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Follow JC GO

Das Spiel Pokemon Go weist inzwischen mehr als 800 Millionen Downloads vor.  Im Jahr 2017 sind allein in Deutschland 167.504 (ehemalige) Gläubige aus der katholischen Kirche ausgetreten. Wie passen diese beiden Zahlen aber nun zusammen?

 

Naja, wie wir diesen Zahlen entnehmen hat die katholische Kirche (nicht nur in Deutschland) ein gewaltiges Problem. Allein durch die zahlreichen Missbrauchsskandale welche in den letzten Jahren bekannt geworden sind kein Wunder. Doch das soll sich jetzt anscheinend wieder ändern. Die Kirche muss wohl wieder Sympatie zurück gewinnen. Zumindest bei ihren jugendlichen Schäfchen.

Daher wurde das Spiel „Follow Jesus Christ Go“ entwickeln. Insgesamt 43 Designer, Theologen, Bibelwissenschaftler, Kirchenhistoriker und Ingenieure haben über zwei Jahre lang rund 32.000 Stunden an einer App gearbeitet. Diese erweist sich jedoch im Prinzip lediglich als eine Kopie des Erfolgs-Klassikers Pokemon Go von Nintendo. Trotzdem sind dafür knapp 500.000$, welche von Sponsoren und privaten Spendern eingesammelt wurden dafür verbraten worden.

Auch wenn der Vatikan selbst nicht an der Entwicklung beteiligt war, ist dieser der Idee offenbar nicht ganz abgeneigt.

 

Das Spielprinzip

Ebenso wie in Pokemon Go oder schon Jahre zuvor bei dem Spiel Ingress bewegt man sich auch bei Follow Jesus Christ Go mit Hilfe des Smartphone und GPS Koordinaten in einer virtuelle Welt, innerhalb der realen Welt umher. Die reale Welt wird auch hier eindeutig mit einbezogen. Läuft der Spieler zum Beispiel an einer Kirche vorbei, wird dieser aufgefordert, ein Gebet zu sprechen.

Anstatt jedoch Monster wie Pikachu mit Hilfe der Pokebälle zu fangen, müssen hier diverse Heilige und Figuren aus der Bibel zum eigenen Evanglisationsteam rekrutiert werden. Das geschieht hier über Ja/Nein Fragen, die man beim Auftauchen der Figur beantworten muss. Dieses Team hilft dann dem Spieler dabei, die weiteren Aufgaben hoffentlich erfolgreich zu meistern. Das virtuelle Geld welches der Spieler erwirtschaftet wandert natürlich nicht in die eigene Tasche. Es wird selbst verständlich für wohltätige Zwecke gespendet.

Auch wenn ich damals lange und sehr aktiv Ingress gespielt habe, reizte mich Pokemon Go so gar nicht. Und Follow Jesus Christ Go gleich noch weniger. Daher habe ich mir die Installation auf meinen Smartphone erspart. Noch dazu ist das Spiel vorerst nur auf spanisch verfügbar. Weitere Sprachen sollen jedoch folgen.

Follow JC Go
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Preis: Kostenlos+
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Eure Meinung

Was haltet ihr von dieser Spiele-Idee? Postet eure Meinung dazu doch in die Kommentare.

 

 

Zozosuit Header

“Vermiss dich mit dem ZOZOSUIT und bestelle perfekt passende Kleidung” – Es wird Maßkleidung versprochen. Schnell, einfach und günstig. Klappt das wirklich?

Update:

Der Bericht wurde aktualisiert und an Ende des Beitrages erweitert.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr so Recht wie ich darauf gestoßen bin. Ich glaube es war Werbung auf Facebook oder Instagram. Auf jeden Fall bin ich über das Unternehmen ZoZo gestolpert. Hier wird Kleidung in Maßanfertigung versprochen. Nein, Bavarian Geek wird jetzt sicher kein Modeblog. Aber das interessante an der Sache ist, das man die genauen Maße mit dem Smartphone ermittelt. Als Werbeaktion wird ein kostenloses Outfit versprochen. Bestehend aus Jeans und T-Shirt. Das wollte ich natürlich ausprobieren und habe zugeschlagen. Sowas ist ja wohl immer einen kleinen Test beziehungsweise Bericht Wert.

Hier erst einmal das Werbevideo von Zozo

Wer steckt dahinter?

Meinen Recherchen zufolge handelt es sich bei Zozo um das as japanische Unternehmen Start Today. Start Today gibt es bereits seit 1998 und ist inzwischen das größte Mode-E-Commerce- Unternehmen in Japan. Über ihren Onlineshop Zozotown verkauft das unternehmen mehr als 5.600 Marken an über 25 Millionen Kunden monatlich. Das Unternehmen ist seit 2010 börsennotiert und hat mehr als 1.000 Mitarbeiter. Also wohl ein ziemlich großer Player in Sachen Mode. Inzwischen hat das Unternehmen auch Büros in Berlin und in Los Angeles.

 

Der Zozosuit

Über die Website des Unternehmens oder über die Smartphone App lässt sich der Zozosuit schnell und kostenlos bestellen. Da der Versand der Zozosuit aus Deutschland erfolgt hatte ich schon bald darauf ein Päckchen via DHL in meiner Packstation.

Darin enthalten war natürlich die Zozosuit. Ein schwarzer Anzug, bestehend aus Hose und einen langärmligen Oberteil. Gefertigt aus einen sehr elastischen Material, sodas der Anzug am ganzen Körper eng anliegt. Über den Anzug verteilt sind fast 400 weiße Punkte. Dank dieser weißen Punkte kann später das Smartphone den Körper vermessen.
Neben dem Anzug liegt noch eine kurze Anleitung bei und ein kleines Kärtchen welches sich zu einer einfachen Smartphone Halterung falten lässt.

Ein Foto von mir im Zozosuit möchte ich euch hier ersparen ;)

 

Die App

Die App von Zozo ist für Android und IPhone erhältlich

ZOZO - Mode wie maßgeschneidert.
ZOZO - Mode wie maßgeschneidert.
Entwickler: ZOZO, Inc.
Preis: Kostenlos
ZOZO - Mode wie maßgeschneider
ZOZO - Mode wie maßgeschneider
Entwickler: ZOZO, Inc.
Preis: Kostenlos

Nach einer kurzen Registrierung für einen Benutzeraccount kann es dann auch schon mit dem vermessen losgehen. Die App führt einen wirklich sehr genau und Schritt für Schritt durch das Menü.

Ab diesen Zeitpunkt erfolgen alle Anweisung per Sprachausgabe. In verständlichen Deutsch natürlich. Die App erkennt auch wenn man zu nah am Smartphone steht und somit nicht korrekt erfasst wird. Dann folgt man einfach den Anweisungen und dreht sich, wie in der Anleitung erklärt in 12 Bewegungen einmal um die eigene Achse.

Nach wenigen Sekunden hat dann die App alle Werte errechnet. Wirklich faszinierend.

Bei vereinzelten Werten möchte man eine Fehlmessung vermuten. So hätte mein linker Oberarm einen größeren Umfang als mein rechter. Auch die Armlänge unterscheidet sich um gut 3cm. Im großen und ganzen wirken die Werte jedoch alle sehr realistisch. Nachgemessen habe ich jedoch ehrlich gesagt nichts.

Nachdem jetzt alle Werte ermittelt wurden kann man mit wenigen Klicks die gewünschte Kleidung im Shop bestellen. In dem kostenlosen Testpaket beinhaltet dies eine Jeans und ein T-Shirt.

Wenige Minuten später lag dann auch schon die Bestellbestätigung in meinen E-Mail Postfach. Regulär hatte das Paket aus Jeans und T-shirt demnach 81,00€ gekostet. Für diesen Preis bekommt man wohl schon eine Gute Mittelklasse oder sogar Markenqualität im Geschäft. Aber eben nur Ware von der Stange. Für eine Maßanfertigung ist es wohl durchaus ein fairer Preis. Es wird eine Lieferzeit von 4-5 Wochen angegeben. Gefertigt wird die Ware in China. Ob und wie sich das auf die Qualität auswirkt, wird sich herausstellen. Ich bin auf jeden Fall mal optimistisch.

Zozo hat bereit über 10.000 fertige Schnittmuster und Vorgefertigte Kleidungsstücke. Falls eines dieser mit den eigenen Maßen übereinstimmt, wird dieses Verwendet, ansonsten wird eben Maßgefertigt. Dank der Vorgefertigten Kleidungsstücke kann sich die Bearbeitungszeit natürlich nochmals verkürzen. Streng genommen handelt es sich dadurch nicht immer um eine wirkliche Maßanfertigung, sondern teils auch um Maßkonfektion.

 

Also jetzt heißt es wohl abwarten…

 

Update

Nach über 6 Wochen Wartezeit ist jetzt endlich das Päckchen von Zozo eingetroffen. Auch wenn Bavarian Geek kein Fashion-Blog ist, möchte ich in diesem Fall doch noch etwas auf die Kleidung selbst eingehen.

Die Lieferung kam in einen großen stabilen Papierumschlag. Der Versand erfolgte erstaunlicherweise aus Deutschland. Aus einer Stadt nahe Frankfurt am Main. In diesem Umschlag waren dann Jeans und T-Shirt, jeweils nochmal einzeln verpackt in Folie. An der Kleidung konnte ich keine unangenehmen Gerüche feststellen, wie es vor allem bei Billig-Kleidung aus Fernost häufig der Fall ist.
Von Jeans und T-Shirt war ich durchaus positiven überrascht. Das Material – laut Label in beiden Fällen 100% Baumwolle – machte einen wertigen Eindruck. An der Verarbeitung, insbesondere den Nähten gibt es nichts zu bemängeln.

Die Passform ist in beiden Fällen auch sehr Gut. In den letzten Wochen habe ich ein klein wenig an Bauchumfang abgenommen. Trotzdem passt die Jeans besser als so mache Ware von der Stange. Auch das T-Shirt sitzt perfekt.

Äußerst interessant ist jedoch, das im Wäschelabel ein NFC Chip eingenäht ist. Dieser ist jedoch leer und beschreibbar. Ich habe hier kurzerhand Name und Telefonnummer darauf gespeichert. Sollte ich durch einen Unglücklichen Zufall meine Hose “verlieren” kann mich ein technisch affiner Finder kontaktieren ;)

Fazit: Für jeden der bei der üblichen Konfektionskleidung Probleme hat, ist Zozo auf jeden Fall einen Versuch Wert. Die Ware ist Gut und dafür das es eine Maßanfertigung ist auch nicht teurer als der Durchschnitt.
Für alle anderen sehe ich es als weniger interessant. Mal von der langen Lieferzeit abgesehen. Die Auswahl an Kleidungsstücken ist derzeit auf jeden Fall noch sehr begrenzt. Das Design haut einen auch nicht unbedingt vom Hocker. Ich werde also meine Kleidung weiter im Laden kaufen wo ich in der Regel eine enorme Auswahl habe und sogar noch eine persönliche Beratung.

Was haltet ihr von der Idee?

Findet ihr das Konzept interessant oder seid ihr mit den üblichen Konfektionsgrößen zufrieden?

Home-Office

Im September diesen Jahres habe ich eine neue Ausbildung begonnen. Ich benötigte ein mobiles Gerät und stand vor Frage: Laptop (MacBook) und/oder Tablet (iPad)? Für beide Plattformen gibt es sowohl Pro- als auch Kontrapunkte. Im nachfolgenden Text werde ich die, aus meiner Sicht relevanten, Punkte ausführen.

Anforderungen

Die Wahl des Gerätes wird ja immer maßgeblich durch das benötigte Anforderungsfeld bzw. die zu erledigenden Aufgaben definiert. Für mich selbst habe ich grundsätzlich folgende Punkte definiert:

  • Office (Text, Tabelle, Präsentation)
  • Internet
  • Konsum von Video und Livestreams
  • Musikstreaming
  • Gaming
  • Fotobearbeitung (Katalogisieren und Entwickeln, am besten mit RAW-Support)
  • Streaming auf der Platform Twitch.tv
  • Videobearbeitung
  • Podcasten

Alles in allem ein sehr breitgefächertes Anwendungsspektrum, und ohne hier groß zu Spoilern: Mit einem Tablet werde ich diese Anforderungen nicht voll umfänglich erfüllen können. Warum, darauf komme ich später noch zu sprechen.

Seit ein paar Jahren basiert meine gesamte Infrastruktur auf Apple-Geräten. Der Wechsel auf Geräte andere Hersteller oder eine andere Softwarebasis steht für mich nicht zur Diskussion. Die zur Verfügung stehenden Geräte sind also entweder ein MacBook (Pro) oder ein iPad (Pro). Der Formfaktor ist mit Sicherheit interessant, aber nicht unbedingt entscheidend.

MacBook Pro

Macbook

Meine erste Überlegung war tatsächlich, nach der WWDC 2017 mir ein MacBook Pro (13 Zoll) anzuschaffen.

Für das MacBook sprechen:

  • Display
  • Mobilität
  • Vollständiges Betriebssystem

Gegen das MacBook sprechen:

  • momentan eingeschränkte Erweiterbarkeit durch USB-C
  • Formfaktor (nicht so kompakt wie ein Tablet)
  • Keine Stiftunterstützung
  • Höherer Preis und Folgekosten (USB-C Zubehör)

 

iPad Pro

Tablet

Als Alternative zu einem Laptop bietet sich nach wie vor eine Tablet an, gerade wenn man nur ein mehr oder weniger geringes Anwendungsprofil für das Gerät hat. Tatsächlich ist die verwendete Hardware mittlerweile z.T. sogar mehr als ebenbürtig mit aktuellen Laptops, der begrenzende Faktor ist aber nach wie vor die Software bzw. das Betriebssystem und die Erweiterbarkeit mit externen Geräten.

Ich setzte sehr große Hoffnungen in iOS 11 und war nach der WWDC 2017 sehr euphorisch, was die Entwicklung des Betriebssystems anbelangt. Die derzeitigen Pläne von Apple waren auch einer der Hauptgründe, warum ich mich dann letztendlich für das iPad Pro entschieden habe.

Für das iPad sprechen

  • Mobilität
  • außerordentlich gutes Display
  • Stiftunterstützung
  • Mit Tastaturhülle sehr nahe an der Bedienbarkeit eines Laptops

Gegen das iPad sprechen

  • eingeschränktes Betriebssystem
  • So gut wie keine Erweiterbarkeit über USB
  • Mehr oder weniger eingeschränktes Softwareangebot
  • insgesamt eingeschränktes Anwendungsgebiet

Grundsätzliche Überlegungen

Nach der WWDC stellte sich mir also folgendes Grundproblem:

  • Welche Anforderungen kann ich mit welchem Geräte erfüllen?
  • Wie teuer wird die Anschaffung?
  • Welches Gerät im Fuhrpark benötigt definitiv Ersatz?

Nach reiflicher Überlegung kam ich zu folgenden Antworten:

Bei der Beschaffung eines Laptops würde ich gerne meinen Desktoprechner in Rente schicken und diesen mit einem mobilen Gerät ersetzten, dass ich dann je nach Einsatzort mit mir führen kann. Zuhause wird der Laptop an eine Dockingstation angeschlossen und mit USB-Festplatten, NAS, Tastatur, Maus und Monitor zu einem echten Desktoprechner. Unterwegs bietet er die Vorzüge eines mobilen Computers. Zusätzlich benötige ich allerdings noch ein Tablet, mein liebgewonnenes iPad Air hat mittlerweile nahezu vier Jahre auf dem Buckel. Ich möchte aber Stiftunterstützung, um handschriftliche Notizen und Anmerkungen in Dokumenten vornehmen zu können. Dies funktioniert nur mit dem iPad Pro, in Verbindung mit einem MacBook würde hier allerdings der 10,5 Zoll Formfaktor ausreichen.

Diese erste Lösung ist ingesamt die teuerste, je nach Ausstattung des Laptops (geplante Einsatzdauer 4-5 Jahre) komme ich hier auf insgesamt mehr oder weniger 4000,- Euro.

Die zweite Lösung wäre ein MacBook (Pro) der Einsteigerklasse, ohne ergänzendes Tablet. Der iMac bleibt weiter in Betrieb, das Laptop dient nur dem mobilen Einsatz zu Hause und unterwegs. Das ergänzende Tablet mit eingerechnet, steht hier eine Investition in Höhe von ca. 2500,- Euro an.

Die dritte (und letztendlich auch umgesetzte) Lösung war die Anschaffung eines iPad Pro 12,9 Zoll mit Tastatur und Stift. Der Desktoprechner bleibt, wo er ist und alle mobilen Aufgaben werden, so gut es geht, mit dem Tablet erledigt. Einschränkung: mein Eingangs erwähntes Anwendungsprofil kann von diesem Gerät nur etwa zu 75 % erfüllt werden. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf ca. 1300,- Euro, die Einsatzdauer des Gerätes lege ich erneut auf vier bis fünf Jahre aus.

Einschränkungen

Also, was kann das iPad nicht, was ein Laptop kann?

Kommt wie immer drauf an, was ich damit machen möchte. Eins vorweg: Die Stiftunterstützung hat sich als außerordentlich komfortabel herausgestellt, ich möchte sie auf keinen Fall mehr missen. Die Erstellung von Handschriftlichen Notizen, das Anmerken und Kommentieren von PDFs und die Bedienung verschiedener Apps ist mehr als komfortabel.

Was ist möglich?

Alle Officearbeiten, mal ausgenommen von High-End-Excel-Anwendungen und umfangreichen Datenbankoperationen, kann ich sehr gut mit einem Tablet erledigen. Split-View erlaubt mir, zwei Anwendungen nebeneinander zu öffnen und mit iOS 11 kommt auch endlich erweitertes Multitasking und Drag&Drop. Internet ist uneingeschränkt nutzbar, Videostreaming über bekannte Plattformen ist eine Selbstverständlichkeit. Gaming ist möglich, natürlich werden nicht alle Triple-A Titel umgesetzt. Nichtsdestotrotz gibt es mittlerweile eine mehr als umfangreiche Spieleauswahl abseits von CandyCrush & Co. Titel wie “Vainglory”, “Punch Club” oder “Dont Starve” bieten Spielspass über viele Stunden, ohne hinter ihren Desktop-pendants zurückzufallen. Gerade Spielegenres wie Rollenspiele und Umsetzung alter Klassiker (“Rollercoaster Tycoon”) bieten langfristige Unterhaltung für wenig Geld.

Fotobearbeitung ist möglich und wird von Apple auch immer als Keyfeature beworben. Die iCloud Fotomediathek ist für mich tatsächlich mittlerweile mein JPEG-Archiv, es befinden sich knapp 13.000 Bilder der letzten Jahre darin. Das Problem bei großen Datenbeständen ist natürlich immer die Katalogisierung der vorhandenen Daten. Apple geht mit Machine Learning einen ganz interessanten Ansatz, die Bilder werden analysiert und sind, entsprechende Erkennung vorausgesetzt, über die Suche von Schlagwörtern wieder auffindbar. Das klappt erstaunlich gut und bietet einen guten Ansatz abseits der klassischen Katalogisierung mittels Stichwörtern etc. Möchte man allerdings irgendwann auf ein anderes System migrieren, steht man vor einem nicht zu unterschätzendem Problem. Aber das ist ein anderes Thema.

Ein weiteres Hobby ist die Erstellung von Podcast. Hier zeigt sich die Situation durchaus rosiger, als es beim Live-Streaming der Fall ist. Man kann verschiedene Audiointerfaces (mit Class-Compilant 2.0) an das iPad anschließen. Mit vorhandener Hardware kann ich vier Audiospuren gleichzeitig aufnehmen und mit enstprechender Software (“Ferrit”) komfortable bearbeiten. Zur Weiterverarbeitung geht es an Auphonic, dann auf die Homepage. Mit einem klassischen Rechner kann ich mir den Weg über Auphonic sparen, brauche aber entsprechendes Fachwissen für die Nachbearbeitung. Summa summarum kann man sagen, Podcasten mit dem iPad ist möglich, wenn man sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt. Auf einem klassischen Rechner kann es komfortabler sein, benötigt aber auch entsprechendes Hintergrundwissen.

Was ist nicht möglich?

Auf iOS ist zwar mittlerweile der Einsatz von RAW-Bildern möglich, die Bearbeitung ist aber nach wie vor nur sehr umständlich möglich. Gründe dafür sind die Größe und Natur der Dateien, hier bieten klassische Betriebssysteme einfach die bessere Grundlage. Somit ist für mich der Punkt RAW-Bearbeitung über in Tablet nicht möglich.

Eines meiner Hobbys ist auch das Live-Streaming von Computerspiele bei der Plattform Twich.tv. Lange Rede, kurzer Sinn: Obwohl die Hardware wohl mittlerweile durchaus dazu in der Lage wäre, gibt es schlicht keine Software für iOS, die diesen Anwendungsfall zulässt. Ganz zu schweigen vom Anschluss einer Capture-Card bzw. eines gleichzeitig zu betreibenden Mischpults, mit dem die zahlreichen Audioeingänge aufeinander abgestimmt werden können. Und selbst wenn man solche Geräte anschließen könnte, kann man das Tablet nicht mehr laden. Hier ist und bleibt der klassische Rechner die einzige Möglichkeit, Inhalte auf Twich.tv (oder andere Plattformene) zu streamen.

Und der Rest?

Videobearbeitung ist möglich, ich habe iMovie ausprobiert. Die Software nimmt sich nicht viel im Vergleich zu ihrem Desktoppendant, leider hatte ich aber noch keine Zeit, mich intensive mit den Vor- und Nachteilen unter iOS auseinander zusetzten. Dies wird allerdings spätestens bei unserem neuen Videopodcast Projekt geschehen….

Nach einem Monat…

Nach einem Monat mit dem Gerät muss ich sagen, es war auf jeden Fall die richtige Wahl. Bildschirm, Handhabung und die Zusammenarbeit mit dem Stift sind ein Traum.

Wir bekommen in den Vorlesungen viele Skripte als Kopie ausgehändigt, diese lassen sich mit “Scanner Pro” im Handumdrehen als PDF einscannen und mit “PDF Expert” bearbeiten. Gerade diese Kombination von Apps ist ein Traum und den Apple eigenen (iBooks und Notizen) in diesem Fall deutlich überlegen. Schade eigentlich, aber ich bin froh, dass es so eine professionelle Lösung gibt.

Und mit “Affinity Photo” gibt es mittlerweile auch ein professionelle App zur Bildretusche (und u.U. auch RAW-Entwicklung!), auch wenn hier immer noch die Katalogisierung fehlt. Aber he, wer wird denn da undankbar sein…

Welche Erfahrungen habt Ihr mit iOS11 und den mobilen Apple-Geräten in der Praxis gemacht? Egal, ob MacBook, iPad oder iPhone, lasst es mich wissen! Oder habt Ihr Tipps oder Fragen? Immer her damit! Für Anregungen bin ich immer dankbar.

DreamMe Header

Das kleine Gadget DreamMe macht aus deinen Smartphone oder Tablet einen Projektor. Ob das Teil auch hält, was es verspricht erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Über eine Facebook Anzeige bin ich auf das kleine Gadget DreamMe aufmerksam geworden. Es wurde Testgeräte angeboten. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Also Name und Anschrift eingetragen und abgewartet. Und schon nach wenigen Tagen hielt ich das kleine Päckchen in Händen.

Was ist DremMe eigentlich genau?

…dein Smartphone kann mehr! Mit DreamMe wird dein Smartphone oder Tablet zum Nachttischprojektionswecker Beamer.

Damit wird DreamMe auf auf deren Website beworben. DreamMe war 2015 ein Projekt auf Kickstarter, welches auch erfolgreich finanziert wurde. Wenn man Website oder Kickstarter Projekt ansurft lernt man, das DreamMe lediglich eine Linse ist. Mit der passenden App lassen sich so allerhand Informationen an die Decke werfen. Eigentlich eine ganz gute Idee. Das Smartphone liegt in der Nacht auf dem Nachttisch – App an – Linse aufs Display setzen und fertig ist der Projektor.

Verpackung & Lieferumfang

 

DreamMe LieferumfangIn dem kleinen bedruckten Karton ist erst einmal das eigentliche Gadget zu finden. Die große Linse. Dazu gibt es noch ein Reinigungstuch und einen Aufbewahtungsbeutel. Im Onlineshop kostet das Gadget knapp 20€ und ist in mehreren Farben erhältlich. Dafür das es eigentlich “nur” ein Kunststoff Zylinder mit einer Linse ist wohl kein Schnäppchen aber dennoch ein – gerade noch- akzeptabler Preis wie ich finde. Soweit macht es Qualitativ auch einen ordentlichen Eindruck. Das rutschfeste und weiche Material hinterlässt auf dem Display mit Sicherheit keine Kratzer und steht stabil.

 

Die App

Die passende App ist für Android und IPhone erhältlich

DreamMe
DreamMe
Entwickler: Yvonne Joh
Preis: Kostenlos+
DreamMe
DreamMe
Preis: Kostenlos+

Den versierten Android-Nutzer stellt es hier wohl die Haare zu Berge. Man hat das Gefühl man hätte ein IPhone in der Hand. Das Design wurde offenbar 1zu1 von der iOS App Übertragen. Schon der erste Negative Eindruck – zumindest wenn man Android-User ist.

Aber trotzdem mal zu den Funktionen. Unter den “Allgemeinen Einstellungen” stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Uhrzeit
  • Wecker
  • Wetter
  • Eigener Text
  • Schäfchen zählen
  • Auto ein/aus

Dann gibt es noch “Soziale Netzwerke”. Hier lassen sich Tweets und Emails anzeigen. Wenn man diese Nutzen möchte ist jedoch ein Upgrade auf “DremMe Pro” notwendig. Das kostet aktuell 2,02€ per InApp-Kauf. Dieser Kauf ist auch notwendig wenn man unter Uhrzeit zusätzliche Zeitzonen anzeigen will oder bei Wetter zusätzliche Städte.

Man kauft sich eine Hardware und wenn man diese in vollen Umfang nutzen möchte ist eine kostenpflichtige Software notwendig!

Konfigurationen wie Anzeige Helligkeit und Dauer, sowie “Größerer Text” und “Text spiegeln” sind dann erfreulicherweise doch noch ohne Upgrade möglich.

 

DreamMe in Aktion

DreamMe ScreenshotWenn man in den Einstellungen alles seinen Wünschen entsprechend angepasst hat geht es zum nächsten Screen. Dank des Ringes lässt sich die Linse dann korrekt auf dem Display Platz platzieren.
Nach einen antippen des Displays wird in den “Projektions-Modus” geschaltet. Das Display wird komplett schwarz und es ist nur noch der Info-Text zu lesen.

Die Liste wirft diesen dann als Projektion an die Decke. Das klappt auch grundsätzlich mal. Jedoch hatte ich, trotz unzähligen Versuchen mit justieren immer eine sehr starke Vignettierung. Das bedeutet das lediglich die Mitte der Projektion scharf war, der Rand jedoch unscharf. Leider schaffte ich es nicht, ein aussagekräftiges Foto zu schießen. Das Ergebnis ist jedoch in etwa wie in dieser kleinen Fotomontage.

 

 

DreamMe Projektion

 

Das Ergebnis ist also leider nur Mangelhaft.

 

Fazit:

In meinen Augen ist es vielleicht eine nette Idee. Jedoch mangelhaft umgesetzt. Wirklich verwenden werde ich dieses Gadget auch nicht. Da es lediglich nur einen Bruchteil von relevanten Informationen anzeigen kann. Für Benachrichtigungen von Facebook oder allen möglichen anderen Apps muss ich doch wieder das Smartphone in die Hand nehmen und danach die Linse wieder mühevoll platzieren und justieren.

 

Ende März fand in Regensburg eine BarCampNight stand. Eine der Sessions (von @johndillinger15) behandelte das Thema Podcasts. Es ging um die Hintergründe, die Möglichkeiten bei der Aufnahme und Publikation und natürlich auch über die Wiedergabe. Einer der vorgestellten Drittanbieter-Clients war Overcast. Hier mehr dazu.

Die Ausgangslage

Ich selbst nutze Podcasts mittlerweile schon relativ lange als Mittel zur Informationsaufnahme für Bereich, die mich persönlich interessieren (Technik, Foto, Games). Da ich mich hauptsächlich auf der Softwareplattform von Apple bewege, war für mich der native Podcastplayer von Apple somit die erste Anlaufstelle. Über Jahre hinweg war dieses Stück Software für mich auch absolut ausreichend. Aber man kann ja durchaus mal eine Alternative testen.

Der Herausforderer Overcast

Overcast kann, wie bei Apple üblich, über den AppStore bezogen werden. Es gibt einen Client für das iPhone, das iPad und eine Erweiterung für die Apple Watch. Manchmal höre ich auch Podcast über den Computer. Bisher lief das über das Medientool iTunes. Da dieser Anwendungsfall aber eher die Ausnahme als die Regel ist, bin ich in diesem Fall auch mit der Wiedergabe der Podcast über die Webseite von Overcast zufrieden. Oder ich schließe mein iPhone einfach an mein zentrales Mischpult an und höre dann über meine Kopfhörer.

Overcast
Overcast
Preis: Kostenlos+

Neue Podcast

Overcast AddPodcast

Am Anfang hat man natürlich noch keine Podcast in seiner Aboliste. Aus anderen Apps kann man, wenn unterstützt, eine OPML-Liste exportieren und in Overcast importieren. So spart man sich das manuelle Hinzufügen. Von jedem Podcast, den man abonniert, wird automatisch die aktuelle Episode auf das Gerät geladen. Möchte man einen Podcast nur mal “probehören”, kann man auch probeweise eine einzelne Episode laden. Es gibt eine Twitter-Integration, die ich aber nicht nutze. Man kann sich wohl auf Basis seiner Timeline neue Podcasts empfehlen lassen oder selbst teilen.

Podcast Übersicht und Playlist

Overcast Playlist

In der Hauptansicht sieht man seine abonnierten Podcast, oben werden alle vorhandenen Playlisten abgelegt. Von Haus aus ist eine chronologisch sortierte Liste mit allen Episoden vorhanden. Über  das Overcastsymbol kommt man die Einstellungen, das zweite Symbol von links zeigt alle aktuellen Downloads, das nächste Symbol öffnet den Editor für Playlist und ganz links fügt man neue Podcast hinzu. Ganz unten am Bildschirm liegt der Miniplayer der aktuellen Wiedergabe.

Wiedergabe und Optionen

Overcast Wiedergabe

Hat man dann mal eine Liste mit Podcast erstellt, kann man auch schon mit dem Anhören beginnen. Wenn es der Podcast unterstützt, zeigt die App die Kapitelmarken an. Man kann so sehr leicht verschiedene Kapitel überspringen oder nur gezielt ein bestimmtes Thema anhören. Ein sehr komfortables Feature, das in der nativen Podcastapp von Apple nicht verfügbar ist.

Overcast Speed

Das Herzstück von Overcast ist aus meiner Sicht die Option “Smart Speed”. Die App rechnet aus dem Podcast zum einen “stille Pausen” heraus. Zum anderen lässt sich die Wiedergabegeschwindigkeit in neun verschiedenen Stufen anpassen, die App steuert dann selbst noch im Detail nach. Bei Apple stehen nur drei Stufen Wiedergabegeschwindigkeit zur Verfügung (1x, 1,5x, 2x).

Am Anfang erscheint diese Möglichkeit etwas befremdlich. Für mich ist diese Art der Wiedergabe aber mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Natürlich muss man sich zuerst an die höheren Geschwindigkeiten  heran tasten. Wenn man sich nach kurzer Eingewöhnungszeit aber daran gewöhnt hat, möchte man diese Option nicht mehr missen. “Voice Boost” hebt leise Podcasts in der Lautstärke an und kann die Tonqualität tatsächlich signifikant verbessern. Ein schönes Feature ist die Möglichkeit, Einstellungen spezifisch für  einzelne Podcast zu speichern.

Apple Watch Erweiterung

Auf der Uhr zeigt sich der Player der App spartanisch. Oben links sieht man die verbleibende Restlaufzeit. Man hat die Möglichkeit vor- und zurückspulen sowie die Wiedergabe zu pausieren. Das alles kann die native Wiedergabesteuerung auch. Zusätzlich greift man noch auf die Wiedergabeliste von Overcast zu. Der Stern in der Mitte ist wieder für die Twitter-Intergration zuständig.

 

Fazit

Wie bereit erwähnt war ich bisher mit der native PodcastApp von Apple sehr zufrieden. Overcast bietet aber tatsächlich einen Mehrwert. Hierzu zählt vor allem die Wiedergabe bei erhöhter Geschwindigkeit sowie die Nachbearbeitung der Klangqualität. Die App ist kostenlos erhältlich und in vollem Umfang nutzbar. Möchte man den Entwickler unterstützten, kann man für knapp 10 Euro im Jahr ein Abo abschließen, dass die kleinen Werbeanzeigen am unteren Bildschirmrand entfernt.

 

Hört Ihr auch Podcasts? Was ist eure bevorzugte Abspielsoftware? Oder könnt ihr mit diesem Medium eher nichts anfange? Teilt mir Eure Meinungen in den Kommentaren mit!