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Videoproduktion in Eigenregie – Schneller, bessere Videos selber machen

Hast du schon Mal ein Video gemacht? Wie lang hat das gedauert? Die meisten investieren entweder sehr viel Zeit oder Geld in eine Videoproduktion. Planung, Setting, Dreh, Videoschnitt, Nachbearbeitung und Promotion. Alles Dinge, die langwierig sind und auch viel Geld kosten können.
Und hier kommt Armin Bichler von Stadtshow Videoproduktion München ins Spiel.

Wer schreibt hier? 

Armin Bichler ist seit 15 Jahren Videoproduzent in München und Umgebung. Er berichtet hier exklusiv aus seiner Erfahrung mit mehr als 1000 Videos für TV und Internet. Seine Videos für eigene Projekte und Kunden haben insgesamt als 1 Million Views auf Youtube. 
Seit der Geburt seiner Tochter im Jahr 2016 kümmert sich in erster Linie um seine eigenen Projekte wie Mikrofon-tests.de und bringt anderen Unternehmen und Selbständigen seine Video-SEO-Strategie in Workshops bei. 
Zu seinen Kunden zählen große Unternehmen wie Eurosport aber auch viele Selbständige und regionale Dienstleister, wie ein Münchner KFZ-Sachverständiger.

Videoproduktion Kamera

Videoproduktion – eine Frage des Preises und der Leistung

Es gibt drei Arten von Videos: gute, schlechte und teure.

  • Gute Videos müssen nicht teuer sein.
  • Schlechte Videos können auch teuer sein – siehe so ziemlich jeder Unternehmensfilm eines beliebigen kleinen oder mittelständischen Unternehmens.
  • Und teure Videos müssen nicht erfolgreich sein.

Vor allem sinkt die Chance, dass teure Videos sich refinanzieren. Vor allem, wenn keine ausgeklügelte Werbekampagne dahinter steht und gleichzeitig ein mindestens genauso großer Betrag in Facebook-Werbung fließt, sollte man sich eine Videoproduktion eines Imagefilmes genau überlegen.

Worum geht’s bei einer Videoproduktion?

Was zeichnet gute Videos aus?

Sie liefern Mehrwert für den Zuschauer. Dieser Mehrwert hat aber selten etwas mit Image zu tun. Es sei denn der Imagefilm – oder noch schlimmer: der Unternehmensfilm – wird so kreativ und unterhaltsam inszeniert, dass der Zuschauer ihn sich freiwillig anschaut. Aber in der Regel schauen die wenigsten freiwillig Werbung. Und schon gar nicht, wenn sie langweilig ist.

Ich denke dabei immer an den klassischen Aufbau eines Unternehmensfilm und bekomme vor allem ein Video, das ich vor kurzem gesehen habe, nicht mehr aus den Kopf. Ein Putzunternehmen hat einen Imagefilm für 10.000€ produzieren lassen um ihr Image aufzupolieren 😃 Drohnenaufnahmen, Kamerafahrten, epische Musik, Zeitlupen…. Beim saugen und wischen.

Wahrscheinlich war es einfach Ironie, die ich nicht verstehe. Immerhin ist es mir im Kopf geblieben. Wenn auch als schlechtes Beispiel.

Dass das Video kaum Views auf YouTube bekommt und sich wohl niemand (außer mir) dieses Video in voller Länge reinzieht, macht deutlich, dass dieses mittelständische Unternehmen mit einer anderen Video-Marketing-Strategie wesentlich besser gefahren wäre als mit einem einzigen, nutzlosen Imagefilm, den sich keiner anschaut.

Um Kunden zu gewinnen – sei es im B2B als auch im B2C Bereich – braucht man in erster Linie ein gutes Angebot mit einem starken Nutzen für den Kunden, eine klare Kommunikation und eine emotionale Story mit dem Fokus auf die Besonderheiten.

Als ich angefangen habe, habe ich auch einfach die Begebenheiten vor Ort eingegangen. Als Videoproduzent hatte ich null Ahnung von Marketing. Geschweige denn von Verkauf. Dabei geht’s in jedem Video darum etwas zu verkaufen. Und sei es nur das Abo des YouTube Kanal oder die Eintragung in eine Email-Liste. Keiner macht ein Video, weil er gerne Videos macht. Jeder will damit Geld verdienen. Ob mit Kunst, Unterhaltung oder Infos. Am Ende des Tages ist das Ziel Geld zu verdienen. Und dazu eignet sich auch kein Medium besser als ein Video.

Videos nehmen den Großteil der Kaltakquise ab. Wärmen kalte Kunden auf. Jemand, der dein Video gesehen hat, wird zu einem höheren Prozentsatz etwas bei dir kaufen als jemand, der nur deinen Text gelesen oder ein Bild gesehen hat. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die große Ära der Videoproduktionen ist vorbei.

Mit dem technischen Fortschritt endet die Ära der Videoproduktion. Jeder hat sich mittlerweile eine hochwertige Videokamera in der Hosentasche. Im Smartphone! Die Qualität des Handys, auf dem ich gerade diesen Artikel schreibe, ist besser als die beste 1000€-Kamera von vor 5 Jahren. Full-HD war damals schon Standard und ist es noch eine ganze Weile. Denn mindestens 60% aller Videos werden auf Smartphones mit wesentlich geringerer Auflösung konsumiert.

Videoproduktion Smartphone

Du kannst also immer und überall ein Video machen. Also theoretisch. Praktisch wird es in den meisten Fällen schlecht werden. Jeder kennt ja die Qualität von Whatsapp-Videos oder Instagram-Storys. Da wundert man sich schon! Jeder hat in seinem Leben tausende Stunden TV konsumiert und scheitert trotzdem an der Umsetzung einfacher Nachahmung des Gesehenen

Bildgestaltung, Kamerapositionen, Perspektive, Lichtverhältnisse, Schnitte, Effekte und vieles mehr sollte man eigentlich intuitiv drauf haben, wenn man Mal ein paar Filme gesehen hat. Aber das wäre auch zu einfach. Wenn man nicht bewusst darauf achtet, wie die Kamera sich bewegt und was sie aufnimmt, dann ist man nur in die Handlung gesogen.

Inhalte statt Pomp

Fernsehen ist nicht unbedingt mehr das beste Vorbild und auch nicht der Maßstab, wenn es um wirkungsvolle Videos geht. Hierfür muss man auf YouTube gehen. Was machen die erfolgreichsten Youtuber mit Reichweiten von richtig großen Fernsehsendern? Sie kommunizieren. Sie interagieren. Sie spielen. Sie sind emotional. Sie sind quasi wie du und ich. Es geht also bei Videos nicht um Qualität. Null. Es geht um banalere Dinge wie Ideen, Sympathie und Unterhaltung. Eine teure Badehose lässt dich nicht schneller schwimmen. So ist es auch mit Videos. Deswegen sind teure Videos oft Geldverschwendung. Zumindest, wenn das teure Video nicht als Fernsehwerbung läuft und man ein großes Unternehmen ist, das sich einfach die beste Qualität leisten kann.

Die Geschichte von Stadtshow: Von der Videoproduktion zur Video-SEO-Strategie

Das ist auch mein Ansatz. Ich hatte schon fast zehn Jahre TV-Beiträge und Imagefilme gedreht, als ich 2014 begonnen habe mich für Online-Marketing zu interessieren. Ich wollte auch Geld im Internet verdienen.  Neben meinem Beruf als Videoproduzent für andere Unternehmen habe ich angefangen Webseiten aufzubauen und für Suchmaschinen zu optimieren.

Das umfasst folgende Schritte:

  1. lukratives Nischenthema finden
  2. interessante Keywords suchen
  3. Artikel dazu schreiben 
  4. natürlich last but not least Videos produzieren

Ich spreche immer von “Projekten” statt von Webseiten, weil dazu auch alle möglichen sozialen Netzwerke gehören und vor allem Youtube.  Als 2016 meine Tochter auf die Welt gekommen ist, habe ich mich komplett auf meine eigenen Projekte konzentriert. Ich habe nur noch wenige Aufträge für Videoproduktionen angenommen, auf die ich richtig Lust hatte. Ein Baustein meiner Projekte waren aber natürlich Videos. Dafür wollte ich allerdings nicht mehr Zeit als nötig, und schon gar kein Geld, investieren.  Obwohl ich das Wissen und Können für professionelle Videos hätte, suchte ich nach einfachen Möglichkeiten schnell Videos zu machen. Ich konnte den Return on Invest nicht abschätzen, weshalb ich lieber schnell Videos machte als viel Zeit zu verschwenden.  Wir sprechen hier von 10 – 15 Minuten für ein fertiges Video von 1 – 3 Minuten. Mal mehr oder weniger aufwändig. Ich habe mich also selbst mit meinem Smartphone oder einer Webcam gefilmt und einfach die wichtigsten Fragen in meinem Spezialgebiet beantwortet.  Das im Video Gesagte habe ich dann als Artikel für die Webseite niedergeschrieben, erweitert und nach SEO-Kriterien optimiert. Manchmal habe ich auch einfach eine Power Point Präsentation zusammengestellt und meinen Bildschirm abgefilmt.  Ich habe auch einige Tools lieben gelernt, mit denen man schnell gute Videos aus Stock-Footage (professionellen Fotos und Videos) machen kann. Hierbei verwendet ich seit Jahren Animoto und Content Samurai. Damit kann auch ein Anfänger innerhalb kürzester Zeit Videos machen. 

Eine gute Idee schlägt jedes Budget.

Egal, welches Qualitätsniveau du und ich haben. Es kommt in erster Linie drauf an, was bei den Zuschauern funktioniert. Ich bin da selbst vom Perfektionisten zum Pragmatiker geworden. Was mich nachhaltig geprägt hat, waren sehr viel Views für – in meinen Augen – echt schlechte Videos. Aber: Die Videos erfüllten einen Sinn. Sie gaben den Zuschauern eine nützliche Information. Und diese Erkenntnis wird bestätigt, wenn man sich auf Youtube umschaut. Da gibt es viele erfolgreiche Videos oder Youtuber, die mit nichts außer sich selbst zurecht kommen.Wenn es nicht auf irgendeine Weise gut wäre, wären die Leute nicht dahin gekommen.

Oder haben die Bibis und Gronkhs ein teures Kamerateam, eine aufwändige Postproduktion, Conceptioner, Redakteure, Stylisten und sonstige Wichtel, die an einem Filmset herumhampeln? Zumindest früher nicht. Mit dem Erfolg steigt der Anspruch. Es wird professioneller, teurer aber nicht unbedingt besser. Natürlich hat nicht jeder das Zeug zum Youtube-Star. Aber jeder kennt sich auf einem Gebiet besser aus als viele andere. Vor allem, wenn man ein eigenes Unternehmen hat, ist es naheliegend, dass man sich in Videos zeigen will.  Das kostet aber viel Zeit, wenn man es selbst macht oder viel Geld, wenn man jemanden damit beauftragt. 

Der Mittelweg ist einen effizienten Video-Workflow zu etablieren und zu lernen, wie man selbst Videos produzieren kann. Hierfür biete ich Video-SEO-Workshops an, in denen jeder lernen kann, wie du schneller bessere Videos machen kannst. Darüber hinaus bringe ich den Teilnehmern auch viele Themen rund ums Thema Online-Marketing bei. 

Falls du nicht auf den nächsten Workshop warten willst, habe ich hier eine kurze, praktische Anleitung, wie du dir ein nettes Taschengeld verdienen kannst.

Wenn ich nochmal bei 0 anfangen müsste…

… würde ich anfangen alle möglichen Themen und Keywords zu meinem Spezialgebiet oder Hobby zu sammeln.  Dann würde ich anfangen dazu jeden Tag ein Video zu einem speziellen Thema machen.  Außerdem würde ich mir für 10 Euro im Jahr eine Internet-Adresse sichern und darauf ein einfache Webseite mit WordPress aufsetzen.  Dort würde ich die Inhalte des Videos in Beiträgen niederschreiben.  Natürlich kommen nicht einfach so Besucher auf eine Webseite. Deswegen würde ich auf anderen Webseiten und Kanälen auf mich aufmerksam machen. Das geht am einfachsten, in dem ich meine Artikel und Videos regelmäßig in allen sozialen Netzwerken teile. Wenn ich schon dabei wäre, würde ich bei thematisch passenden Webseiten, Gruppen oder Youtube-Videos sinnvolle Kommentare hinterlassen. Das kostet mich dann nach einer gewissen Einarbeitungsphase jeden Tag eine Stunde, in der ich sonst vielleicht sinnlose Dinge gemacht hätte wie Fernseh schauen oder schlafen. Nach 365 Tagen hätte meine Webseite 365 Artikel und Videos. Außerdem hätte ich viel über das Thema selbst und Online-Marketing gelernt. Ich hätte Kontakte zu anderen Webseiten und Influencern geknüpft, die mich vielleicht erwähnen oder mit denen ich einen Crossover-Post / Videodreh gemacht hätte. Dann hätte meine Webseite bestimmt schon einige Besucher und ich könnte passende Produkte bewerben. Entweder ich kontaktiere Hersteller oder Dienstleister in meinem Gebiet direkt oder ich mache es über sogenannte Affiliate-Programme wie Digistore24 oder Amazon Partnerprogramm. In der Tat habe ich gerade wieder zwei neue Projekte auf diese Weise gestartet. 

Das wichtigste, was ich in den letzten Jahren gelernt habe: 

  • Mach etwas anstatt etwas perfekt zu planen.
  • Hab keine Angst, dass dich alle scheiße finden. Freu dich über die 2,3 Leute, die dich gut finden.
  • Bleib am Ball. Konstanz zahlt sich irgendwann aus.
  • Mach es nicht fürs Geld. Mach es, weil du es kannst.

 

Du bist Selbständig, Unternehmer oder willst dein Unternehmen mit Video-Marketing und SEO nach vorne bringen?
Dann lass uns darüber reden, wie wir das am besten umsetzen können!

Eine Einschlafhilfe: Das Lichtmetronom Snuutje SNU 1900

In Deutschland leiden laut Untersuchungen durchschnittlich rund 15% der Erwachsenen an Schlafstörungen. Kann dieses kleines Gadget hier helfen?

 

Diesen Testbericht habe ich ausschließlich meiner Mutter zu verdanken. Diese leidet häufig unter Schlafstörungen. Daher war sie auch gleich sehr interessiert, als sie in einer Zeitschrift etwas über die Snuutje SNU 1900 Einschlafhilfe gelesen hat. Daher habe ich einfach mal beim Hersteller nachgefragt, ob sie mir ein Testgerät zu Verfügung stellen würden. Dieser hat erfreulicherweise auch gleich zugestimmt.

Hinweis

Der Hersteller hat für diesen Test keinerlei Forderungen an Inhalt oder Umfang gestellt.
Dieser Bericht ist so wie jeder Test auf bavarian-geek.de 100% ehrlich und authentisch.

 

Was der Hersteller verspricht

Ganz schön ausgeschlafen – die Einschlafhilfe mit Lichtmemtronom für Kinder, Erwachsene & Babys mit pulsierender Lichtprojektion an die Zimmerdecke, begleitet von sanften Naturklängen oder Umgebungsgeräuschen.

Das kennen große und kleine Schlafmützen – trotz Müdigkeit von einem langen Tag einfach nicht in den Schlaf finden können. Unsere Einschlafhilfe bringt Kopf und Körper in Balance und hilft mit ihrem Licht- und Soundsystem auf natürliche Weise beim Einschlafen.

Die Atmung folgt dem langsamer werdenden Licht – so beruhigt sich die Atemfrequenz, Herzschlag und Stoffwechsel verlangsamen sich, kreisende Gedanken richten sich auf den Lichtpunkt und lösen sich wie von selbst auf.

Sechs Natur- und Umgebungsklänge unterstützen die entspannende Wirkung der Einschlafhilfe akustisch. Sanfte Umgebungsgeräusche wie in Muttis Bauch lassen Babys leichter einschlafen.

Hier auch noch ein kurzes Youtube Video des Herstellers

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Ausgepackt

Die Snuutje SNU 1900 Einschlafhilfe kommt in einem kleinen, bunt bedruckten und stabilen Karton daher. Bis auf einen kleinen Beutel indem das Gerät selbst geschützt ist, wurde auf Kunststoff verzichtet. Was schon mal sehr erfreulich ist. Neben der Bedienungsanleitung liegt lediglich noch ein USB-Kabel bei. Ein Netzteil fehlt hier leider. In den meisten Fällen wäre das aber wohl auch nur unnötig. Da man das USB-Kabel ja an den meisten Ladegeräten von Smartphone, Tablet oder anderen Geräten nutzen kann. Notfalls lässt sich das Gerät ja dann auch am PC oder gar am Laptop laden. Das hier mit dem Micro-USB noch auf den doch schon etwas veralteten Standard gesetzt wurde, mag man hier wohl noch verzeihen.

 

Funktionen

  • Pulsierende Lichtprojektion mit abnehmendem Rhythmus
  • 4 Naturklänge und 2 Umgebungsgeräusche (White Noise)
  • Lautstärkeregelung
  • Timer für Licht- und Sound (10 Min. / 30 Min. / 60 Min.) mit automatischer Abschaltung
  • Einzelbetrieb von Licht und Sound oder in Kombination
  • Mobil dank Akku – Ladefunktion über USB-Anschluss

 

Verarbeitung und Bedienung

Das weiß-grau Gehäuse ist aus stabilen ABS-Kunststoff gefertigt. Es macht somit einen ganz ordentlichen Eindruck. Das Gerät hat einen Durchmesser von 9,5 cm und eine Höhe von 5,6 cm. Somit lässt es sich auch problemlos auf Reisen mitnehmen. Das kleine Gerät passt locker in den Rucksack oder auch in eine kleine Reisetasche. Es hat auch lediglich ein Gewicht von knapp über 200 Gramm. Dank des eingebauten Akkus ist es auch unabhängig von einer Steckdose.

Bedient wird der SNU 1900 über Sensor-Touch an der Vorder- und Oberseite des Gerätes. Es hat somit keine mechanischen Tasten oder Schalter. Was die Bedingung grundsätzlich sehr angenehm machen könnte. Jedoch in der Dunkelheit ist es hier nicht ganz so einfach. Die Tasten an der Vorderseite haben eine spürbare Senkung. Die Tasten an der Oberseite sind jedoch ohne jeglichen fühlbaren Druckpunkt. Dadurch ist die Bedienung daher etwas erschwert. Da man das Gerät ja primär Nacht beziehungsweise in der Dunkelheit verwendet ist das ein kleiner Kritikpunkt.

 

Und wie funktioniert die Sache jetzt?

Das ist eigentlich ganz einfach. Das Gerät projiziert einen pulsierenden Lichtpunkt an die Zimmerdecke. Man atmen ein, wenn sich das Licht ausdehnt und atmen aus, wenn sich das Licht zusammenzieht. Das Ausatmen dauert etwas länger als das Einatmen. Indem man die Atmung an das pulsierende Licht anpassen, verlangsamt sich die Atmung Schritt für Schritt. Die sehr langsame Atmungsrate im Rhythmus verlangsamt sanft den Herzschlag, sowie Stoffwechsel und sorgt dafür, dass sich der Körper komplett entspannt. Dies unterstützt das Gefühl von Müdigkeit, was wiederum förderlich zum Einschlafen ist. Am Ende der Übung, also nach 10, 20, oder 30 Minuten schaltet sich das Gerät dann automatisch ab. Nun sollte man in dem idealen Zustand befinden, um ganz natürlich und entspannt einzuschlafen.

Zusätzlich hat das Konzentrieren auf den Lichtimpuls an der Decke einen leicht hypnotischen Effekt. Das sanfte, blaues Licht ermöglicht es den Körper, zu entspannen, ohne die Melatoninproduktion dabei zu hemmen.

Um den beruhigenden Effekt der Schlafhilfe zu unterstützen, bietet der SNU 1900 sechs Geräusche zum Einschlafen. Man kann zwischen Naturklängen oder Umgebungsgeräuschen wählen. Mit dabei ist auch Weißes Rauschen, dass vor allem geräuschempfindlichen Menschen beim Ein- und Durchschlafen helfen soll. Diese Geräusche dienen außerdem dazu, andere Umgebungsgeräusche wie Verkehrslärm oder ähnliches zu Überdecken oder vor allem um von diesen abzulenken.

 

Und..? Hilft das jetzt wirklich?

Hier fällt es wohl schwer ein aussagekräftiges Fazit zu fällen. Da es hier doch eine sehr individuelle Situation darstellt. Man muss natürlich auch bedenken: Die Einschlafhilfe ist kein Medizinprodukt. Es stellt lediglich eine Hilfestellung dar. Hier kann also leider gar nichts garantiert werden.

Das Lichtmetronom SNU 1900 tut grundsätzlich, was es soll. Wenn man sich an den vorgegebenen Atemrhythmus hält, wird man deutlich entspannter und ruhiger. Es gehört allerdings schon eine gewisse Disziplin dazu, sich korrekt daranzuhalten. Vor allem am Anfang ist das gar nicht so leicht. Nach einigen Übungen hat man sich jedoch daran gewöhnt.

Die Geräusche klingen leider etwas „blechern“. Hier hätte man auf einen etwas besseren Lautsprecher setzen können. Da man jedoch in der Regel eine sehr geringe Lautstärke nutzt, stört dies nicht all zu sehr.

Aber in unseren mehrwöchigen Test kamen wir zu folgenden Ergebnis:

Das Gerät ist ohne Frage eine Unterstützung und einen Versuch Wert. In unseren persönlichen Fall, hat es aber leider nicht zu einem sicheren und schnellen einschlafen geführt.

 

Ihr bekommt das Gerät für aktuell 44,95 € auf der Website des Herstellers oder bei Amazon

Das HAVIT I95 Bluetooth Headset im Geek Test

Ich hatte ja schon ein paar Bluetooh Headsets im Geek Test. Mit den HAVIT I95 aber jetzt die ersten True Wireless Bluetooth Modelle. Aber auch dieses muss sich jetzt bewähren.

Zur Vorweihnachtszeit ist ja jeder im Stress und hat kaum Zeit. Daher das Fazit mal am Anfang: Für den Preis kann man die Dinger ruhig kaufen.
Wer es genau wissen möchte, muss sich dann doch die Zeit nehmen und den Beitrag lesen ;) 

Die HAVIT I95 ausgepackt

Der Lieferumfang:

  • Kopfhörer
  • Ladeschale
  • Polster S/M/L
  • Anleitung
  • Micro-USB Kabel

Fangen wir erst einmal mit der Verpackung an. Der Karton ist ja ganz hübsch und bunt bedruckt. Dieser macht so weit einen ganz ordentlichen Eindruck. Wenn man diesen seitlich aufschiebt, stößt man jedoch schon auf einen kleinen Kritikpunkt. Der dünne und knarzende Plastik-Blister wirkt schon verdammt billig und zieht den ersten guten Eindruck gleich wieder nach unten. Diesen könnte man wirklich etwas wertiger Verarbeiten. Alternativ man hätte zum Beispiel, allein schon aus Umweltschutz Gründen Pappe verwenden können. Aber diese Kleinigkeit will ich mal nicht all zu hoch Werten.

Neben dem Paar Kopfhörer ist natürlich noch die Ladeschale dabei. Ohrpolster in den Größen S/M/L ebenfalls. Dazu noch eine Anleitung in… Naja wie man es von so manchen fernöstlichen Produkten kennt. In „nix gut übersetzte Deutsche“ Aber man versteht weitgehend was gemeint ist. Und zu guter Letzt ein Micro-USB Ladekabel. Ja, tatsächlich noch der gute alte Micro-USB. Auf USB-C wurde hier wohl aus Kostengründen verzichtet. Aber sogar auf dieses könnte man ja inzwischen wohl schon fast verzichten. Bei den meisten horten sich wahrscheinlich eh schon die Ladakabel in der Schublade.

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Und nun die Hardware selbst

Zu Beginn mal ganz nüchtern die technischen Daten

  • Bluetooth-Version: 5.0
  • Kabelloser Arbeitsbereich: 10m (ohne Hindernisse)
  • Abmessungen der Ohrhörer:22*15.5*13.8mm
  • Ladeschale: 68.5*32.4*44.1mm
  • Nettogewicht: 4g*2 (Ohrhörer) / 39g (Ladeschale)
  • Eingangsspannung/-strom: 5V/1A
  • Unterstützte Profile: A2DP/AVRCP/HFP/HFP/HSPSP
  • Lautsprecherfrequenz: 20-20Khz
  • Ohrhörer-Akku: 30mAh*2 (voll geladen in 2 H)
  • Ladehülle Akku: 500mAh (voll geladen in 3H)
  • Spielzeit: 3h
  • Gesprächszeit: 3h
  • Standby: 72h

Aufladen & Pairing

Die Ladeschale hat einen 500mAh Akku verbaut. Die Ohrhörer jeweils einen 30mAh Akku. Dies erscheint auf den ersten Blick etwas wenig. Vergleichbare Geräte anderer Hersteller haben im Schnitt eine Kapazität von rund 50-60 mAh. Die Ohrhörer haben aber in meinem Praxistest bei etwa 80% Lautstärke rund 3 – 3,5h gehalten. Für die Kapazität also durchaus ein brauchbarer Wert. Die Ladezeit der Ohrhörer in der Ladeschale liegt bei etwas über einer Stunde. Während des Ladevorgangs der Ohrhörer leuchten die LED orange.  Die Schale hat auf der Rückseite neben dem Ladeport eine LED, welche während des Ladevorgangs orange leuchtet. Geht die LED aus, so ist der Akku der voll geladen.

Nehmen wir die Ohrhörer das erste Mal aus der Ladeschale, blinkt die Status-LED am rechten Ohrhörer weiß und orange. Das bedeutet, dass der Pairingmodus aktiv ist. In den Bluetootheinstellungen am Smartphone kann man dann die Ohrhörer schnell und einfach verbinden.

Verarbeitung

Die Ohrhörer bestehen aus Kunststoff. Auf der Außenseite ist eine Klavierlackoptik. Diese wirkt schon mal sehr Edel. Die Verarbeitungsqualität ist für die Preisklasse völlig in Ordnung. Laut Hersteller besitzen sie eine IPX5 Zertifizierung. Das bedeutet sie sind gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt sind.

Ein Ohrhörer wiegt nur 4 Gramm was einen hohen Tragekomfort ermöglicht. Bei mir sitzen die Ohrhörer sehr Gut im Ohr. Für den Sport sehe ich sie jedoch als ungeeignet an. Zu große Erschütterungen haben sie bei mir auf jeden Fall nicht Stand gehalten. Da die Ohrhörer ja sehr klein sind, will ich es lieber nicht riskieren, dass ich sie Beispielsweise beim Laufen in der Natur verliere.

Die Ladeschale ist ebenfalls sehr schick. Wirklich kompakt ist sie leider nicht. Mit Abmessungen von 6,5 cm x 4,5 cm x 3,5 cm ist sie größer als bei anderen Modellen. Das Gewicht inklusive Ohrhörer liegt bei rund 46 Gramm. Der Decken schließt dank eines Magneten sicher. So kann sich dieser in der Tasche nicht selbstständig öffnen. Auch die beiden Ohrhörer werden mit einem Magneten sicher in der Ladeschale gehalten.

Bedienung

Haviti95 Touch Einfach mit dem Finger auf der Touch-Fläche des linken oder rechten Ohrhörer rund zwei Sekunden drücken und schon springt man einen Song vor oder zurück. Ein doppeltes Tippen pausiert die Musikwiedergabe oder startet diese wieder.  Mit einem dreifachem Tippen, kann man dann die Sprachassistenten wie den Google Assistant oder Siri aktivieren. Die Lautstärke muss am Smartphone geregelt werden.

 

Klang

Läuft gerade keine Musik, Hörbuch oder Podcast hört man ein leichtes Grundrauschen. Bei der Wiedergabe nimmt man dies aber nicht mehr wahr. Gegenüber der Umgebung schirmen die Kopfhörer relativ gut ab. Was in Bus und Bahn wünschenswert ist, kann beim Sport, vor allem im Straßenverkehr natürlich ein Nachteil sein. Ansonsten bewegt sich der Klang auf einem guten Mittelmaß. Man vermisst einwegig den Bass. Ansonsten ist der Klang ausgewogen. Gegebenenfalls kann man ja mit einem Equalizer etwas nachhelfen.

 

 

Die HAVIT I95 bekommt ihr aktuell für gerade mal 19,99€ statt 29,99€ bei Amazon 

 

 

Kopfhörertest Ultrasone Performance 820

Auf die Firma Ultrasone wurde ich aufmerksam durch den Podcast „Bits und so“. Kopfhörerenthusiast Bastian @schlingel Woelfle hat in den sog. „Picks“ zwei verschiedene Produkte der Firma vorgestellt und war sehr begeistert. Ich habe also die Firma angeschrieben und um Übersendung eines Testmusters gebeten.

Wie schon in meinem letzten Test erwähnt, bin ich seit Jahren großer Fan meines Beyerdynamic DT 770 Pro. Bisher konnte mich kein anderer Kopfhörer mit besserem Klang überzeugen. Und um das Endergebnis gleich vorwegzunehmen: Der Performance 820 hat es geschafft. Aber eins nach dem anderen.

Hintergrundinformationen

Die deutsche Ultrasone AG mit Sitz am Starnberger See wurde 1991 gegründet und hat sich seitdem einen Ruf bei audiophilen Hörern auf der ganzen Welt gemacht. Ultrasonekopfhörer sind im Pro-Audio-Bereich bei DJs und in renommierten Tonstudios genauso zu finden wie bei HiFi-Liebhabern in über 50 Ländern.

Der Performance 820 ist seit August 2015 auf dem Markt und wird im Portfolio von Ultrasone als Allround-Kopfhörer für ambitionierte Einsteiger positioniert. Es handelt sich um einen Kopfhörer mit geschlossener Bauart, der sowohl Geräuschen nach als auch von außen sehr gut abdämpft. Ich bin Fan dieser Bauart, mit halboffenen bzw. offenen Kopfhörern kam ich in der Vergangenheit nie sonderlich gut zurecht.

Optik

Nimmt man den Kopfhörer aus der Schachtel, fällt als Erstes die schicke Optik auf. Eine diagonal angeordnete Kombination von mattschwarzem und glänzendem Kunststoff sorgt für ein markantes Äußeres. Der Kopfhörer ist in drei Farbvarianten (rot, weiß und schwarz) erhältlich, die glänzenden Kunststoffteile sind dementsprechend gefärbt. Die Ohrmuscheln und der Kopfbügel sind mit einem weichen Protein-Leder bezogen und runden das Design ab.

Performance 820 Farbvarianten

Die drei Farbvarianten des P820

Hardware

Der Kopfhörer wiegt angenehme 244 Gramm. Für die Ohrpolster und Kopfbügel kommt ein hochwertiger, mit Protein-Leder bespannter Schaumstoff zum Einsatz. Der Hersteller verbaut hier 40-Millimeter-Schallwandler in dezentraler Bauweise, dazu später noch mehr. Diese erreichen laut Ultrasone einen Schalldruck von bis zu 99dB, was für mehr als genügend Dynamikreserven sorgt. An den Schallwandlern liegt eine Impedanz von 32 Ohm an, was genug Leistung auch für den Betrieb an mobilen Geräten sicherstellt. Geliefert wird der Kopfhörer mit einem Microfaser-Transportbeutel sowie einem 1,2 m langen Kabel mit integriertem Mikrofon und Funktionstasten.

Performance 820 Microfaserbeutel

Der mitgelieferte Microfaserbeutel

Hier muss ich einen meiner wenigen Kritikpunkte anbringen. Das Kabel entspricht nicht der ansonsten gebotenen Qualität und ist meiner Meinung nach deutlich zu kurz. Der Hersteller setzt leider auf Kopfhörerseite auf den eher unüblichen 2,5mm Klinkenanschluss. So lässt sich das Kabel nicht einfach durch ein anderes, längeres Standardkabel ersetzten, bei Amazon gibt es aber Alternativen. Bei einem Kopfhörer dieser Preisklasse hätte ich mir ein deutlich hochwertigeres und längeres Kabel gewünscht, zudem fehlt der Adapter auf 6,3mm Klinke.

Ultrasone S-Logic® Plus

Wie oben bereits erwähnt, werden die Schallwandler in dezentraler Bauweise in den Ohrmuscheln angeordnet. Die soll für ein deutlich räumlicheres und natürlicheres Klangerlebnis als bei herkömmlichen Kopfhörern sorgen. Durch dieses Konzept soll der typische „Kopfhörerklang“ vermieden werden, das Hörerlebnis soll eher dem perfekt aufgestellter Lautsprecher im Stereodreieck in einem Raum entsprechen. Zudem kann durch S-Logic® Plus der Schalldruck um bis zu 40 % (3-4 dB) bei vergleichbarem Klangerlebnis reduziert werden, was das Gehör nachhaltig schont.

Tatsächlich bietet der Kopfhörer ein sehr gutes räumliches Schallbild. Wenn dies im Mix der Quelle angelegt ist, lassen sich z.B. Instrumente oder Soundeffekte gut im Raum verorten. Dies ist auch bei Computerspielen wichtig, um Gegner richtig lokalisieren zu können. Schließt man beim Hören die Augen, kann man bei entsprechender Aufnahme die Band fast vor sich auf deiner Bühne sehen.

Klang

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, bin ich vom Klang des P820 mehr als begeistert. Ich habe ihn im Testzeitraum ca. 60 Stunden getragen und für unterschiedliche Anwendungszwecke, wie es sich für einen Allrounder gehört, genutzt.

Musik

Neue Kopfhörer werden immer zuerst mit meiner „Soundcheck“ Playlist und verschiedenen Musikstilen getestet. Die Liste enthält basslastige Titel, aber auch Filmmusik, Stücke mit Fokus auf Gesang und Stimme sowie gitarrenlastige Musik.

Beim erster Klangeindruck überraschten mich die mehr als präsente Höhen des P820 und sein gut abgestimmter, sauberer Bass. Nach kurzer Eingewöhnung bietet der Kopfhörer ein homogenes Klangbild, das ich im Testzeitraum sehr zu schätzen gelernt habe. Stimmen werden im Mix präzise dargestellt und fallen nicht nach hinten, der Bass bleibt stets definiert und rundet das Klangbild nach unter sauber ab, ohne matschig zu sein. Die Mitten bieten eine kompaktes Klangbild ohne das Quellsignal zu verfärben. Auch längeres Hören ermüdet die Ohren nicht, dank S-Logic® Plus und geschlossener Bauweise kann hier auch mal etwas leiser gedreht werden. Die Klangqualität bleibt auch bei geringen Lautstärken voll erhalten.

Mobilgeräte

Am Tablet bzw. am Smartphone habe ich den Kopfhörer für die Film- und Serienwiedergabe über Netflix und YouTube genutzt, aber auch für verschiedene Mobilgames. Er leistet sich auch hier keine Schwächen. Bei Filmen ist die Klangwiedergabe sehr detailliert, Dialoge sind stets einwandfrei verständlich. Explosionen und ähnliche Effekte bieten in Filmen und Spielen eine eindrucksvolle Klangkulisse. Durch S-Logic® Plus entsteht hier trotz Stereowiedergabe ein räumliches Klangbild.

Games

Im Spielebereich habe ich den P820 mit Overwatch, APEX Legends, PUBG und verschiedenen Strategiespielen sowie MMORPGS auf dem PC getestet. Ich hab den Kopfhörer mit einem 6,3mm Klinkenadapter an mein UMC404HD Soundinterface angeschlossen.

Die vor allem bei Onlineshootern wichtige Ortbarkeit von Teamkollegen oder Gegnern ist in jedem Fall gewährleistet – auch ohne (virtuelle) Surround-Tricks. Schritte und Schüsse lassen sich gut lokalisieren. Auch leisere Teile, wie etwa Hintergrundmusik, gehen nicht im Gesamtklang unter und sind gut wahrnehmbar. Explosion werden druckvoll dargestellt, man hat ein sauberes „Mittendrin-Gefühl“. Wie auch bei der Musikwiedergabe ist der Bassanteil ausgewogen und präzise. Ein zusätzlicher Voicechat mit den Mitspielern war immer klar verständlich.

Insgesamt macht es mir sehr großen Spaß, den P820 in Spielen zu benutzen. Das Hören gestaltet sich durch den hervorragenden Klang stressfrei, d.h. man wird nicht durch schlechte Tonqualität zusätzlich negativ belastet und kann sich so voll auf das Spielgeschehen konzentrieren.

Ultrasone selbst hat das Potential ihrer Kopfhörer für den Gamingmarkt bereits erkannt und spricht unter gaming.ultrasone.com bewusst den ambitionierte Spieler an. Für mich ist der Kopfhörer eine absolute Empfehlung im Gamingbereich.

Tragekomfort

Der P820 bietet einen angenehmen Anpressdruck, mehr als ich von meinem DT 770 Pro gewohnt bin. Ich bin allerdings kein Brillenträger, diese könnte das bei entsprechender Empfindlichkeit stören. Der Verstellmechanismus des Kopfbügels rastet sauber und gut fühlbar ein, auch große Köpfe sollten aufgrund der weiten Verstellbarkeit keine Probleme bekommen. Die Scharniere der Ohrmuscheln haben für meine Geschmack etwas zu viel Spiel, sie passen sich dennoch gut der Kopfform an.

Die Protein-Lederpolster sind ohrumschließend, meine Ohren (nicht abstehend) stoßen nicht an die Innenseiten der Ohrmuscheln an. Auch nach vier bis fünf Stunden Gamingsession drückt der Kopfhörer nicht. Warme Ohren habe ich auch nicht bekommen, ich bin also vom Tragekomfort insgesamt überzeugt.

Kabelfernbedienung mit Mikro

Im Lieferumfang befindet sich, wie oben bereits erwähnt, eine integrierte Kabelfernbedienung mit Mikrofon. Leider gibt es die iQ App nicht für iOS. Mit deren Hilfe kann man die Funktionen der Kabelfernbedinung noch individualisieren. Ansonsten lassen sich Gespräche mit der Taste bequem annehmen. Diese Funktionalität ist für mich aber zweitrangig.

Bluetoothmodul Ultrasone SIRIUS

Ein sehr interessantes Addon für den P820 ist das separat erhältliche Bluetoothmodul Sirius. Es wurde speziell für die Kopfhörer der Performancereihe entwickelt und übertragt Audio über BT 4.1 in aptX® Qualität. Durch die geschwungen Form schmiegt sich das Bluetooth-Element nahtlos und unscheinbar an den Kopfhörer. Mit drei Tasten lässt sich die Lautstärke regeln sowie die Wiedergabe starten und stoppen. Natürlich ist auch ein Mikrofon mit eingebaut. Somit ist es möglich, den Kopfhörer als Headset für das Telefonieren mit dem Smartphone, am Tablet oder Computer zu nutzen. Eine Akkuladung reicht für bis zu 12 Stunden Betreib, die Reichweite beträgt bis zu 20 Meter.

Für mich ein weiterer Pluspunkt. Unterwegs wünsche ich mir in letzter Zeit öfters einen anständigen kabellosen Kopfhörer, mit dem Sirius hätte ich die Möglichkeit, einen sehr guten Kopfhörer mobil zu machen. Einzig der Preis von ca. 135,- € zusätzlich schreckt mich ab.

Preis / Leistung / Fazit

Ultrasone ruft für seinen Kopfhörer Performance 820 laut Homepage eine UVP von 149,- € auf. Der Straßenpreis bei den gängigen Onlinehändlern liegt erfahrungsgemäß etwas tiefer.

Der P820 liegt somit nahezu im gleichen Preissegment wie mein Beyerdynamic DT 770 Pro. Für mich bezeichnet dieser Preisrahmen das obere Ende des Einsteiger- bzw. Enthusiastenbereichs. Wenn ich soviel Geld für einen Kopfhörer ausgebe, muss dieser auch liefern. Und das tut der Performance 820 auf jeden Fall. Die Verarbeitung ist einwandfrei, auch wenn der Kopfhörer im Vergleich nicht ganz so stabil wirkt wie andere Produkte. Hier hätte man eventuell noch etwas Metall zur Stabilisierung einsetzten können. Auch das mitgelieferte Kabel entspricht meiner Meinung nach nicht dem geforderten Preisrahmen. Aber jegliche Kritik ist ob der gebotenen Klangleistung vergessen. Hier bin ich seit Jahren mehr als positiv überrascht worden, für mich schlägt der P820 meinen DT 770 Pro im Klangvergleich. Der Unterschied ist für mich sogar so groß, dass ich ernsthaft an eine Anschaffung des Ultrasone Kopfhörers denke. Die optionale Bluetooth-Erweiterung ist für mich ein zusätzlicher Kaufgrund. Wer also einen wirklich leistungsstarken Allround-Kopfhörer oder einen hervorragenden Gamingkopfhörer sucht und über die angesprochenen Kritikpunkte hinwegsehen kann, erhält hier von mir eine klare Kaufempfehlung.

Hier noch ein Affiliate-Link zum Kopfhörer auf Amazon: ULTRASONE Performance 820 Kopfhörer in Schwarz | Over-Ear Kopfhörer für das Studio und Zuhause

Hat Euch der Artikel gefallen?

Habt Ihr auch schon Erfahrungen mit Produkten von Ultrasone gemacht? Was ist Eure bevorzugte Marke im Bereich Headset / Kopfhörer? Auf was legt ihr besonderen Wert, wenn Ihr Euch für ein Produkt aus dem Bereich Audio & Gaming entscheidet? Wäre der Ultrasone Performance 820 ein Kopfhörer für Euch? Ich freue mich schon auf Eure Kommentare!

Die Xiaomi Mi Box S – Der Erste Eindruck

Auch wenn mein Philips TV selbst schon Android TV hat, habe ich mir es nicht nehmen lassen die Xiaomi Mi Box S zu Testen. Einen ersten schnellen Eindruck möchte ich euch in diesem Bericht vermitteln.

 

 

Die Technischen Daten

Allgemeines:
Marke: Xiaomi
Modell: Mi BOX S
Typ: TV-Box
GPU: Mali-450
System: Android 8.1
CPU: Cortex A53
Kern: Quad Core
RAM: 2G
RAM Typ: DDR3
ROM: 8G
Max. Erweiterte Kapazität: 64G
TV Box Eigenschaften: 5G WiFi, tragbar
Unterstützte Medien:
Decoder Format: H.263, H.264, H.265, HD MPEG4
Videoformat: 3GP, 4K, DIVX, H.264, H.265, M4V, MKV, MP4, MPEG2, MPEG4, RM, RMVB, VC-1, VOB, WMV
Audio-Format: AAC, AMR-NB, AMR-WB, APE, FLAC, OGG, WAV, WMA
Fotoformat: BMP, GIF, JPEG, TIFF
Unterstützung 5.1 Surround Sound Ausgang: Ja
Produktdetails:
5G WiFi: Ja
Bluetooth: Bluetooth 4.2
Netzteil: Ladungsadapter
Schnittstelle: AV, DC-Stromanschluss, HDMI, USB2.0
Antenne: Nein
Sprache: Mehrsprachig
HDMI Version: 2.0
Weitere Funktionen: 3D-Spiele, 3D-Video, DLNA, ISO-Dateien, Miracast, NTSC, PAL
Externer Untertitel unterstützt: Nein
HDMI Funktion: HDCP
Stromverbrauch: 2W
Firmware-Informationen:
Systembit: 64Bit
Leistungsbedarf:
Stromversorgung: Externer Netzadapter-Modus
Batterie Informationen:
Fernbedienung Batterie: 2 x AA Batterie (nicht im Lieferumfang enthalten)
Dimension und Gewicht:
Produktgewicht: 0,3000 kg
Verpackungsgewicht: 0,5400 kg
Produktgröße (L × B × H): 9,52 × 9,52 × 1,68 cm / 3,75 × 3,75 × 0,66 Zoll
Packungsgröße (L x B x H): 20,00 x 20,00 x 10,00 cm / 7,87 x 7,87 x 3,94 Zoll

Lieferinhalt:
Xiaomi Mibox S 2G / 8G TV-Box
HDMI Kabel
Fernbedienung
Benutzerhandbuch

 

 

Das Unboxing

Die Xiaomi Mi Box S kommt in einen schmalen und bunt bedruckten Karton an. Bei mir war die Box sogar mit einen Aufkleber versiegelt. Wie man es von Xiaomi gewöhnt ist, macht hier schon alles einen wertigen Eindruck. Alle Angaben auf der Box sind in Englisch gehalten.

Neben der sehr kurz gefassten Installationsanleitung sind ebenfalls noch ein Heftchen mit Produktinformationen und den Geschäftsbedingungen dabei. Alle drei Dokumente sind mehrsprachig und auch in deutscher Sprache verfasst. 

Nach dem öffnen der Box liegt auch schon die Xiaomi Mi Box S da. Die kleine Box fühlt sich richtig wertig an. Sie ist Gut verarbeitet. Nichts kratzt, keine scharfen Kanten oder Spalte. Mal abgesehen von den Design-Bedingten Spalt. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für das Netzteil, HDMI sowie ein Audio Ausgang.

In der unteren Lage der Box findet man dann die Bluetooth Fernbedienung, das HDMI-Kabel sowie das Netzteil mit Euro-Stecker.
Netzteil und HDMI-Kabel machen ebenfalls einen guten und wertigen Eindruck. Auch hier gibt es nichts zu bemängeln.
Die kleine Fernbedienung ist leicht. Auf den ersten Eindruck sogar zu leicht. Wenn man die zwei AAA Micro Batterien eingelegt hat ist jedoch ein angenehmes Gewicht erreicht und das Gerät liegt gut in der Hand. (Hier habe ich mich übrigens ganz aktuell für die IKEA Ladda Akkus entschieden. Diese sollen mit den Panasonic eneloop vergleichbar sein.) Die Tasten der Fernbedienung haben einen guten Druckpunkt. An der Vorderseite wo bei gewöhnlichen Fernbedienungen die IR-Lampe sitzt ist bei dieser die Öffnung für das Mikrofon.

So…

Ich hoffe ich konnte hier einen kurzen Eindruck der Xiaomi Mi Box S zeigen. Ich werde das Gerät in den nächsten Tagen intensiv mit den Android TV meines Philips TV vergleichen um mögliche Vor- oder Nachteile beider Systeme zu finden. Es wird also ein weiterer Beitrag folgen.

Voicemeeter Banana

Vor kurzem habe ich mein Streamingsetup dahingehend geändert, dass ich meine CaptureCard eingespart und seitdem das Videosignal mittels NDI Tools über das Netzwerk übertrage. Im Zuge der Recherche zum Setup bin ich über das Audio Tool Voicemeeter Banana gestolpert, das mir geholfen hat, weitere physische Hardware einzusparen.

Was ist Voicemeeter Banana?

Voicemeeter ist eine virtuelle Audiogeräte Mixer Anwendung. Also wie ein Hardware Mischpult, nur in Form einer Software. Man kann verschiedene Audioquellen „routen“ (Ein- und Ausgängen zuweisen) und „mischen“ (Lautstärke angleichen, bzw. Klang verändern). Die Routingfunktionen beinhalten sowohl physische Ausgänge (z.B. Kopfhörerausgang) wie auch virtuelle Ausgänge (z.B. für VoIP Programme wie Discord oder Teamspeak).

Die Version „Banana“ bezeichnet hierbei nur die Versionnummer 2.0.x.x, die im Gegensatz zur Standardversion (1.0.x.x) mehr Ein- und Ausgänge unterstützt. Momentan in Entwicklung ist die Version 3.0.x.x („Potatoe“) mit weiteren Ein- und Ausgängen. Diese ist aber bisher nur in einer vorläufigen Beta verfügbar.

Was kann Voicemeeter?

Ich behaupte jetzt einfach, Voicemeeter vereinfacht das Audio Management unter Windows. Der Benutzer erhält einen deutlich verbesserten Zugriff auf die Audiofunktionen des Betriebssystems. Es ist dadurch möglich, verschieden Klangquellen zusammenzufassen und unterschiedlichen Wiedergabegeräten zuzuweisen oder einfach Anwendungen untereinander audiotechnisch zu verknüpfen (z.B. jede Klangquelle an eine VoIP Software zu schicken). Der Einstieg in die Software ist etwas abstrakt, vor allem für Menschen ohne Vorwissen im Audiobereich. Hat man aber die grundlegende Funktion verstanden, ist Voicemeeter sehr intuitiv und einfach zu bedienen.

Der Anwender erhält eine bessere Kontrolle über die Klangqualität in Windows. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von sogenannten DSPs (Digital Sound Processor) wie einem Compressor, NoiseGate oder parametrischem Equalizer erreicht. Mit Hilfe dieser Funktionen kann man sehr einfach die Klangqualität von Mikrofonen verbessern.

Dieses Schaubild zeigt die verschiedenen Ein- und Ausgangsmöglichkeiten von Voicemeeter Banana

Voicemeeter Banana Anschlüsse

Voicemeeter Banana Anschlüsse [Quelle: https://www.vb-audio.com/Voicemeeter/VoicemeeterBananaConnectivity.gif]

Wie benutze ich Voicemeeter?

Mein bestehendes Audiosetup bestand bisher aus einem analogen Mischpult mit USB-Schnittstelle. Daran habe ich alle vorhandenen Audioquellen (Mikrofon, zwei PCs etc.) angeschlossen und die Lautstärke und das Routing der einzelnen Geräte geregelt. Die Einbindung eines solchen analogen Geräts in ein digitales Setup ist aber immer mit Schwierigkeiten verbunden, Stichwort Netzbrummen. Außerdem benötigt man ja auch die physiche Hardware. Somit entstehen auch Kosten.

Voicemeeter ist (kostenlos) Donationware, d.h. der Nutzer kann die Software kostenlos herunterladen, ist bei dauerhafter Benutzung aber angehalten, dem Entwickler dafür Geld zu spenden. Das ist für eine Software von dieser Qualität und Leistungsfähigkeit erstaunlich. Vorhandene Hardware wie USB-Microfone oder Headsets können ohne Probleme weiter benutzt werden. In meinem Fall konnte ich mein Rode NT1A Mikrofon über ein Behringer UMC404HD Audiointerface einbinden, dass ich noch im Schrank liegen hatte. So konnte ich auch noch meinen analogen Compressor weiterbenutzen. Mit Hilfe von zusätzlicher Software wäre aber auch die Einbindung von VST-Plugins (Virtual Studio Technology – In Software nachgebildete Audiogeräte) möglich, dies habe ich bisher aber noch nicht ausprobiert. Nativ werden VSTs leider nicht unterstützt. Ich hoffe, diese Funktion wird in einem zukünftigen Update noch nachgereicht.

In der Version „Banana“ bietet mir Voicemeeter genügend Ein- und Ausgänge, um mein bisheriges analoges Setup nachzubauen, es sind sogar noch Kanäle frei. Bleibt nur die Frage offen, wie ich Audiosignale von meinem Gaming PC an meinem Streaming PC übermitteln kann, ohne auf analoge Verbindungen zu setzen. Und hier bietet Voicemeeter eine Funktion, die wirklich genial ist.

Was ist VBAN?

VBAN (Vincent Burel Audio Network) ist ein Protokoll zur Echtzeitübertragung von digitalen Audiostreams in IP-basierten Netzwerken. Sprich, man kann digitale Audiodaten über Ethernet (mit Einschränkungen auch über WLAN) an verschiedene Computer eines Netzwerks übertragen. In Echtzeit. In meinem Fall nutze ich diese Funktion folgendermaßen:

Das Audiosignal meines Mikrofons wird über VBAN von meinem Streamingrechner an meinem Gamingrechner übertragen, um dort bei Bedarf in InGame-Voicechats zur Verfügung zu stehen. Gleichzeit übertrage ich das gesamte Audiosignal des Gamingrechners an meinen Streamingrechner, wo dies als ein eigener Kanal in Voicemeeter zur Verfügung steht. Somit entfällt jegliche analoge Verbindung und somit auch Quelle für Störgeräusche.

Voicemeeter VBAN


Voicemeeter VBAN [Quelle: https://www.vb-audio.com/Voicemeeter/VoicemeeterVBANImplementation.gif]

Fazit

Voicemeeter ist (kostenlos) Donationware, aber auf keinen Fall umsonst. Selten habe ich ein Stück Software kennengelernt, dass solche essentiellen Features bietet und noch dazu nichts kostet. Ich kann jedem, der dieses Programm noch nicht kennt, nur wärmstens einen Test empfehlen. Ich hab dem Entwickler auch Geld gespendet, diese Software ist definitiv unterstützenswert und könnte gut und gerne 50,- € oder mehr kosten. Für mich hat sie viele Probleme gelöst, Geld gespart und mein Setup deutlich übersichtlicher gestaltet.

Wie schaut Euer Audiosetup aus, habt Ihr eventuelle auch schon Erfahrungen mit Voicemeeter gemacht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Twitch Streaming Setup 2018

Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben, setzt sich mein Twitch Streaming Setup aus zwei separaten Rechner zusammen. Das ist zum einen der Streaming PC für das Encoding, zum anderen der Gaming PC für das Ausführen der Spiele. Mein bisheriges Setup hat sich vor Kurzem aber in einigen relevanten Details geändert.

Ausgangsituation

Bisher habe ich meinen iMac (2012) als Streaming PC genutzt. Das hat auch sehr zuverlässig funktioniert. Nach meinem Projekt „150 € Gaming PC“ (wieso habe ich dazu eigentlich noch keinen Artikel geschrieben?) hatte ich allerdings einen relativ leistungsstarken Rechner auf Intel Xeon Basis im Prinzip „übrig“. Da ich sowieso die neue Software Streamlabs OBS ausprobieren wollte (die es zur Zeit nur für Windows gibt), habe ich den Xeon also kurzerhand als Streamingrechner umfunktioniert. Somit basieren beide Rechner auf Windows 10. Das bringt in diesem Bereich tatsächlich den einen oder anderen Vorteil. Das Videosignal des Gaming Rechners wurde bisher mittels einer CaptureCard (Avermedia LGP2) aufgenommen.

Ich habe allerdings in meinem jugendlichen Leichtsinn die oberste IT-Regel verletzt („Never touch a running system“) und die Firmware der CaptureCard geupdatet. Dies hatte zur Folge, dass ich auf Grund von HDCP Beschränkungen das Videosignal des Gaming PCs nicht mehr anzeigen konnte. Auf der Suche nach einer Lösung (HDMI Splitter!) stolperte ich allerdings über etwas, dass sich NDI nennt.

Was ist NDI und was hat es mit Streaming zu tun?

„Network Device Interface (NDI®) is a royalty free standard developed by NewTek to enable video-compatible products to communicate, deliver, and receive broadcast quality video in a high quality, low latency manner that is frame-accurate and suitable for switching in a live production environment.“

Soweit Wikipedia. NDI wird als Quasinachfolger von SDI (Serial Digital Interface – eine serielle, digitale Schnittstelle, primär zur Übertragung von unkomprimierten und unverschlüsselten Videodaten über Koaxialkabel oder Lichtwellenleiter) gehandelt und basiert auf der Übertragung von Videodaten über Ethernet. Die Firma NewTek ist hier federführend und stellt kostenlose Tools für den Anwender zur Verfügung. In den meisten (mit Kabel verbundenen) Heimnetzwerken kann NDI ohne zusätzliche Hardware einfach genutzt werden. Die meisten Streamingprogramme unterstützten nach Installation bestimmter Plugins oder von Haus aus die Einbindung einer NDI Quelle ebenfalls. Zur Not bietet NDI noch einen Lösungsweg über das Bereitstellen einer virtuellen Webcam, in die der NDI-Stream eingebunden wird. Die Webcam kann dann in die Streamingsoftware eingebunden werden. Nach einer kurzen Recherche im Internet fand ich bei YouTube eine sehr informativen Kanal, der genau meinen Anwendungsfall abdeckte. 

So konnte ich also, ohne zusätzliche CaptureCard, das Videosignal vom Gaming Rechner auf meine Streamingrechner übertragen. Dies ging erstaunlich einfach, ohne großen Konfigurationsaufwand. In meinem Fall erkenne ich in der Streamqualität auch keinen Qualitätsverlust, das Videosignal wird zwischen den Rechnern mit 1080p und 60fps übertragen. Eine geringe Latenz ist zu erkennen, diese spielt hier allerdings keine Rolle. Manche USB 2.0 CaptureCard hat hier deutlich höhere Verzögerungen.

Audio

Seit längerem bin ich auch mehr oder weniger zufrieden mit meiner Audiolösung. In meinem Mischpult haben mittlerweile zwei Kanäle angefangen zu rauschen und sind somit nicht mehr zuverlässig nutzbar. Außerdem habe ich seit kurzem trotz Einsatz eines Massetrennfilters ein Netzbrummen im Audiosignal. 

Beim Erkunden des oben genannten YouTubekanals bin ich auf eine Software namens Voicemeeter gestoßen. Zu diesem Tool möchte ich im Detail noch einen weiteren Artikel veröffentlichen. Hier nur die Zusammenfassung in Kürze:

Voicemeeter Banana

Voicemeeter Banana

Voicemeeter ist ein Audiotool in Form eines digitalen Mischpultes. Mit Hilfe von virtuellen Audiogeräten, die als Ein- und Ausgänge genutzt werden können, kann jede Audioquelle unter Windows abgemischt und einem oder mehreren virtuellen oder realen Audioausgängen zugewiesen werden. Klingt etwas abstrakt und bedarf am Anfang etwas der Einarbeitung. Hat man das System aber erst einmal verstanden, bietet Voicemeeter ein sehr großes Potential. Ich nutzte das Tool in Verbindung mit zwei Mikrofonen, meinem Audiointerface Behringer UMC404HD und einem externen Compressor (Behringer MD2200). Voicemeeter bietet auch sehr einfach die Möglichkeit, Audio über Netzwerk von und zu einem anderen Rechner zu übertragen. Und das Beste zum Schluß: Es ist kostenlos!

 

In dieser schematischen Darstellung habe ich das Setup für Euch zum besseren Verständnis noch mal zusammen gefasst.

So sieht mein aktuelles Streaming Setup im Schema aus

Schema Streaming Setup

 

Fazit:

Mit diesen Änderungen am Setup konnte ich Hardware einsparen und potentielle Fehlerquellen ausmerzen. Hätte ich bereits früher von diesen Möglichkeiten gewusst, hätte ich mir auch die eine oder andere Investition (z.B. in ein Mischpult) sparen können. Bisher funktioniert dieses Setup fehlerfrei. Wichtig ist nur die richtige Konfiguration des Heimnetzwerks und eine Gigabitverbindung zwischen den beteiligten Rechnern. 

 

Wie groß ist eigentlich das Interesse an entsprechenden YouTube Videos (z.B. Setup oder Einrichtung)? Habt Ihr selbst schon Erfahrungen mit NDI oder Voicemeeter gesammelt? Wie schaut Euer aktuelles Streamingsetup aus? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Im Test: Jayfi X1 Bluetooth Kopfhörer

Mit Musik geht alles besser – Und das natürlich auch beim Sport. Aber ob die Jayfi X1 Bluetooth wirklich dafür geeignet sind, erfahrt ihr in meinen Test.

Nach den JA40 hat mir Jayfi ein weiteres Headset für einen Test zur Verfügung gestellt. Dieses Mal das Model X1 – Ein Bluetooth Headset. Da ich im Zuge der Plauzenchallenge ja in letzter Zeit relativ viel Sport mache, war mir das gute Stück  natürlich willkommen. Mein Crowdlauf war der ideale Test dafür.

Technische Daten:

  • Bluetooth 4.1
  • aptX Unterstützung
  • Akkulaufzeit: ca. 7 Stunden
  • Ladezeit: ca: 1,5 Stunden
  • Frequenz: 20-20000 Hz
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Kabellänge: Ca. 70 cm

Die technischen Daten klingen sehr überzeugend und machen einen guten Eindruck. Besonders der aptX Standard klingt vielversprechend. Dieser verspricht einen wesentlich besseren Klang, als man es bisher gewohnt ist. Akkulaufzeit sowie Ladezeit sind durchaus praxisnah und realistisch. Der Klang ist ein gutes Mittelmaß. Das Headset liefert einen ganz akzeptablen Bass und ausgewogene Höhen.

 

Lieferumfang:

 

  • Jayfi X1 Bluetooth In-Ear Kopfhörer
  • USB-Ladekabel
  • Drei Paar Ohrstöpsel in verschiedenen Größe
  • Zwei Bügel zur Befestigung im Ohr
  • Aufbewahrungsbeutel
  • Bedienungsanleitung
  • Garantiekarte

JayfiX1 Ohr Auch der Lieferumfang überzeugt. Auch wenn das Ladekabel relativ kurz gehalten ist, erfüllt es dennoch seinen Dienst. Mit den drei verschieden großen Ohrstöpsel sollte sich jeder das passende finden so das ein sicherer und angenehmer Sitz im Ohr möglich ist. Mit den Bügeln in grün oder transparent lasst sich dem Headset sogar ein klein wenig Individualität verpassen. Die Deutsche Übersetzung der Anleitung lässt zu wünschen übrig. Jedoch ist alles soweit verständlich. Der kleine Kunstlederbeutel ist praktisch für den Transport.

 

Verarbeitung & Design

JayfiX1 Unboxing 05 Als ich die Jayfi X1 zum ersten mal in Händen hielt war ich etwas verunsichert. Ich wusste ehrlich gesagt nicht so Recht, wie der Stöpsel mit Bügel, diesen „geschwungenen Dorn“ im Ohr halten sollen. Aber ich war positiv Überrascht. Auch wenn das erste einsetzen wohl noch etwas fummelig ist. Danach sitzen die Ohrhörer sicher und angenehm im Ohr. Im Gegensatz zu Ohrhörern mit Bügel über den Ohren, hat man hier auch als Brillenträger keinerlei Probleme.

 

Das Gehäuse der Ohrhörer ist zum Teil aus Aluminium. Aus der Flugzeug-Industrie, wie der Hersteller behauptet. Das macht wirklich einen sehr eleganten und vor allem hochwertigen Eindruck.

JayfiX1 Hals Das Kabel hat mit seinen ca: 70cm die ideale Länge. Es legt sich angenehm um den Nacken und das Bedienteil ist trotzdem schnell und sicher zu erreichen. An diesem gibt es jedoch zwei  kleine Kritikpunkte:

Die drei runden Knöpfe Unterscheiden sich nicht von einender. Bei einen schnellen Griff muss man jedes mal das ganze Bedienteil abtasten um sicher zu sein den richten Knopf für die gewünschte Funktion zu erwischen. Wenn sich die Tasten Lauter/Leiser (bzw Vor/Zurück) von der Multifunktionstaste unterscheiden, würde es den Bedienungskomfort deutlich steigern.

JayfiX1 Laden Die Abdeckung der Micro-USB-Büchse sehe ich ebenfalls nicht als Ideal. Die  Gummi-Abdeckung lässt sich nicht zur Seite drehen, sondern wird komplett umgeklappt. Beim einstecken des Ladekabel wird diese dann zusammen gedrückt. Ich denke auf Dauer wird hier das Material leiden und unter Umständen dann nicht mehr richtig schließen.

Wiederum sehr Lobenswert finde ich die Magneten an den Ohrhörern. Wenn man bei nicht benutzen das Headset um den Hals trägt. Hier lassen sich dann die Ohrhörer Rückseite-an-Rückseite koppeln was ein Pendeln verhindert. Die Magnete könnten jedoch etwas stärker sein.

 

 

Jayfi X1: Mein Fazit

 

Das  Jayfi X1 ist mit seinen aktuell knapp 35€ wohl nicht mehr eines der billigsten Headsets in seiner Klasse. Im Gesamtbild ist es diesen Preis jedoch Wert. Man bekommt hier ein gutes Headset für einen fairen Preis.
Die Ohrhörer sitzen angenehm und sicher im Ohr. Auch beim Sport wie Laufen/Joggen fallen sie nicht heraus und bietet einen ordentlichen Sound

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KVM Extender – Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Es gibt viele Arbeitsplätze, die entweder nur wenig Platz bieten oder an denen die Arbeit durch laute Rechnergeräusche gestört wird. In manchen Fällen entwickeln die Rechner auch zu viel Wärme oder müssen vor äußeren Einflüssen geschützt werden. Dann müssen die Geräte an einem anderen Ort aufgestellt werden. Damit der Benutzer aber dennoch an seine Daten kommt, gibt es KVM Extender (K = Keyboard, V = Video, M = Mouse). Sie ermöglichen einen verzögerungsfreien Zugriff auf den Rechner, ganz ohne Qualitätsverlust.

Flexibler Einsatz von KVM Extendern

Durch die hohe Qualität der Signalübertragung können KVM-Extender nicht nur im geschäftlichen, sondern auch im privaten Umfeld genutzt werden. Es gibt etliche Einsatzmöglichkeiten, bei denen ein KVM-Extender zum Einsatz kommen kann. Mehr Informationen, wie KVM Extender funktionieren, finden Sie hier: https://www.kvm-concepts.de/was-sind-kvm-extender/
Interessant sind KVM Extender beispielsweise in der Film- und Fernsehindustrie. Sie können in einem Übertragungswagen oder im Studio zum Einsatz kommen. Sehr vorteilhaft ist die Verwendung von KVM Extendern bei der Videobearbeitung. Da diese Rechner sehr viel Rechenleistung benötigen, entwickeln sie auch viel Wärme. Um ein möglichst angenehmes Arbeiten zu ermöglichen, werden die Rechner hier in einem separaten Technikraum mit einer speziellen Kühlung untergebracht. Der Schnittplatz bleibt damit von Wärme und Geräuschen unbeeinträchtigt und der Benutzer kann ungestört arbeiten.

KVM Extender in Medizin und Industrie

Ein ähnliches Einsatzgebiet findet sich in der Industrie an AutoCAD Arbeitsplätzen. Hier ist ein weiterer Vorteil, dass die Rechner besonders in der fertigenden Industrie vor Feuchtigkeit, Hitze, Staub oder Schmutz durch andere Maschinen geschützt werden können – was darüber hinaus auch die Lebensdauer eines Rechners verlängert.
Auch in der Medizin hat sich der Einsatz von KVM Extendern mittlerweile bewährt. Die speziell in Arztpraxen oder Krankenhäusern geltenden Vorschriften können durch einen Rechner im Behandlungszimmer nicht erfüllt werden. Durch den Einsatz eines KVM Extenders können die Rechner außerhalb und dezentral in einem eigens dafür vorgesehenen Raum aufgestellt werden.

Banken und Museen – Paradebeispiele für dein Einsatz von KVM Extendern

KVM Extender kommen aber nicht nur in speziellen Umgebungen zum Einsatz, sondern mittlerweile auch in alltäglichen Situationen, wie zum Beispiel in Banken oder Museen. Gerade in Bankfilialen stehen die Rechner zumeist in den Büros der Berater. Führen sie am Schalter ein Kundengespräch, können sie mithilfe eines KVM Extenders auf den Rechner im Büro zugreifen. Damit wird eine optimale Beratungsqualität garantiert.
Auch in Museen hat sich der Einsatz von KVM Extendern durchgesetzt. Analoge Lesetafeln sind nicht mehr zeitgemäß und die Besucher wünschen sich oftmals nicht nur weitergehende Informationen, sondern auch eine angenehmere Präsentation. Durch den Einsatz von KVM Extendern können interaktive Inhalte angeboten werden, die Situationen oder Abläufe unmittelbar erklären und darstellen können. Auch hier werden die Rechner außerhalb des eigentlichen Nutzungsraums aufgestellt und oder VGA, DVI, USB oder CATx-Kabel angesteuert. Über Touchscreens haben die Besucher dann die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und visuellen Erklärungen zu folgen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten von KVM Extendern

Der Einsatz von KVM Extendern ist fast überall möglich. So werden sie zum Beispiel auch bei der Übertragung von hochauflösenden Bildern aus Computertomographien genutzt, oder um Telemetriedaten an Rennstrecken zu sammeln. In großen Schaltzentralen, wie zum Beispiel bei der Flug- oder Verkehrsüberwachung oder von Kraftwerken werden KVM Extender ebenfalls oft eingesetzt.
Trotz der weiten Verbreitung im geschäftlichen Umfeld können KVM Extender aber auch im privaten Umfeld eingesetzt werden. Der Wohnbereich wird so frei von störenden Geräten und Geräuschen und es steht mehr Platz und Ordnung zur Verfügung.

Askborg ExerSound – Headset mit eigenwilliger Bauform

Die Askborg ExerSound Ear-Buds habe wohl eine etwas ungewöhnliche Bauform. Elegant wollen sie sich um unsere Ohren schwingen und sie Beschallen.

 

Askborg ExerSound Ear-Buds haben aktuell einen Marktpreis von 19,99€ und sind bei Amazon erhältlich.

Ausgepackt

Die Verpackung ist ein schlichter kleiner, brauner Karton mit einer Banderole. Erst mal recht unspektakulär. Darin befindet sich dann eine kleine aber doch ganz praktische Transportbox. Das finde ich mal als Lobenswert. So etwas findet man in dieser Preisklasse eher selten. Dazu ein kurzes Micro-USB Ladekabel. Dann auch noch ein weiteres Paar der Gummi Ohrkäppchen. Unglücklicherweise in der selben Größe wie bereit aus dem Headset stecken.

Die Askborg ExerSound im Praxistest

Das Headset hat wohl eine etwas eigenwillige Bauform. Ich wusste zuerst gar nicht so recht wie ich es auf den Kopf bzw auf die Ohren setzen soll. Das kurze Verbindungskabel, welches sich immer recht störrisch verdreht macht die Sache nicht einfacher.
Wenn man es jedoch einmal justiert hat, sitzt es doch überraschend angenehm. Selbst die Brille störte hier nicht sonderlich. Auch ein paar hektische Bewegungen und Sprünge um so etwas wie Sport zu simulieren brachten das Headset nicht von meinen Kopf.

Askborg Aufgesetzt

Die Verbindung über Bluetooth klappt selbstverständlich schnell und reibungslos.

Nettes Feature: Das Headset hat sogar eine Sprachausgabe.

Phone One connected

Sagt eine roboterartige Stimme. Auch bei anderen Ereignissen wie Verlust der Bluetooth-Verbindung wird man via Sprache informiert.

Ein großer Knopf an der Seite dient als Play/Pause Knopf. Dieser ist jedoch nicht besonders leichtgängig. So muss man sich das Headset  schon etwas ins Ohr pressen um den Druckpunkt zu erhalten. Die Lauter/Leiser Wippe an der Oberseite ist hier wesentlich sinnvoller angebracht und gut zu bedienen. Sie dient bei einen langen Druck auch dazu einen Titel vor oder zurück zu springen.

Das Headset kann natürlich auch zum Telefonieren genutzt werden. Bei einen eingehenden Anruf wird sogar die Telefonnummer des Anrufers vorgelesen. So muss man nicht einmal mehr das Handy aus der Tasche holen um zu wissen wer Anruft. Vorausgesetzt man kann die Rufnummer im Kopf einen Kontakt zuordnen.

Der Akku hielt problemlos mehrere Stunden durch. Der Hersteller gibt hier 8 Stunden an. In der Praxis ist man hier sicher nicht weit entfernt.

 

Der Klang

Wie schon in meinen anderen Testberichten über Headsets erwähnt. Ich bin nicht unbedingt besonders Audiophil. Das heißt ich bin nicht unbedingt sehr Anspruchsvoll im Bezug auf Klang. Aber die Askborg ExerSound konnten nicht mal mich so richtig Überzeugen. Grundsätzlich ist der Klang sicher ein „akzeptabel“ und schafft gewisse Tiefen und Höhen. Aber im Gesamtbild empfinde ich den Klang als etwas zu Dumpf. In meinen mehrstündigen Test hatte ich wenige Aussetzer und Störungen.

Das Headset schirmt nicht komplett am. Mit aufgesetzten Headset und Musik auf mittlerer Lautstärke konnte ich trotzdem noch Umgebungsgeräusche wie Verkehrslärm wahrnehmen. Ob man dies positiv oder negativ Bewertet kommt sicher auf dem Einsatzzweck an. Wenn ich als Fußgänger oder auf dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs bin empfinde ich das eher positiv. In Bus oder Bahn wäre ich häufig lieber komplett abgeschottet.

 

Aber jetzt kommts…

Nach meinen Test hatte ich vor das Headset im Freundeskreis verschenken. Dazu wollte ich aus Hygenischen Gründen die Ohrkäppchen wechseln. Als ich die Kappe abziehen wollte habe ich allerdings den Lautsprecher heraus gerissen. Die Abdeckung ließ sich auch nicht wieder befestigen. So ist das Headset jetzt wohl ein Fall für die Mülltonne. Schade

Askborg kaputt

Fazit

Dem Askborg ExerSound Ear-Buds kann ich persönlich nicht wirklich eine Empfehlung aussprechen. Meine Kritikpunkte sind im Post ja genannt. Und vor allem wegen der Enttäuschung mit dem Defekt. Auch wenn man mir hier vielleicht etwas zu viel Gewalt anhängen könnte.
Allerdings bekommt mit dem Gutscheincode ASKBHASE das Headset für gerade mal knapp 13€. Wer in Sachen Klang nicht all zu Anspruchsvoll ist und sich an der eigenwilligen Bauform nicht stört kann bei diesen Preis wohl wirklich nicht viel falsch machen.

Mit diesen Beitrag beteilige ich mich an der Blogparade „Best of Schrott“der Deutschen Post