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Der wahrscheinlich geilste Black Friday Deal überhaupt

Am 29. November ist wieder einmal Black Friday. Die Technik-Welt wartet auf Schnäppchen und Dumpingpreise. Der wahrscheinlich “geilste” Deal “kommt” aber nicht von Amazon oder Mediamarkt.

Noch auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk?

Die “Erotik” Plattform Pornhub hat sich für den kommenden Black Friday etwas ganz  besonderes einfallen lassen. Für gerade mal 299 Dollar bietet das Portal seinen Kunden ein lebenslanges Abo für ihre Dienste an. Eine einjährige Mitgliedschaft kostet ansonsten knapp 100 US-Dollar. Daher zahlt sich das Angebot für Bestandskunden schon nach nur drei Jahren aus. Premium-Mitglieder erhalten Zugriff auf über 100.000 exklusive Videos, keine Werbung und Inhalte in 4K-Auflösung sowie Content für Virtual Reality Headsets.

 

Über Pornhub

Im internationalen Alexa-Ranking belegt die Website Platz 41. In Deutschland liegt sie auf Platz 17, in Österreich auf Platz 16 und in der Schweiz auf Platz 31. Sie wurde am 25. Mai 2007 gegründet und hat aktuell durchschnittlich 64 Millionen Aufrufe am Tag.

Das Durchschnittsalter aller Pornhub-Nutzer liegt bei 35,3 Jahren. Davon sind ca. dreiviertel der Nutzer männlich und einviertel weiblich. 60 % gehören zu der Generation Y. Ein Großteil der Nutzer (ca. 60 %) nutzt dabei mobile Endgeräte, knapp ein Drittel einen Computer und der Rest andere Geräte. Dabei greifen ältere Nutzer allerdings häufiger zu dem Computer, während jüngere häufiger mobile und andere Geräte nutzen. Quelle: wikipedia

 

Hier noch das bewegende Video, mit dem die Aktion beworben wird.

Life’s a long journey, filled with ups and downs. So you want to know that there’s someone there to lend you a hand when things get hard and the going gets rough. That’s why we created the Pornhub LifePlan, our new Pornhub Premium lifetime membership. Because no matter what comes your way, you should never lose your passion for living.

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Den Link zur Website erspare ich euch lieber ;)

 

Rock am Ring 2019 – Der mobile Traffic hat sich verdoppelt

Vom 7. bis zum 9. Juni 2019 fand am Nürburgring das legendäre Event “Rock am Ring” statt. Rund 85.000 Besucher zählte das Festival. Das sind auch jede Menge Smartphones. Und diese haben auf diese drei Tage jede Menge Daten-Traffic verursacht.

 

In einen Post in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter zeigt die Telekom ganz interessante Zahlen zum mobilen Traffic auf dem Festival “Rock am Ring”. Laut deren Angaben hat sich der Traffic im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppelt.

 

 

Unser Netz rockt Rock am Ring 2019! ??
Wir haben am Wochenende mal die Datenzähler mitlaufen lassen. Unten seht ihr den Verlauf auf den Campingplätzen und vor den Bühnen. 15.910 Gigabyte Daten transportierte das Telekom Netz insgesamt über die drei Tage, 50% mehr als 2018. Wart ihr vor Ort oder habt ihr den Stream bei MagentaMusik 360 verfolgt? ^chris

Quelle: Deutsche Telekom

 

Und das sind lediglich die Zahlen aus dem Telekom Netz. Von Vodafone und o2 sind wohl keine Zahlen bekannt.

Auch wenn der meiste Traffic auf dem Campingplätzen verursacht wurde, ist auch vor dem Bühnen so einiges passiert. Man kann hier wohl unter anderem Live-Streams und Storys von Snapchat, Instagram und WhatsApp vermuten.

Ich persönlich bin ja der Meinung, das man bei einen derartigen Live-Event die Musik einfach etwas mehr “erleben” und “genießen” sollte. Anstatt sein Smartphone in die Luft zu halten und zu Filmen. Auch wenn die Kameras in den Geräten immer besser werden, bleibt der Ton durch das recht einfache Mikrofon doch auf einen sehr niedrigen Niveau. Die Erinnerung ist doch hier wesentlich mehr Wert als jedes Smartphone Video.

Wie ihr aber in anderen Situationen richtig gute Smartphone Videos machen könnt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Serienstart: Love, Death & Robots

Heute ging bei Netflix die erste Staffel der Serie Love, Death & Robots an den Start. Hier mal ein kleiner Vorgeschmack was euch dort so erwartet.

 

Diese nicht jugendfreie Animationsanthologie von Tim Miller und David Fincher ist eine Mischung aus Kreaturen des Schreckens, bösen Überraschungen und schwarzem Humor.

So kündigt zumindest mal Netflix selbst die Serie an.

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Gerade mal 6 – 18 Minuten dauert eine einzelne Folge dieser Serie. Altersfreigabe: Ab 18 Jahren. Horror, Fantasy, Sci-Fi oder Comedy. Ganz genau lässt sich nicht erahnen um was es alles geht. Animationsstile 2D bis hin zu 3D-CG ist offenbar alles dabei.

Die Produzenten von Love, Death & Robots sind der Deadpool-Macher Tim Miller sowie David Fincher (Sieben, House of Cards, Fight Club). Verschiedenen Animationsstudios, Regisseuren und Künstlern haben dann die einzelnen Folgen kreiert.

Grenzen oder Vorgaben gab es allen Anschein nach wenig bis gar keine. Rassismus, Krieg, Robotern, Aliens, unheimliche Kreaturen, Geister und Cyborgs bekommt man zu sehen.

 

Die Titel und Kurzbeschreibungen der folgen von Love, Death & Robots machen auf jeden Fall schon mal neugierig:

 

Lange nach dem Untergang der Menschheit machen drei Roboter einen Ausflug durch eine postapokalyptische Stadt.

Eine Frau wird Zeugin eines brutalen Mordes und flieht nun durch die Straßen einer surrealen Stadt vor dem Mörder.

Eine Bauerngemeinde verteidigt ihre Familien mithilfe selbst gebauter Roboter vor einer Alien-Invasion.

Ein bei Ausgrabungen befreiter blutrünstiger Dämon kämpft mit einem Söldner-Team, das bewaffnet ist mit … Katzen?

Wissenschaftler haben eine hyperintelligente Joghurtart gezüchtet, die schon bald um die Weltherrschaft buhlt.

Eine mehrere Lichtjahre vom Kurs abgekommene Mannschaft weiß nach dem Erwachen nicht, wie weit sie gereist ist.

Der Sohn eines Geisterjägers kommt überraschend einer gestaltverändernden Hulijing näher.

Der hässliche Dave wohnt auf der Müllkippe, und er wird sich sein Zuhause nicht von einem Städter wegnehmen lassen.

Im tiefsten Afghanistan stellen sich zwei Marines mit übernatürlichen Kräften einer Gefahr aus den eigenen Reihen.

Eine in der Umlaufbahn gefangene Astronautin mit Sauerstoffmangel muss sich entscheiden: Leben oder Körperteile.

Als ihr Auto in der Wüste stehen bleibt, machen zwei Vertreter eine traumähnliche Reise in eine prähistorische Ära.

Nachdem zwei Besatzungen gestorben sind, will kein Pilot mehr die Lucky 13 fliegen. Doch Neulinge haben keine Wahl.

Vor dem Enthüllen seines letzten Werks erzählt Künstler Zima von seiner Vergangenheit und seinem Aufstieg zum Ruhm.

Eine Cyborg-Diebesgang organisiert einen hochtourigen Raubüberfall auf einen gepanzerten Konvoi.

Nach dem Einzug in eine Wohnung stößt ein junges Paar in dem uralten Gefrierfach auf eine verlorene Zivilisation.

Möchten Sie sehen, wie Hitler auf verschiedene groteske Arten stirbt? Dann willkommen zu Multiversity.

Elite-Einheiten der Roten Armee kämpfen tief in den uralten Wäldern Sibiriens gegen einen teuflischen Gegner.

Ich bin auf jeden Fall schon ganz gespannt und werde mir heute Abend so einige Folgen von Love, Death & Robots gönnen.

Und ihr...

Habt ihr euch schon die ersten folgen angesehen? Oder reizt euch Love, Death & Robots so gar nicht?

 

Hurra, Hurra, der Pumuckl ist wieder da!

Nach sieben Jahren kehrt der kleine,  rothaarige Kobold auf den Fernseher zurück – digital Überarbeitet und in HD-Qualität.

Ab heute, dem 1. März 2019 gibt es die beliebte Kinderserie “Meister Eder und sein Pumuckl” im Angebot des Bezahlkanal Amazon Prime (GRATIS Testen) zu sehen.

Die 1. Staffel der Serie Pumuckl kam erstmals 1982 ins Fernsehen, basierend auf einer erfolgreichen Hörspielreihe. Sie erzählt von der unfreiwilligen Freundschaft zwischen Schreinermeister Eder und dem Kobold Pumuckl, der nur für Eder sichtbar ist, seit er an einem Leimtopf kleben blieb. Daraus entstehen viele ungewöhnlichen Geschichten.

Nach dem großen Erfolg der 1. Staffel verlangten die Pumuckl-Fans nach einer 2. Staffel. Diese kam 1988 ins Fernsehen, und begeisterte groß und klein, wie bereits die 1. Staffel. Geraume Zeit wohnt Pumuckl nun bei Meister Eder. Er fühlt sich wohl und wird immer mutiger mit seinen Streichen. So haben sich Gespenster, Mäuse und Schatzsucher vor dem kleinen Kobold in Acht zu nehmen.

52 Episoden purer Nostalgie und Kindheitserinnerungen. Der BR stellte das 35 mm Originalmaterial für eine Überarbeitung zur Verfügung. Dieses wurde gescannt und in HD-Auflösung digitalisiert. Es folgten zusätzlich Korrekturen von altersbedingten Fehlern und zusätzlich teilweise eine Tonbearbeitung. So erstrahlt die alte Serie in neuen Glanz.

Seit etwa 2012 war die Serie nicht mehr im Fernsehen zu sehen. Der Grund waren Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen über Urheberrechte zwischen den Beteiligten. Darunter die Pumuckl-Autorin Ellis Kaut, welche 2015 verstarb und deren Familie sowie Barbara von Johnson welche sich selbst als optische Mutter des Pumuckl bezeichnet. Jetzt habe man sich aber endlich geeinigt.

Ab 2020 wird diese überarbeitete Fassung dann auch im Free-TV des BR Fernsehen zu sehen sein. Schon ab 15. April startet dort zudem die 13-teilige Serie “Pumuckls Abenteuer”. Diese ist jedoch ohne den bereits 1993 verstorbenen Gustl Bayrhammer. Also fehlt es diesem Nachfolger doch erheblich an Charme.

Also ich werde mir jetzt wohl alle folgen innerhalb weniger Tage reinziehen.

Voicemeeter Banana

Vor kurzem habe ich mein Streamingsetup dahingehend geändert, dass ich meine CaptureCard eingespart und seitdem das Videosignal mittels NDI Tools über das Netzwerk übertrage. Im Zuge der Recherche zum Setup bin ich über das Audio Tool Voicemeeter Banana gestolpert, das mir geholfen hat, weitere physische Hardware einzusparen.

Was ist Voicemeeter Banana?

Voicemeeter ist eine virtuelle Audiogeräte Mixer Anwendung. Also wie ein Hardware Mischpult, nur in Form einer Software. Man kann verschiedene Audioquellen „routen“ (Ein- und Ausgängen zuweisen) und „mischen“ (Lautstärke angleichen, bzw. Klang verändern). Die Routingfunktionen beinhalten sowohl physische Ausgänge (z.B. Kopfhörerausgang) wie auch virtuelle Ausgänge (z.B. für VoIP Programme wie Discord oder Teamspeak).

Die Version „Banana“ bezeichnet hierbei nur die Versionnummer 2.0.x.x, die im Gegensatz zur Standardversion (1.0.x.x) mehr Ein- und Ausgänge unterstützt. Momentan in Entwicklung ist die Version 3.0.x.x („Potatoe“) mit weiteren Ein- und Ausgängen. Diese ist aber bisher nur in einer vorläufigen Beta verfügbar.

Was kann Voicemeeter?

Ich behaupte jetzt einfach, Voicemeeter vereinfacht das Audio Management unter Windows. Der Benutzer erhält einen deutlich verbesserten Zugriff auf die Audiofunktionen des Betriebssystems. Es ist dadurch möglich, verschieden Klangquellen zusammenzufassen und unterschiedlichen Wiedergabegeräten zuzuweisen oder einfach Anwendungen untereinander audiotechnisch zu verknüpfen (z.B. jede Klangquelle an eine VoIP Software zu schicken). Der Einstieg in die Software ist etwas abstrakt, vor allem für Menschen ohne Vorwissen im Audiobereich. Hat man aber die grundlegende Funktion verstanden, ist Voicemeeter sehr intuitiv und einfach zu bedienen.

Der Anwender erhält eine bessere Kontrolle über die Klangqualität in Windows. Dies wird unter anderem durch den Einsatz von sogenannten DSPs (Digital Sound Processor) wie einem Compressor, NoiseGate oder parametrischem Equalizer erreicht. Mit Hilfe dieser Funktionen kann man sehr einfach die Klangqualität von Mikrofonen verbessern.

Dieses Schaubild zeigt die verschiedenen Ein- und Ausgangsmöglichkeiten von Voicemeeter Banana

Voicemeeter Banana Anschlüsse

Voicemeeter Banana Anschlüsse [Quelle: https://www.vb-audio.com/Voicemeeter/VoicemeeterBananaConnectivity.gif]

Wie benutze ich Voicemeeter?

Mein bestehendes Audiosetup bestand bisher aus einem analogen Mischpult mit USB-Schnittstelle. Daran habe ich alle vorhandenen Audioquellen (Mikrofon, zwei PCs etc.) angeschlossen und die Lautstärke und das Routing der einzelnen Geräte geregelt. Die Einbindung eines solchen analogen Geräts in ein digitales Setup ist aber immer mit Schwierigkeiten verbunden, Stichwort Netzbrummen. Außerdem benötigt man ja auch die physiche Hardware. Somit entstehen auch Kosten.

Voicemeeter ist (kostenlos) Donationware, d.h. der Nutzer kann die Software kostenlos herunterladen, ist bei dauerhafter Benutzung aber angehalten, dem Entwickler dafür Geld zu spenden. Das ist für eine Software von dieser Qualität und Leistungsfähigkeit erstaunlich. Vorhandene Hardware wie USB-Microfone oder Headsets können ohne Probleme weiter benutzt werden. In meinem Fall konnte ich mein Rode NT1A Mikrofon über ein Behringer UMC404HD Audiointerface einbinden, dass ich noch im Schrank liegen hatte. So konnte ich auch noch meinen analogen Compressor weiterbenutzen. Mit Hilfe von zusätzlicher Software wäre aber auch die Einbindung von VST-Plugins (Virtual Studio Technology – In Software nachgebildete Audiogeräte) möglich, dies habe ich bisher aber noch nicht ausprobiert. Nativ werden VSTs leider nicht unterstützt. Ich hoffe, diese Funktion wird in einem zukünftigen Update noch nachgereicht.

In der Version „Banana“ bietet mir Voicemeeter genügend Ein- und Ausgänge, um mein bisheriges analoges Setup nachzubauen, es sind sogar noch Kanäle frei. Bleibt nur die Frage offen, wie ich Audiosignale von meinem Gaming PC an meinem Streaming PC übermitteln kann, ohne auf analoge Verbindungen zu setzen. Und hier bietet Voicemeeter eine Funktion, die wirklich genial ist.

Was ist VBAN?

VBAN (Vincent Burel Audio Network) ist ein Protokoll zur Echtzeitübertragung von digitalen Audiostreams in IP-basierten Netzwerken. Sprich, man kann digitale Audiodaten über Ethernet (mit Einschränkungen auch über WLAN) an verschiedene Computer eines Netzwerks übertragen. In Echtzeit. In meinem Fall nutze ich diese Funktion folgendermaßen:

Das Audiosignal meines Mikrofons wird über VBAN von meinem Streamingrechner an meinem Gamingrechner übertragen, um dort bei Bedarf in InGame-Voicechats zur Verfügung zu stehen. Gleichzeit übertrage ich das gesamte Audiosignal des Gamingrechners an meinen Streamingrechner, wo dies als ein eigener Kanal in Voicemeeter zur Verfügung steht. Somit entfällt jegliche analoge Verbindung und somit auch Quelle für Störgeräusche.

Voicemeeter VBAN


Voicemeeter VBAN [Quelle: https://www.vb-audio.com/Voicemeeter/VoicemeeterVBANImplementation.gif]

Fazit

Voicemeeter ist (kostenlos) Donationware, aber auf keinen Fall umsonst. Selten habe ich ein Stück Software kennengelernt, dass solche essentiellen Features bietet und noch dazu nichts kostet. Ich kann jedem, der dieses Programm noch nicht kennt, nur wärmstens einen Test empfehlen. Ich hab dem Entwickler auch Geld gespendet, diese Software ist definitiv unterstützenswert und könnte gut und gerne 50,- € oder mehr kosten. Für mich hat sie viele Probleme gelöst, Geld gespart und mein Setup deutlich übersichtlicher gestaltet.

Wie schaut Euer Audiosetup aus, habt Ihr eventuelle auch schon Erfahrungen mit Voicemeeter gemacht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Twitch Streaming Setup 2018

Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben, setzt sich mein Twitch Streaming Setup aus zwei separaten Rechner zusammen. Das ist zum einen der Streaming PC für das Encoding, zum anderen der Gaming PC für das Ausführen der Spiele. Mein bisheriges Setup hat sich vor Kurzem aber in einigen relevanten Details geändert.

Ausgangsituation

Bisher habe ich meinen iMac (2012) als Streaming PC genutzt. Das hat auch sehr zuverlässig funktioniert. Nach meinem Projekt „150 € Gaming PC“ (wieso habe ich dazu eigentlich noch keinen Artikel geschrieben?) hatte ich allerdings einen relativ leistungsstarken Rechner auf Intel Xeon Basis im Prinzip „übrig“. Da ich sowieso die neue Software Streamlabs OBS ausprobieren wollte (die es zur Zeit nur für Windows gibt), habe ich den Xeon also kurzerhand als Streamingrechner umfunktioniert. Somit basieren beide Rechner auf Windows 10. Das bringt in diesem Bereich tatsächlich den einen oder anderen Vorteil. Das Videosignal des Gaming Rechners wurde bisher mittels einer CaptureCard (Avermedia LGP2) aufgenommen.

Ich habe allerdings in meinem jugendlichen Leichtsinn die oberste IT-Regel verletzt („Never touch a running system“) und die Firmware der CaptureCard geupdatet. Dies hatte zur Folge, dass ich auf Grund von HDCP Beschränkungen das Videosignal des Gaming PCs nicht mehr anzeigen konnte. Auf der Suche nach einer Lösung (HDMI Splitter!) stolperte ich allerdings über etwas, dass sich NDI nennt.

Was ist NDI und was hat es mit Streaming zu tun?

“Network Device Interface (NDI®) is a royalty free standard developed by NewTek to enable video-compatible products to communicate, deliver, and receive broadcast quality video in a high quality, low latency manner that is frame-accurate and suitable for switching in a live production environment.”

Soweit Wikipedia. NDI wird als Quasinachfolger von SDI (Serial Digital Interface – eine serielle, digitale Schnittstelle, primär zur Übertragung von unkomprimierten und unverschlüsselten Videodaten über Koaxialkabel oder Lichtwellenleiter) gehandelt und basiert auf der Übertragung von Videodaten über Ethernet. Die Firma NewTek ist hier federführend und stellt kostenlose Tools für den Anwender zur Verfügung. In den meisten (mit Kabel verbundenen) Heimnetzwerken kann NDI ohne zusätzliche Hardware einfach genutzt werden. Die meisten Streamingprogramme unterstützten nach Installation bestimmter Plugins oder von Haus aus die Einbindung einer NDI Quelle ebenfalls. Zur Not bietet NDI noch einen Lösungsweg über das Bereitstellen einer virtuellen Webcam, in die der NDI-Stream eingebunden wird. Die Webcam kann dann in die Streamingsoftware eingebunden werden. Nach einer kurzen Recherche im Internet fand ich bei YouTube eine sehr informativen Kanal, der genau meinen Anwendungsfall abdeckte. 

So konnte ich also, ohne zusätzliche CaptureCard, das Videosignal vom Gaming Rechner auf meine Streamingrechner übertragen. Dies ging erstaunlich einfach, ohne großen Konfigurationsaufwand. In meinem Fall erkenne ich in der Streamqualität auch keinen Qualitätsverlust, das Videosignal wird zwischen den Rechnern mit 1080p und 60fps übertragen. Eine geringe Latenz ist zu erkennen, diese spielt hier allerdings keine Rolle. Manche USB 2.0 CaptureCard hat hier deutlich höhere Verzögerungen.

Audio

Seit längerem bin ich auch mehr oder weniger zufrieden mit meiner Audiolösung. In meinem Mischpult haben mittlerweile zwei Kanäle angefangen zu rauschen und sind somit nicht mehr zuverlässig nutzbar. Außerdem habe ich seit kurzem trotz Einsatz eines Massetrennfilters ein Netzbrummen im Audiosignal. 

Beim Erkunden des oben genannten YouTubekanals bin ich auf eine Software namens Voicemeeter gestoßen. Zu diesem Tool möchte ich im Detail noch einen weiteren Artikel veröffentlichen. Hier nur die Zusammenfassung in Kürze:

Voicemeeter Banana

Voicemeeter Banana

Voicemeeter ist ein Audiotool in Form eines digitalen Mischpultes. Mit Hilfe von virtuellen Audiogeräten, die als Ein- und Ausgänge genutzt werden können, kann jede Audioquelle unter Windows abgemischt und einem oder mehreren virtuellen oder realen Audioausgängen zugewiesen werden. Klingt etwas abstrakt und bedarf am Anfang etwas der Einarbeitung. Hat man das System aber erst einmal verstanden, bietet Voicemeeter ein sehr großes Potential. Ich nutzte das Tool in Verbindung mit zwei Mikrofonen, meinem Audiointerface Behringer UMC404HD und einem externen Compressor (Behringer MD2200). Voicemeeter bietet auch sehr einfach die Möglichkeit, Audio über Netzwerk von und zu einem anderen Rechner zu übertragen. Und das Beste zum Schluß: Es ist kostenlos!

 

In dieser schematischen Darstellung habe ich das Setup für Euch zum besseren Verständnis noch mal zusammen gefasst.

So sieht mein aktuelles Streaming Setup im Schema aus

Schema Streaming Setup

 

Fazit:

Mit diesen Änderungen am Setup konnte ich Hardware einsparen und potentielle Fehlerquellen ausmerzen. Hätte ich bereits früher von diesen Möglichkeiten gewusst, hätte ich mir auch die eine oder andere Investition (z.B. in ein Mischpult) sparen können. Bisher funktioniert dieses Setup fehlerfrei. Wichtig ist nur die richtige Konfiguration des Heimnetzwerks und eine Gigabitverbindung zwischen den beteiligten Rechnern. 

 

Wie groß ist eigentlich das Interesse an entsprechenden YouTube Videos (z.B. Setup oder Einrichtung)? Habt Ihr selbst schon Erfahrungen mit NDI oder Voicemeeter gesammelt? Wie schaut Euer aktuelles Streamingsetup aus? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Twitch.tv Streaming Setup – Hardware

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich die Streaming-Plattform “Twitch.tv” für mich entdeckt. Diese Plattform ist für mich einerseits eine Alternative zum linearen Fernsehen, andererseits eine Möglichkeit, selbst Streams zu hosten und eine kleine Community aufzubauen. Hier stelle ich die Hardware-Seite meines Streaming Setups vor.

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