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Schon im vergangenen Jahr hat Google auf der I/O die neue Funktion vorgestellt. Jetzt wurde die Google Maps Augmented Reality – Navigation für die ersten deutschen Nutzer aktiviert. Zumindest in einer Alpha für ausgewählte Nutzer.

Ich bin im Moment einer der glücklichen die diese neue Funktion testen dürfen. Offenbar wurden hier primär (sehr aktive) Google Local Guides ausgewählt.

Schon vor wenigen Tagen ist mir ein neues Symbol während der Fußgänger Navigation in Google Maps aufgefallen. Eine 3D Ansicht eines Würfels. Wenn man diesen antippt startet die neue Google Maps AR – Navigation.

Man bekommt einen Blick durch die Kamera. Im unteren Bereich sieht man einen kleinen Kartenausschnitt der einen zusätzlich den Weg weist. Als erstes wird die Umgebung analysiert. Ermöglicht wird das durch Googles selbst entwickeltes „Visual Positioning System“ – kurz VPS – welches die Umgebung und Häuser anhand des Kamerabildes erkennt. Dieses Livebild wird mit den Streetview-Aufnahmen abgeglichen. So kann die Software von Google Maps Augmented Reality den exakten Standort und vor allem auch die exakte Blickrichtung des Nutzers sehr genau kennen.

Ich konnte Google Maps Augmented Reality in Berlin und in München ausprobieren. Ob und wie dieses in einer Stadt ohne Streetview-Aufnahmen funktioniert kann ich leider erst in den kommenden Tagen testen.

Nach wenigen Augenblicken startet dann auch die Navigation.

Hier ein paar Beispiele wie Google diese Navigation visualisiert.

 

Selbstverständlich ist Google hier auch auf die Sicherheit des Nutzers bedacht und zeigt auch eine Warnmeldung.

Sie beim Gehen aus Sicherheitsgründen nicht auf dein Telefon

Für diese Navigation muss das Smartphone natürlich die ganze Zeit aufrecht gehalten werden. Wenn man sich hier lediglich durch Blick auf das Kamerabild des Smartphones orientiert ist dieser Sicherheitshinweis auch nicht ganz unberechtigt. Auch ich habe mich selbst dabei ertappt das ich hier etwas unaufmerksam wurde.

Sobald man das Smartphone wieder normal in der Hand hält, schaltet die Navigation übriges auf die reguläre Karte um. Wenn man das Smartphone wieder aufrichtet erneut in die Augmented Reality – Navigation zurück.

Den Fuchs, also den “virtuellen Reiseführer” welcher in obigen YouTube Video gezeigt wird konnte ich bisher leider noch nicht zu Gesicht bekommen.

Mein erster Eindruck ist bisher durchweg positiv.

Die Navigation wir dadurch enorm erleichtert. Zu erwähnen sei lediglich noch das diese Funktion selbstverständlich nur bei der Fußgänger Navigation funktioniert. Bei der Navigation via PKW oder Fahrrad ist dies nicht möglich. Zudem darf man bei dieser Art natürlich nicht vernachlässigen das dies vor allem bei längeren Navigationen wohl auch Einfluss auf den Akku-Verbrauch des Gerätes hat

Eure Meinung

Durftet ihr diese neue Funktion auch schon Testen?
Oder was haltet ihr von dieser neuen Art der Navigation?
Ich würde mich über eure Meinung freuen.

 

 

 

 

 

Aukey PL-BL02 Header
Heute im Geek-Test: Die Aukey PL-BL02 3x HD Telephoto Phone Lens – Also ein dreifach Zoomobjektiv für dein Smartphone. Ob dies dein Smartphone wirklich zu einer professionellen Kamera aufwertet, erfahrt ihr in diesem Testbericht.  

Erst mal Ausgepackt

  Wie ihr es im Titelbild seht, kommt die Aukey PL-BL02 wie gewohnt in einen einfachen braunen Karton daher. Für mich hat diese schlichte Verpackung einfach einen gewissen Charme. Darin enthalten ist ein, ebenfalls schlichtes, schwarzes Case in (Kunst-) Leder-Optik. Neben diesen ist lediglich noch eine Garantiekarte im Karton. Der Lieferumfang:
  • Aukey PL-BL02 Linse
  • Objektiv Schutzdeckel
  • universal Halteklemme
  • Karabinerhaken
  • Reinigungstuch
  • Transportbeutel
 

Der erste Eindruck der Aukey PL-BL02

Der erste Eindruck der Linse ist wirklich sehr Gut. Die Linse sitzt in einen hochwertigen Aluminiumrahmen. Es macht wirklich einen sehr wertigen und stabilen Eindruck. Das schlägt sich aber natürlich auf das Gewicht nieder. Gut 73 g bringt allein die Linse, ohne Halterung auf die Waage. Das ist knapp die hälfte des Gewichtes eines aktuellen Smartphones. Das Google Pixel 2 beispielsweise wiegt nämlich gerade mal 143 g. Ein Kritikpunkt in der Form beziehungsweise Verarbeitung: Obwohl die Linse einen hohen, gewellten Rand besitzt, ist die Linse dadurch nicht wirklich geschützt. Legt man die Aukey PL-BL02 mit der Linste nach unten auf eine glatte Fläche, liegt die Linse auf. Hätte man den Rand nur wenige Millimetern höher gemacht, wäre die Linse geschützt. So hat wohl schon ein kleiner Sturz auf eine glatte Fläche fatale Folgen für die Linse.  

Die universal Halteklemme

Dank der mitgelieferten universal Halteklemme lässt sich das Objektiv wohl auf nahezu jeden Smartphone anbringen. Auf den ersten beiden Fotos seht ihr die Linse auf dem Pixel 2 angebracht. Auf dem dritten Foto ein Google Pixel 2 mit der angebrachten Linse in einem Xiaomi Stativ. Die Klemme ist an der Unterseite gummiert, was ein verrutschen verhindert. Jedoch stößt sie durch das hohe Gewicht des Objektives schon fast an seine Grenzen. Die Konstruktion hält soweit stabil. All zu hastige Bewegungen sollten jedoch vermieden werden.  

Die Aukey PL-BL02 im Einsatz

Mit Hilfe des Xiaomi Statives habe ich versucht jeweils zwei Fotos aus einer identischen Perspektive zu schießen um einen direkten Vergleich erstellen zu können.   Der Zoom holt die Kirche im Hintergrund ein ganzes Stück näher ran. Die Zoom-Leistung ist also soweit ganz akzeptabel. Jedoch ist ein deutlicher Verlust von Farbe und Kontrast zu erkennen. Was vor allem beim Himmel sowie beim Wasser deutlich wird. Das Foto verliert auch, primär an den Randbereichen an schärfe. Es ist ebenfalls eine leichte Vignettierung (schwarze Ecken) zu erkennen. Je nach Objekt fallen diese Effekte mal mehr, mal weniger stark auf.  

Mein Fazit:

So ganz kann die Aukey PL-BL02 leider nicht Überzeugen. Die Zoom-Leistung ist soweit ganz ordentlich. Allerdings verliert das Foto doch je nach Objekt mehr oder weniger an Qualität. In bestimmten Situationen kann dieses kleine Gadget jedoch sicher ganz nützlich sein. Wenn man das Foto im Nachhinein etwas bearbeitet lassen sich sicher ganz akzeptable Ergebnisse erzielen. Vor allem wenn man den Preis von gerade mal 16€ in Betracht zieht wohl keine absolut falsche Investition.
Pocket Tripod

Das ein Projekt auf Kickstarter mal etwas länger braucht als ursprünglich geplant ist ja nichts neues. Aber das ich fast 2 Jahre auf den Pocket Tripod warten muss, hätte ich auch nicht gedacht. Wie mein langer “Leidensweg” verlaufen ist, könnt ihr in diesem Bericht erfahren.

Im April 2016 stolperte ich über das Kickstarter Projekt Pocket Tripod.

Pocket Tripod | The only phone tripod you need.

 

Das kleine Gadget machte einen  ganz interessanten Eindruck. Ein Smartphone Stativ, welches in der Geldbörse Platz hat. Das kann man doch immer mal brauchen – dachte ich mir. Und ohne lange zu zögern habe ich das Projekt bei Kickstarter mit 19$ inklusive Versand unterstützt.

Die voraussichtliche Lieferzeit wurde damals mit Oktober 2016 angegeben. Dazu müsste man wohl noch ein paar Wochen dazu rechnen, bis das Gadget dann auch in Deutschland ankommt. Hier hatte ich leise zweifel , das ich zu diesem Zeitpunkt noch das selbe Smartphone nutzen würde. Das Pocket Tripod musste ja für ein bestimmtes Smartphone, beziehungsweise für eine bestimmte Geräte-Dicke geordert werden. Wenn man dann zu einen Smartphone mit anderen Maßen wechselt, passt das Pocket Tripod nicht mehr. Aber: No risk – no fun

 

Schon wenige Wochen darauf, trat auch meine anfängliche Befürchtung ein. Ich wechselte das Smartphone. Damals zum Huawei Nexus 6P. Jedoch konnte ich meine Bestellung über den Kundendienst leicht ändern. Da dass Produkt ja noch nicht einmal produziert wurden ist, wohl auch keine große Sache.

Im Oktober 2016 sollte es dann soweit sein. Aber außer einer Email über ein verbessertes Design, kam erst einmal nichts..

It will be better in every way because we’ve spent the past four months overhauling the design from the ground up.

Naja, zumindest mal was positives. Also war wohl mal etwas Geduld gefragt.

 

Im Dezember 2016, kurz vor Weihnachten kam dann mal eine vielversprechende Email.

Your Pocket Tripod PRO is almost ready!
We initially expected to have the new Pocket Tripod PRO ready to ship by December 19th. But the production has required a little more time than we had anticipated. We expect to have it ready to ship by the end of January.

Schon wieder warten?! Naja, ich war ja auf das Produnkt nicht wirklich angewiesen.

 

Aber auch Ende Januar 2017 passierte mal wieder erst einmal: Nichts
Anfang Februar 2017, wieder eine Email. Auch hier wurde mal schon wieder nur vertröstet.

Rework and Adjustments
Our manufacturer has performed their first trial run, and sent us the samples last week. Overall, the components are very well made but do require further fine-tuning for correct fit and function. Creating tools for plastic injection molding is an iterative process.

OK – schön langsam wird ärgerlich. Aber ändern kann man ja wohl doch nichts. Also weiter warten…

 

Auch im Mai 2017 wurde man wieder vertröstet und man hat sich für die Geduld bedankt.

Thank you for your patience and for giving us the opportunity to make the best product possible. We do realize that there was a gap between this and our last update, but we did not have any concrete details from our manufacturer until now.

The adjustments and debugging of the molds were scheduled to be complete by March 10th, but our manufacturer took longer than expected. They actually had to go through four additional rounds of adjustments to get the parts fitting just right. This was due to an accidental damage to a component’s mold, which forced them to remake it.

 

Kickstarter kann ja nicht dafür…

 

Genau so dann im Juni 2017.

Thank you so much for patiently waiting while your pre-order to get ready to ship. Our manufacturer had promised to start production two weeks ago, but we’re told that they are facing challenges in obtaining consistent results. This comes as a surprise to us, given their past experience with making the Pocket Tripod, and the extended time they’ve spent on tooling.

In der Zwischenzeit hatte ich mir sogar schon eine alternative Zugelegt. Dieses mal aber nicht über Kickstarter. Den Xiaomi Selfie Stick. Zwar etwas anders gelöst , aber trotzdem zumindest mal ein Stativ für mein Smartphone.

 

Aber dann: Ende Juli 2017 bekam man dann einmal positive Nachrichten.

We’re back from visiting our manufacturer and we’re excited to let you know that production is finally underway. During the last few days at the factory we had a chance to film the production process and we’ve put together a short video for you to see.

OK- Dann kann es ja nicht mehr all zu lange dauern.

Dachte ich…

 

Ende Juli 2017 wechselte ich erneut mein Smartphone. Dieses Mal zum One Plus 3. Aber auch dieses Mal konnte ich nach einer kurzen Email an den Kundenservice erneut die Bestellung ändern.

 

Anfang Oktober 2017 wieder eine Gute Nachricht. Es kam wieder richtige Vorfreude auf das Produkt auf.

Thank you for your continued patience as we prepare your order. Since our last update, we’ve been producing components and assembling them non-stop.

 

In einer Mail vom Anfang Dezember 2017 sollte ich dann meiner Versandanschrift bestätigen. Ich war schon Guter dinge das ich das Stativ am Weihnachtsfest zum Einsatz bringen könnte. aber ich wurde auch hier wieder enttäuscht.

Erst Mitte Januar 2018 kam dann die Email mit dem Betreff der meine Augen zum Leuchten brachte.

Your order has been shipped!

Ende Januar 2018 konnte ich meinen Pocket Tripod dann endlich in Händen halten. Es war wohl wirklich ein verdammt langer Weg. Das Teil wird jetzt natürlich ausführlich getestet.

Von Kickstarter Projekten habe ich aber erst einmal genug…

 

Smartphone Video

Die Kameras von Smartphones werden immer besser – die Smartphone-Videos allerdings nicht wirklich. Hier kommt es allerdings nicht auf die Technik, sondern den Benutzer an. Denn viele Geräte haben mittlerweile auch eine richtig gute Videokamera eingebaut, so dass man sich auf Reisen oder für spontane Schnappschüsse eine lästige, weil unhandliche, Fotokamera sparen kann. Und auch einen Camcorder wird zunehmend von der Bildfläche verschwinden, da man mit dem Handy auch Videos aufnehmen kann.

Waren Smartphone-Videos bis vor kurzem noch verpönt und argwöhnisch belächelt worden, ist auch ihre Qualität auf dem besten Weg dahin salonfähig zu werden. Smartphones mit einer 4K Kamera sind mittlerweile schon Standard. Was man noch dafür braucht und was man tun muss um professionelle Smartphone-Videos zu erstellen erklärt Armin Bichler von Stadtshow Videoproduktion München.

Nützliche Tipps für das Filmen mit dem Smartphone

Gehen wir von dem Fall aus, dass ihr in den Urlaub fahren und die schönsten Erlebnisse eurer Reise im kurzen Videos festhalten wollt um diese später zu einem kurzweiligen Urlaubsvideo zusammenfügen. Aber natürlich sind folgende Tipps auch auf alltägliche Situationen anzuwenden.

Alle Tipps für gute Smartphone-Videos

  • Filmen
    • Richtige Kamera-App verwenden
    • Smartphone quer halten
    • Bildstabilisator einschalten
    • Ruhig halten
    • Die richtige Perspektive wählen
    • Aus verschiedenen Perspektiven filmen
    • Einstellungsgrößen abwechseln
    • Auf das Wesentliche konzentrieren
    • Kurze Clips erstellen
  • Nachbearbeitung
    • Direkt am Smartphone
    • Am Computer
    • Musik

Die richtige Kamera-App verwenden

Die standardmäßig installierte Kamera App Smartphones muss nicht zwangsläufig die beste sein. Manchmal lohnt sich der Blick in den App-Store eures Vertrauens (iTunes, Google Android Shop oder Windows Store). Man kann die meisten Kamera Apps in einer Lite-Version testen und sehen welche einem am besten gefällt.

Ich empfehle die App Camerlingo, mit der man zahlreiche verschiedene Filter live auf das Video Bild anwenden kann, und sogar Texte einblenden kann. Die Lite-Version ist gratis und bietet schon gute Features, allerdings mit einem Wasserzeichen des Herstellers. Die Profiversion kostet gerade mal 4 €.

Cameringo Lite - Filter Kamera
Cameringo Lite - Filter Kamera
Entwickler: Perraco Labs
Preis: Kostenlos

Cameringo+ Filter Kamera
Cameringo+ Filter Kamera
Entwickler: Perraco Labs
Preis: 2,99 €

 

Eine komplett kostenlose Alternative zur Standard Kamera ist die Open-Camera.

Open Camera
Open Camera
Entwickler: Mark Harman
Preis: Kostenlos

 

Das Smartphone quer halten

Der erste Schritt zu einem professionellen Video mit dem Smartphone ist, dass man das Aufnahmegerät mit beiden Händen oder zumindest mit einer Hand quer hält.

Man erkennt einen Amateur und Film-Banausen sofort darin, dass er mit seinem Handy filmt, als würde er gerade eine Telefonnummer mit dem Daumen eintippen. Die wenigsten Menschen stellen ihre Bildschirme und Fernseher hochkant im Wohnzimmer auf, oder? Es heißt ja auch 16:9 und nicht 9:16. Mit Hochkant-Videos kann man im Nachhinein wenig anfangen, außer sie vielleicht mit Gleichgesinnten zu teilen, denen so etwas wie das richtige Format total egal ist.

Wenn möglich Bildstabilisator einschalten

Die meisten Kamera-Apps besitzen unter den Einstellungen die Möglichkeit einen sogenannten Bildstabilisator anzuschalten. Damit werden Aufnahmen weniger verwackelt und das berühmte Zittern wird weitestgehend ausgeglichen.

Ruhig halten

Egal ob mit oder ohne digitalen Bildstabilisator, sollte man bei Aufnahmen mit dem Smartphone das selbige möglichst ruhig halten. Als vor 20 Jahren der Film “Blair Witch Project” ins Kino kam mussten sich die Menschen, die sich diesen Amateur-Film im Kino anschauten, wegen der verwackelten Bilder übergeben.

Auch bei YouTube trifft man oft auf Videos, bei denen man nicht lange zu sehen will. um zu vermeiden, dass die Zuschauer wenig Freude am eigenen Video haben, sollte man möglichst wackelfreie Aufnahmen erstellen.

Dazu gehört auch, dass man nicht abrupt schwenkt von links nach rechts oder von oben nach unten. idealerweise schwenkt man überhaupt nicht. Als Faustregel kann man sich merken:

Schwenken nur, wenn es unbedingt sein muss.

Und auch ohne Bildstabilisator eine möglichst ruhige Aufnahme zu machen, kann man sich z.b. auf etwas abstützen.

Stativ und Mikrofon verwenden

Ambitionierte Filmer können die Qualität ihrer Smartphone-Videos mit jeder Menge Zubehör verbessern. Als erstes würde ich ein Stativ empfehlen, damit das mit dem ruhig halten auch wirklich klappt. Jedoch hat man auf Reisen wenig Lust ein schweres Teil herumzuschleppen. Hierfür gibt es sogenannte „Gorilla Pods“, die man schnell und flexibel an allen möglichen Orten befestigen kann.

Für Technik-Geek ist vielleicht sogar ein Schwebe-Stativ für das Smartphone interessant. Damit kann man Kamerafahrten machen und Dynamik ins Video bringen.

Wer Tonaufnahmen in Form von Interviews oder Live-Kommentaren plant, der benötigt zudem ein Mikrofon. Die Ton-Qualität ist schon mit einem günstigen Smartphone-Mikrofon für ein paar Euro um Welten besser als mit dem eingebauten Mic.

Die richtige Perspektive wählen

“Wir können kein Bild mit der Freiheitsstatue machen, weil sie zu groß ist.”

Dieser legendäre dümmliche Satz stammt von einem guten Freund von mir, mit dem ich einst in Las Vegas war. Wir standen direkt vor der Freiheitsstatue des  New York New York Hotels. Von diesem Punkt aus wäre es wirklich kein schönes Bild mit der Freiheitsstatue geworden. Jedoch allgemein auszuschließen dass ein Foto nicht möglich sei, ist einfach nur Faulheit.

Das Gleiche gilt für Videoaufnahmen. Für gute Aufnahmen muss man unter Umständen weiter weg, näher ran oder aus der Froschperspektive filmen. Dadurch erspart man sich z.b. den verpönten Hochkant-Modus oder das Schwenken, dass nötig wäre um die Freiheitsstatue aus der Nähe von oben bis unten komplett drauf zu bekommen.

Aus verschiedenen Perspektiven filmen

Wenn man eine relativ statische Szene filmt, bei deran sich Zeit nehmen kann, sollte man das Geschehen aus mehreren Perspektiven filmen. Dadurch sorgt man im späteren Video für mehr Abwechslung und gibt dem Zuschauer das Gefühl einen nicht nur subjektiven Blick auf das Geschehen zu werfen, sondern es eben aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können.

Einstellungsgröße abwechseln

Unter Einstellungsgröße versteht man, wie groß ein Motiv im Bild erscheint. Ist das Motiv Bildschirm füllend zu sehen, spricht man von einer Nahaufnahme oder einem close up. Das kann z.b. das Gesicht der Freiheitsstatue sein.

Ist das Motiv hingegen nur ein Teil des Bildes, spricht man von einer Totale. das ist z.b. der Fall wenn eine Person vor der wesentlich größeren Freiheitsstatue steht.

Für ein professionelles und abwechslungsreiches Video sollte man diese beiden Einstellungsgrößen immer abwechseln. Idealerweise macht man Aufnahme in der Totale und anschließend noch eine Nahaufnahme eines besonderen Details.

Auf das Wesentliche konzentrieren

Um bei der späteren Nachbearbeitung nicht ewig nach den Guten Stellen suchen zu müssen, sollte man bereits beim Aufnehmen darauf achten, nicht so viel Überflüssiges zu filmen. Mein Powertip hierfür:

Nach einer guten Aufnahme sofort Stopp drücken.

Dadurch wird die Videodatei abgeschlossen. Bei der Nachbearbeitung weiß man später, dass die Sehne, die man für das Urlaubsvideo verwenden will, am Ende des Videoclips ist. Man muss dadurch nicht den kompletten Clip nach Highlights durchsuchen, sondern kann direkt ans Ende springen.

Kurze Clips machen

Der Vorteil am kurzen Clips ist zum Einen, dass man bei der Nachbearbeitung weniger Material hat. Zum Anderen ist der Speicherplatz des Smartphones (noch) nicht unendlich und man kann mit kurzen Clips Platz sparen. Dabei sollte man auch immer im Hinterkopf behalten, dass eine Aufnahme im fertigen Video eine Länge von maximal 5 Sekunden haben sollte. Natürlich gibt es Ausnahmefälle, aber die bestätigen die Regel.

Nachbearbeitung

Nun geht es darum aus den vielen Einzel-Clips, die man auf einer Reise oder im Laufe der Zeit auf seinem Smartphone aufgenommen hat, ein Video zu erstellen. Machen wir uns nichts vor: Dieser Teil kann extrem zeitraubend sein. Man kann bei der Nachbearbeitung unglaublich viel Zeit mit Detail-Arbeit verschwenden, die im Endeffekt keinem etwas bringen. Deshalb halte ich es mit der 80:20-Regel:

In 20% der Zeit schafft man 80% der Arbeit. Dabei sollte man es belassen. Außer man will einen Oscar gewinnen.

Nicht übertreiben

Viele Amateure neigen dazu ein Video mit Titeln, Effekten und Überblendungen zu überladen. Das kostet alles viel Zeit für wenig Ertrag. Ich würde deswegen einen einfachen Videoschnitt machen, bis man gut genug bei den Basics ist um zur Kür zu gelangen:

  1. kurze Sequenzen (2 – 5 Sekunden)
  2. Sinnvolle Reihenfolge –> Verständlich ohne Texte
  3. Abwechseln von Einstellungsgrößen und Perspektiven
  4. Musik unterlegen
  5. Fertig

Hier ein Beispiel-Video, das ich komplett mit Smartphone und Gopro “nebenbei” gedreht habe:

Bearbeitung direkt am Smartphone

Ebenso wie eine Kamera App besitzen viele Smartphones auch einen vorinstallierten Video-Editor, mit dem man mehrere Videoclips kürzen und zusammenfügen kann. Das reicht um eine überschaubare Anzahl an Clips in ein kurzes Video zu verwandeln.

Natürlich gibt es dafür auch noch professionelle Apps, mit denen man Musik hinzufügen, Filter anwenden und Titel einblenden kann.

Ich habe selbst einige Video-Editor-Apps getestet und war mit keiner wirklich zufrieden. Ich verwende hierfür die Android App Video Show, allerdings nur zu experimentellen Zwecken wie einem Smartphone Live-Vlog auf Youtube oder Facebook. Der Haken: Im fertigen Video hat man bei der kostenlosen Version in der rechten unteren Ecke den Schriftzug der App. Wer mit der App gut zurechtkommt und diese öfter verwendet, kann die paar Euro für die Vollversion ohne Wasserzeichen bestimmt verschmerzen.

Wer noch andere gute Video-Bearbeitungs-Apps kennt kann das gerne in den Kommentaren posten.

Bearbeitung am Computer

Der Vorteil bei der Videobearbeitung am Computer ist, dass sie wesentlich übersichtlicher und einfacher ist, als am kleinen Smartphone Display. Der Nachteil ist, dass die meisten Programme kostenpflichtig sind.

Wer nicht 50 € im Monat für professionelle Video Programme ausgeben will, den würde ich den Video Maker von Magix empfehlen.

Dieser ist einfach zu benutzen, bietet viele Effekte und kostet zwischen 50 und 100 Euro.

Ein kostenloses Videobearbeitungsprogramm ist z.b. der Windows Movie Maker der auf jeden Windows-PC standardmäßig installiert ist.

Eine Alternative dazu ist das ebenfalls kostenlose Lightworks mit dem auch schon der ein oder andere professionelle Spielfilm geschnitten wurde. Mit ein bisschen Übung kann man mit dem Programm bestimmt gute Sachen machen. Ich bin jedoch kein Fan davon.

Videoschnitt

Unter Videoschnitt versteht man das Kürzen und Arrangieren einzelner, kurzer Video Sequenzen zu einem großen Ganzen. Egal, ob man seine Videos auf dem Smartphone oder am Computer bearbeitet, es gibt ein paar Tipps, die für den allgemeinen Videoschnitt hilfreich sein können.

Länge – Kürze

Die Länge der einzelnen Elemente sollte so kurz wie möglich und so lange wie nötig sein.

Hier gilt: in der Kürze liegt die Würze. Der Zuschauer ist schnell gelangweilt, wenn eine Aufnahme, die im Prinzip nichts Neues bietet, zu lange zu sehen ist. Beispielsweise wenn man 10 Sekunden die Freiheitsstatue aus derselben Perspektive ohne Bewegung sieht.

Wer sich Nachrichten anschaut, wird merken, dass eine Aufnahme in der Regel zwischen 3 und 5 Sekunden zu sehen ist, bevor der nächste Schnitt kommt. Bei Kinofilmen kann die Schnittfrequenz wesentlich höher sein. Vor allem bei Actionfilmen wird im Sekundentakt geschnitten.

Je nachdem welchen Stil man bevorzugt, sollte man sich an diesen Längen orientieren. Die Zuschauer werden es einem danken, dass man ihnen nicht mit einem Dia-Vortrag-ähnlichen-Video die Zeit raubt.

Abwechslung

Wie bereits beim Filmen erwähnt ist die Abwechslung von Perspektiven und Einstellungsgrößen ein Kriterium, dass für Professionalität und Kurzweiligkeit sorgt.

Schneidet man nur Totale an Totale, wird das auf Dauer ermüdend für den Zuschauer, der sich ständig in einer großen Landschaft mit vielen Details zurechtfinden muss. Wechselt man eine Totale mit einer Nahaufnahme ab, lässt man den Zuschauer einen genaueren Blick drauf werfen, bei dem er weniger Informationen verarbeiten muss.

Musik & Audio-Bearbeitung

Unverzichtbar für ein gutes Video ist Musik. Ich sage nicht mal die passende Musik, sondern einfach nur Musik. Empfehlenswert ist nicht nur deswegen ein Youtube-Kanal. Denn YouTube biete eine große Audio-Bibliothek mit kostenlosen Liedern, die man für eigene Projekte verwenden kann. Viele davon kann man sogar für kommerzielle Videos benutzen. Einfach nach der passenden Stimmung oder Musik-Richtung suchen und reinhören. Hier würde ich aber auch nicht zuviel Zeit liegen lassen. Irgendein rhythmisches Instrumental-Stück (ohne Gesang ;) aus dem Dubstep oder Electro-Bereich ohne große Kapriolen und Ablenkungen wird den Job am besten erledigen.

Für den Anfang ist man wahrscheinlich schon genug mit der Video-Bearbeitung an sich beschäftigt, sodass man die Musik am Ende einfach unter das Video legen kann und die ganze Atmo (Audio-Elemente der Video-Sequenzen) löschen kann.

Ich würde alle Audio-Elemente des Videos entfernen und nur die Musik laufen lassen. Wer wichtige Ton-Sequenzen im Video hat (O-Töne), muss bei diesen evtl. die Musik leiser stellen, damit man das gesagt verstehe kann und der Ton nicht übersteuert. Das geht bei jedem Programm anders. Meist erreicht man die Audio-Einstellungen einer Datei über einen Rechts-Klick mit der Maustaste auf die entsprechende Sequenz.

Um das Video noch einen Tick professioneller zu machen, kann man die Schnitte auf den Takt der Musik setzen. Das heißt, dass eine Szene zur anderen wechselt, wenn z.b. gerade ein Schlag der Bassdrum zu hören ist.

Voice over

Wer sein Video zusätzlich kommentieren will, benötigt dafür ein USB-Mikrofon um am Computer eine gute Tonqualität zu erreichen. Mit einer Audio Recording Software wie z.b. Audition oder Audacity kann man seine Stimme aufnehmen und Pausen oder Versprecher ganz einfach herausschneiden. Damit der gesprochene Text auch zum Video passt, sollte man das Video auf Stumm abspielen, während man den Text spricht.

Entweder schreibt man den Text vorher und liest ihn dann zum Video oder man plappert frei von der Leber weg drauflos, wenn man das Talent dazu hat.

Mit diesen Tipps solltet ihr aus eurem gefilmten Smartphone-Video-Material ein unterhaltsames Video erstellen können.

Fragen einfach in die Kommentare!

Wer schreibt hier?

Armin Bichler ist Videojournalist und Online-Unternehmer. In den vergangenen zehn Jahren hat er mehr als 1000 Videos für TV-Sender und Unternehmen produziert. Unter anderem von der MotoGP WM 2015. Seit der Geburt seiner Tochter konzentriert er sich auf das Internet. Neben der Produktion von Web-Videos betreibt er einige Webseiten im Bereich Online-Marketing.

Xiaomi Selfie Stick

Sommerzeit ist Fotozeit – Naja, ich bin ja bestimmt kein besonders guter Fotograf, aber ab und zu schieße ich mit meinen Smartphone schon ein paar Bilder.

Ein paar Fotos findet ihr zum Beispiel auf meinen privaten Instagram Kanal. Ein paar Tips und Trick für gute Smartphone Fotos bekommt ihr hier in einen meiner Gastbeiträge.

Aber jetzt mal zum eigentlichen Thema.

Vor ein paar Wochen habe ich auf mobiflip.de einen Beitrag von René über den Xiaomi Selfie Stick gelesen. Seinen ersten Satz in diesem Post

Ich hab ein „Deppenzepter“ gekauft, obwohl ich schon immer mal die Augen verdreht habe, wenn Leute sowas benutzt haben.

kann ich mich ja voll und ganz anschließen. ;) Aber trotzdem hat mich das Gute Stück interessiert.

Der hauptsächliche Grund für den Kauf war für mich, das mein Nexus 6P wegen seiner Größe leider nicht mehr richtig in mein letztes Smartphone Stativ passte. Darum musste eine neue Lösung her. Der Xiaomi Selfie Stick bzw Stativ machte hierfür einen ganz guten Eindruck. Also gekauft und schon nach ein oder zwei Wochen lag das Päckchen in meinen Briefkasten.

 

Der Xiaomi Selfie Stick

Der Gadget wiegt gerade mal ~150g und ist im zusammen geschobenen Zustand 19cm lang. Also leicht und kompakt. Er passt auch in eine kleine Tasche und lässt sich so einfach Transportieren. Als Stativ bzw Selfi-Stick etwa zwischen 23cm undim ausgefahrenen Zustand 48cm lang beziehungsweise hoch.
Die Smartphone-Halterung nimmt Geräte von etwa 56 bis 89 mm auf. Sie lässt sich um 360° drehen und so ist ein Hoch- sowie Querformat möglich.

Verarbeitung ist sehr Gut. Das pulverbeschichteten Aluminium macht einen Hochwertigen Eindruck und ist Teilweise gummiert.
Lediglich die drehbare Smartphone-Halterung könnte etwas fester sitzen. Mein Nexus 6P muss ich aufgrund der seitlichen Tasten ziemlich weit unten in die Halterung setzen. Im Querformat hängt dann das Gerät aufgrund seines Gewichtes dann jedoch leicht. Im Hochformat gibt es keinerlei Probleme.

Als kleines Extra ist auch ein Fernauslöser verbaut. Der kleine Button verbindet sich via Bluetooth mit dem Smartphone und löst mit einen Druck die Kamera aus. Es wird keine App dazu benötigt.
Er ist über den Griff angebracht und lässt sich so bei der Nutzung als Selfie-Stick problemlos drücken. Zusätzlich lässt er sich aus der Halterung lösen und kann so bei Nutzung als Stativ auch aus weiterer Entfernung als Auslöser genutzt werden. Der Button hat einen eingebauten Akku und lässt sich über einen Micro-USB Anschluss wieder aufladen. Der Button ist somit wohl mit Abstand mein kleinstes aufladbare Gerät.

 

Fazit:

Ein tolles Gadget was bei mir sicher oft zum Einsatz kommen wird. Natürlich Überwiegend als Stativ ;)

 

Den Xiaomi Selfie Stick könnt ihr für etwa 17€ bei Gearbest bestellen

Was haltet ihr von diesem Gadget oder allgemein von Selfie-Sticks?


Dieser Beitrag ist Teil der BloggerParade – Sommer, Sonne, Sonnenschein

Mit dabei sind diesmal:

05.06. – Jacky ** 06.06. – Sonja
07.06. – Toni ** 08.06. – Annette
09.06. – Marion ** 10.06. – Claudia
11.06. – Jörn ** 12.06. – Daisy
13.06. – Perdita ** 14.06. – Elisa
15.06. – Robert ** 16.06. – Maik
17.06. – Annette ** 18.06. – Tina

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h ;)

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