Govecs ELMOTO KICK – Der große Test (Teil 2)

Vor kurzem habe ich euch dem Govecs ELMOTO KICK in einem Unboxing-Beitrag vorgestellt. Nun folgt endlich der große Test- und Fahrbericht zum E-Scooter [Teil 2].

Hier ist der zweite Teil meines großen Test- und Fahrberichtes. Den ersten Teil findest du unter diesem Link.

Werfen wir zuerst nochmal einen Blick auf die technischen Daten

 

Fahrzeugklasse: Klasse II Moped
Höchstgeschwindigkeit: 20km/h
Motortyp: Max. 450W I Nominalleistung 350W – getriebeloser, bürstenloser Radnabenmotor
Realistische Reichweite*: bis zu 20km
Batteriesystem: Einhell Power X-Change
Batterie: 2 Lithium-Ionen-Batterien (Einhell Power X-Change): 18V/5.2Ah
Ladegerät: Off-board 21V / 3A Doppelladegerät
Ladezeit: ca. 1,5Std.
Display: Digital Tube Display (Geschwindigkeit, Batteriestatus, Reichweite)
Lichter: Front- und Rücklichter LED
Reifen: 10-Inch-Reifen (ca. 25 cm) I Reifendruck: 2,5bar
Bremsen: Hybrid-Scheibenbremsen (vorne und hinten)
Rahmen: A6061 Aluminium, mit Klappmechanismus
Gewicht: 19kg (mit zwei Batterien)
Zuladung: 120 kg
Maße: 1200 x 585 x 1220mm (L x W x H) I Radstand 910mm
IP Schutzart: IP65
Zusätzliche Features: Keyless | Farben: rot, blau, schwarz

 

Der Testbericht

 

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Boardcomputer & Fernbedienung

Govecs Elmoto Kick Test 10 Am Lenker befinden sich die zwei Bremsgriffe für die Scheibenbremsen, eine einfache, aber funktionale Glocke, der sehr gute Gashebel sowie mittig das große Display. Das Display zeigt aktiviert den aktuellen Kilometerstand mit einer Nachkommastelle sowie den Akkuladestand in vier Balken an. Während der Fahrt wird der Kilometerstand durch die aktuelle Geschwindigkeit ersetzt. Diese wird ebenfalls auf eine Nachkommastelle genau angezeigt. Der Akkustand bleibt natürlich auch während der Fahrt immer im Blick. Das Display lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen.

 

Govecs Elmoto Kick Unboxing Schlüssel

Einen Knopf oder Schalter sucht man am Govecs ELMOTO KICK vergebens. Dieser reagiert ausschließlich auf die kleine mitgelieferte Funkfernbedienung. Dort schaltet man ihn ein, aus, und aktiviert den Alarmmodus. Dieser aktiviert sich zudem automatisch, wenn der Elmoto Kick eingeschaltet fünf Minuten lang nicht bewegt wird. Falls jemand den Scooter im Alarmmodus bewegt, fangen die Lichter an zu blinken, ein schrilles akustisches Signal ertönt und die Motorsperre verhindert ein Wegfahren. Deaktiviert wird der Alarm dann ebenfalls wieder über die Fernbedienung. Eine App für das Smartphone, wie man es vor allem von den Leih-Scootern kennt, gibt es hier leider nicht.

Die kräftigen LED-Lichter vorne und hinten lassen dich auch bei Dämmerung und bei Dunkelheit sicher über die Fahrbahn rollen. Sie sind immer aktiv und lassen sich nicht abschalten. Hier sehe ich auch ein kleines Manko:  Damit der Alarmmodus aktiv ist, muss der Scooter angeschaltet sein. Das bedeutet, dass eben auch die Beleuchtung aktiv ist. Das ist zwar sicher eine Option, wenn man den Scooter mal für ein paar Minuten vor einem Geschäft stehen lässt,  wenn man jedoch längere Zeit in einem Café sitzt, ist das wohl eher suboptimal, ebenso, wenn man den Scooter über Nacht vor dem Haus stehen lassen will. Hier muss man den Scooter wohl ausschalten – dann jedoch ohne Alarmanlage. Deswegen sollte man sich zusätzlich ein Schloss besorgen, damit man den Scooter ruhigen Gewissens stehen lassen kann.

 

Der Motor

Der Scooter hat einen Motor mit einer Dauerleistung von 350 Watt. Die maximale Motorleistung beträgt laut Hersteller 450 Watt. Damit soll er Steigungen von bis zu zehn Grad, also über 17%, bezwingen können. Auch wenn der Scooter bei starken Steigungen deutlich langsamer wird, hat er mich mit meinen knapp 90kg langsam, aber wacker jeden Berg hochgezogen. Mehr als 120kg solltest du jedoch nicht wiegen. Das ist die maximale Zuladung, welche der Hersteller angibt.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit beträgt maximal 20km/h. Schneller dürfen Scooter in Deutschland nicht fahren. Ein Sprint von 0 auf 20 km/h ist bei ausreichend vollem Akku in circa 8 Sekunden möglich. Das Ausrollen dauert dafür mehr als doppelt so lange.

 

Die Akkus

Und jetzt kommen wir zum wahrscheinlich markantesten Merkmal des Govecs ELMOTO KICK.

Besonders macht den E-Scooter nicht nur die außerordentlich gute Verarbeitung, sondern vor allem die eingesetzte Akkutechnologie. Der E-Scooter wird von zwei Einhell Power X-Change Akkus mit Strom versorgt. Die beiden wechselbaren Lithium-Ionen-Akkupacks mit jeweils 18V und 5.2Ah liegen unter der Trittfläche. Mehr als 170 Geräte von Einhell funktionieren mit dieser Akku-Technologie. Hierzu zählen Geräte wie Bohrmaschinen, Staubsauger, Heckenscheren und vieles mehr. Das Akkufach lässt sich mit einem separaten Schlüssel verschließen. Du musst also keine Angst haben, dass dir die Akkus gestohlen werden. Der Govecs ELMOTO KICK wird grundsätzlich ohne dieses Akkupack verkauft, daes ja unter Umständen sein kann, dass du zu Hause schon alles hast, um mit dem E-Scooter losfahren zu können. Selbstverständlich bietet Govecs das Akkupack samt Ladegerät auch in einem Shop zum Kauf an.

Die maximal mögliche Reichweite gibt Govecs mit 20 Kilometern an. Ein Wert, der auf dem Papier zwar schön aussieht, aber selten zu erreichen ist. In meinem Test habe ich aber mindestens 15km erreicht. Sehr viel mehr jedoch nicht.

 

Der Preis

Kommen wir zum Schluss zu einem der wichtigsten Punkte:  Der Preis des Govecs Elmoto Kick.  Im hauseigenen Shop von Govecs kostet dieser aktuell 770 Euro. Hier stehen dann drei Farben zur Auswahl: Rot, Schwarz sowie  Hellblau. Bei diesem Preis ist jedoch noch kein Akkupack dabei. Die beiden Einhell-Akkus samt Ladegerät kosten nochmal 187 Euro extra. Zusammen ist man also bei einem Gesamtpreis von 957 Euro. Was schon eine ganze Menge ist, wenn man bedenkt,  dass man durchaus bereits für rund 500 Euro einen ordentlichen E-Scooter bekommt.

 

Fazit

Der Elmoto Kick ist ein sehr guter E-Scooter. Bezüglich seiner Verarbeitung macht ihm keiner etwas vor. Auch der Motor ist stark genug, die Reifen sehr gut und die Bremsen sogar hervorragend. Toll finde ich  die Alarmanlage. Auch wenn diese ihre Schwächen hat, wie oben beschrieben.

Die Idee, Einhell-Akkus für den Betrieb zu nutzen, ist ebenfalls genial. Die Reichweite ist mit den etwa 15km etwas knapp bemessen. Aber wer mehr will, kauft sich einfach einen zusätzlichen Satz Ersatzakkus und verdoppelt so die Reichweite.

Über den Preis lässt sich sicher streiten, aber Govecs ist eben keine einfache Billigmarke. Wenn man die ausgezeichnete Verarbeitung berücksichtigt und vor allem die Vorteile des Akkus-Systems ausnutzt, ist der Govecs ELMOTO KICK sicher keine falsche Wahl.

2 Kommentare
  1. Michael Kinseher sagte:

    Klingt mega gut. Find die Option mit den Einhell Akkus einfach nur krass. Machts irgendwie noch etwas flexibler was die Akkukapazität angeht. Cooler Artikel ;)

    Antworten

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