow Jesus Christ Go – Buhlt hier die Kirche um die Gunst der Jugend?

Das Spiel Pokemon Go weist inzwischen mehr als 800 Millionen Downloads vor.  Im Jahr 2017 sind allein in Deutschland 167.504 (ehemalige) Gläubige aus der katholischen Kirche ausgetreten. Wie passen diese beiden Zahlen aber nun zusammen?

 

Naja, wie wir diesen Zahlen entnehmen hat die katholische Kirche (nicht nur in Deutschland) ein gewaltiges Problem. Allein durch die zahlreichen Missbrauchsskandale welche in den letzten Jahren bekannt geworden sind kein Wunder. Doch das soll sich jetzt anscheinend wieder ändern. Die Kirche muss wohl wieder Sympatie zurück gewinnen. Zumindest bei ihren jugendlichen Schäfchen.

Daher wurde das Spiel „Follow Jesus Christ Go“ entwickeln. Insgesamt 43 Designer, Theologen, Bibelwissenschaftler, Kirchenhistoriker und Ingenieure haben über zwei Jahre lang rund 32.000 Stunden an einer App gearbeitet. Diese erweist sich jedoch im Prinzip lediglich als eine Kopie des Erfolgs-Klassikers Pokemon Go von Nintendo. Trotzdem sind dafür knapp 500.000$, welche von Sponsoren und privaten Spendern eingesammelt wurden dafür verbraten worden.

Auch wenn der Vatikan selbst nicht an der Entwicklung beteiligt war, ist dieser der Idee offenbar nicht ganz abgeneigt.

 

Das Spielprinzip

Ebenso wie in Pokemon Go oder schon Jahre zuvor bei dem Spiel Ingress bewegt man sich auch bei Follow Jesus Christ Go mit Hilfe des Smartphone und GPS Koordinaten in einer virtuelle Welt, innerhalb der realen Welt umher. Die reale Welt wird auch hier eindeutig mit einbezogen. Läuft der Spieler zum Beispiel an einer Kirche vorbei, wird dieser aufgefordert, ein Gebet zu sprechen.

Anstatt jedoch Monster wie Pikachu mit Hilfe der Pokebälle zu fangen, müssen hier diverse Heilige und Figuren aus der Bibel zum eigenen Evanglisationsteam rekrutiert werden. Das geschieht hier über Ja/Nein Fragen, die man beim Auftauchen der Figur beantworten muss. Dieses Team hilft dann dem Spieler dabei, die weiteren Aufgaben hoffentlich erfolgreich zu meistern. Das virtuelle Geld welches der Spieler erwirtschaftet wandert natürlich nicht in die eigene Tasche. Es wird selbst verständlich für wohltätige Zwecke gespendet.

Auch wenn ich damals lange und sehr aktiv Ingress gespielt habe, reizte mich Pokemon Go so gar nicht. Und Follow Jesus Christ Go gleich noch weniger. Daher habe ich mir die Installation auf meinen Smartphone erspart. Noch dazu ist das Spiel vorerst nur auf spanisch verfügbar. Weitere Sprachen sollen jedoch folgen.

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Follow JC Go
Follow JC Go
Preis: Kostenlos+
‎Follow JC Go
‎Follow JC Go
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Eure Meinung

Was haltet ihr von dieser Spiele-Idee? Postet eure Meinung dazu doch in die Kommentare.

 

 

Smart Home – Mein intelligentes zuhause – Teil 2

In einen vorherigen Beitrag habe ich euch schon mal einen kleinen Einblick in mein Smart Home gewährt. In diesem Beitrag möchte ich euch dazu ein paar Details erläutern.

Wie schon erwähnt, Grundstock in meinen Smart Home sieht so aus:

Die Zentrale meines Smart Home Systems ist ein Raspberry Pi 2 mit der Software FHEM. Als weitere Hardware Komponenten nutze ich primär mein (Android) Smartphone, eine HUE Beleuchtung und eine FritzBox.

 

Alle beschriebenen Szenarien basieren auf meinen ersten Post über mein Smart Home. Hierfür werden mal Grundsätzliche Kenntnisse des Systemes FHEM Vorausgesetzt. Wenn ihr euch zum ersten mal mit FHEM beschäftigt, kann ich euch die Seiten meintechblog.de und haus-automatisierung.com empfehlen. Beide bieten unzählige und ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitungen wie ihr euer erstes FHEM System aufbauen und einrichten könnt.

 

Szenario 1:

Es ist Montag früh – Der Wecker auf meinen Smartphone klingelt. Wenn ich diesen ausschalte startet schon eine Reihe von Ereignissen.

Bei meinen Wecker auf dem Smartphone handelt es sich um die App Sleep as Android

Die App allein kann noch nicht mit minen FHEM System kommunizieren. Allerdings funktioniert das Dank der bekannten App Tasker.

Tasker
Tasker
Entwickler: joaomgcd
Preis: 3,59 €

Diese kann unter anderen Zustände der App Sleep as Android auslesen und darauf reagieren. Mit dieser App lassen sich so jede Menge komplexe Automatisierungen auf dem Smartphone ermöglichen. “Wenn dies – dann das” Wenn ihr Tasker noch nicht kennt, könnt ihr auf dieser Seite eine Menge darüber erfahren.

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten. Wir können einfach einen URL Befehl an unser FHEM System senden. Dieser kann beispielsweise so aussehen:

http://192.168.178.1:8083/fhem?cmd.Test=set%20Lampe%20on

Ich habe es mir jedoch etwas einfacher gemacht und nutze zusätzlich die Smartphone App andFHEM. Diese bietet eine schöne grafische Oberfläche um sein FHEM System zu bedienen und zu verwalten.

andFHEM
andFHEM
Entwickler: Matthias Klass
Preis: Kostenlos+

Also: Ich habe jetzt mit der App Tasker ein neues Profil erstellt. Dies sieht so aus:

 

WENN App Sleep as Android Status Schlafmessung Stop (was soviel Bedeutet wie Wecker abgeschaltet) DANN sendet App andFHEM Befehl set Robert awoken an FHEM

Der Befehl set Robert awoken schaltet, wieder Name schon Vermuten lässt den Status meiner Person auf meinen FHEM auf aufgewacht. Dies ist Dank der (Erweiterungs-) Module ROOMMATE und RESIDENTS möglich.

Hier habe ich es mir etwas umfangreicher gemacht. Ich verwende bei FHEM das Modul HOMEMODE. Hier lassen sich ähnlich wie bei der Smartphone App Tasker, komplexe Automatisierungen auf dem FHEM System anlegen.

Sobald in FHEM mein Status auf awoken/aufgewacht schaltet, löst HOMEMODE folgenden Befehl aus

set Lichtszene scene GutenMorgen;set FritzBox tam 2 off;set FritzBox tam 1 on;set Telegram message %WEATHERLONG%;set GoogleHome_K playFavorite 2;set GoogleHome_K volume 40

Hierzu eine kleine Erläuterung:

set Lichtszene scene GutenMorgen
Das FHEM Modul LightScene kann mehrere Beleuchtungskomponenten auf einmal schalten. So können auch je nach Lampe Farbe und Helligkeit abgepasst werden. Die HUE Beleuchtung in meinem Schlafzimmer schaltet so auf ein angenehmes schummriges oranges Nachtlicht, den Flur auf ein etwas helleres, aber noch gedimmtes Licht und in der Küche bereits ein weißes Licht auf voller Helligkeit. Demnächst möchte ich hier noch ergänzen das dies nur passiert, wenn es draußen auch noch entsprechend dunkel ist. Wenn ich nach einer langen Nacht erst am Vormittag aus dem Bett krabble, benötige ich ja wohl gar kein Licht mehr.

set FritzBox tam 2 off,set FritzBox tam 1 on

Dieser Befehl schaltet den Anrufbeantworter meiner FritzBox, an diesem mein Telefon hängt. “tam 2” ist der “Ruhemodus”. Also ein Anrufbeantworter der sofort annimmt, ohne das mein Telefon klingelt. Diesen habe ich in der Nacht und in meiner Abwesenheit. Mit den ersten Befehl wird dieser deaktiviert. “tam 1 ist der reguläre Anrufbeantworter, der nach mehrmaligen klingeln annimmt. Diesen schalte ich somit an.

set Telegram message %WEATHERLONG%

Dieser Befehl sendet via Telegram das aktuelle Wetter auf mein Smartphone. Der Platzhalter %WEATHERLONG% wird vom Modul HOMEMODE gefüllt und sieht dann am Smartphone folgendermaßen aus: Es ist wolkig bei 17.88°C und 23.17% Luftfeuchtigkeit. Die gefühlte Temperatur ist 20°C bei einer Windgeschwindigkeit von 7km/h. Der Luftdruck ist bei 973.5592hPa. Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit werden hier von meinen eigenen Außen-Sensoren ausgelesen, die restlichen Werte von einem Internet-Wetterdienst.

set GoogleHome_K playFavorite 2;set GoogleHome_K volume 40

Dieser Befehl startet auf meinen Google Home in der Küche einen Radiostream. Der zweite Befehl schaltet diesen auf eine angenehme Lautstärke. Wenn ich am Tag zuvor in höherer Lautstärke Musik hörte, werde ich so am frühen Morgen nicht geschockt.

 

Ich hoffe ich konnte das hier ansatzweise Verständlich beschreiben. Die Serie wird natürlich vorgesetzt. Im nächsten Teil erfahrt ihr, was in meinen Smart Home passiert, wenn ich das Haus verlasse.

 

Fragen, Lob oder Kritik

Würde mich freuen wenn ihr in den Kommentaren Fragen, Lob oder Kritik hinterlasst.

Voicemeeter Banana

Vor kurzem habe ich mein Streamingsetup dahingehend geändert, dass ich meine CaptureCard eingespart und seitdem das Videosignal mittels NDI Tools über das Netzwerk übertrage. Im Zuge der Recherche zum Setup bin ich über das Audio Tool Voicemeeter Banana gestolpert, das mir geholfen hat, weitere physische Hardware einzusparen.

Was ist Voicemeeter Banana?

Voicemeeter ist eine virtuelle Audiogeräte Mixer Anwendung. Also wie ein Hardware Mischpult, nur in Form einer Software. Man kann verschiedene Audioquellen „routen“ (Ein- und Ausgängen zuweisen) und „mischen“ (Lautstärke angleichen, bzw. Klang verändern). Die Routingfunktionen beinhalten sowohl physische Ausgänge (z.B. Kopfhörerausgang) wie auch virtuelle Ausgänge (z.B. für VoIP Programme wie Discord oder Teamspeak).

Die Version „Banana“ bezeichnet hierbei nur die Versionnummer 2.0.x.x, die im Gegensatz zur Standardversion (1.0.x.x) mehr Ein- und Ausgänge unterstützt. Momentan in Entwicklung ist die Version 3.0.x.x („Potatoe“) mit weiteren Ein- und Ausgängen. Diese ist aber bisher nur in einer vorläufigen Beta verfügbar.

Was kann Voicemeeter?

Ich behaupte jetzt einfach, Voicemeeter vereinfacht das Audio Management unter Windows. Der Benutzer erhält einen deutlich verbesserten Zugriff auf die Audiofunktionen des Betriebssystems. Es ist dadurch möglich, verschieden Klangquellen zusammenzufassen und unterschiedlichen Wiedergabegeräten zuzuweisen oder einfach Anwendungen untereinander audiotechnisch zu verknüpfen (z.B. jede Klangquelle an eine VoIP Software zu schicken). Der Einstieg in die Software ist etwas abstrakt, vor allem für Menschen ohne Vorwissen im Audiobereich. Hat man aber die grundlegende Funktion verstanden, ist Voicemeeter sehr intuitiv und einfach zu bedienen.

Der Anwender erhält eine bessere Kontrolle über die Klangqualität in Windows. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von sogenannten DSPs (Digital Sound Processor) wie einem Compressor, NoiseGate oder parametrischem Equalizer erreicht. Mit Hilfe dieser Funktionen kann man sehr einfach die Klangqualität von Mikrofonen verbessern.

Dieses Schaubild zeigt die verschiedenen Ein- und Ausgangsmöglichkeiten von Voicemeeter Banana

Voicemeeter Banana Anschlüsse

Voicemeeter Banana Anschlüsse [Quelle: https://www.vb-audio.com/Voicemeeter/VoicemeeterBananaConnectivity.gif]

Wie benutze ich Voicemeeter?

Mein bestehendes Audiosetup bestand bisher aus einem analogen Mischpult mit USB-Schnittstelle. Daran habe ich alle vorhandenen Audioquellen (Mikrofon, zwei PCs etc.) angeschlossen und die Lautstärke und das Routing der einzelnen Geräte geregelt. Die Einbindung eines solchen analogen Geräts in ein digitales Setup ist aber immer mit Schwierigkeiten verbunden, Stichwort Netzbrummen. Außerdem benötigt man ja auch die physiche Hardware. Somit entstehen auch Kosten.

Voicemeeter ist (kostenlos) Donationware, d.h. der Nutzer kann die Software kostenlos herunterladen, ist bei dauerhafter Benutzung aber angehalten, dem Entwickler dafür Geld zu spenden. Das ist für eine Software von dieser Qualität und Leistungsfähigkeit erstaunlich. Vorhandene Hardware wie USB-Microfone oder Headsets können ohne Probleme weiter benutzt werden. In meinem Fall konnte ich mein Rode NT1A Mikrofon über ein Behringer UMC404HD Audiointerface einbinden, dass ich noch im Schrank liegen hatte. So konnte ich auch noch meinen analogen Compressor weiterbenutzen. Mit Hilfe von zusätzlicher Software wäre aber auch die Einbindung von VST-Plugins (Virtual Studio Technology – In Software nachgebildete Audiogeräte) möglich, dies habe ich bisher aber noch nicht ausprobiert. Nativ werden VSTs leider nicht unterstützt. Ich hoffe, diese Funktion wird in einem zukünftigen Update noch nachgereicht.

In der Version „Banana“ bietet mir Voicemeeter genügend Ein- und Ausgänge, um mein bisheriges analoges Setup nachzubauen, es sind sogar noch Kanäle frei. Bleibt nur die Frage offen, wie ich Audiosignale von meinem Gaming PC an meinem Streaming PC übermitteln kann, ohne auf analoge Verbindungen zu setzen. Und hier bietet Voicemeeter eine Funktion, die wirklich genial ist.

Was ist VBAN?

VBAN (Vincent Burel Audio Network) ist ein Protokoll zur Echtzeitübertragung von digitalen Audiostreams in IP-basierten Netzwerken. Sprich, man kann digitale Audiodaten über Ethernet (mit Einschränkungen auch über WLAN) an verschiedene Computer eines Netzwerks übertragen. In Echtzeit. In meinem Fall nutze ich diese Funktion folgendermaßen:

Das Audiosignal meines Mikrofons wird über VBAN von meinem Streamingrechner an meinem Gamingrechner übertragen, um dort bei Bedarf in InGame-Voicechats zur Verfügung zu stehen. Gleichzeit übertrage ich das gesamte Audiosignal des Gamingrechners an meinen Streamingrechner, wo dies als ein eigener Kanal in Voicemeeter zur Verfügung steht. Somit entfällt jegliche analoge Verbindung und somit auch Quelle für Störgeräusche.

Voicemeeter VBAN


Voicemeeter VBAN [Quelle: https://www.vb-audio.com/Voicemeeter/VoicemeeterVBANImplementation.gif]

Fazit

Voicemeeter ist (kostenlos) Donationware, aber auf keinen Fall umsonst. Selten habe ich ein Stück Software kennengelernt, dass solche essentiellen Features bietet und noch dazu nichts kostet. Ich kann jedem, der dieses Programm noch nicht kennt, nur wärmstens einen Test empfehlen. Ich hab dem Entwickler auch Geld gespendet, diese Software ist definitiv unterstützenswert und könnte gut und gerne 50,- € oder mehr kosten. Für mich hat sie viele Probleme gelöst, Geld gespart und mein Setup deutlich übersichtlicher gestaltet.

Wie schaut Euer Audiosetup aus, habt Ihr eventuelle auch schon Erfahrungen mit Voicemeeter gemacht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.