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Videoproduktion in Eigenregie – Schneller, bessere Videos selber machen

Hast du schon Mal ein Video gemacht? Wie lang hat das gedauert? Die meisten investieren entweder sehr viel Zeit oder Geld in eine Videoproduktion. Planung, Setting, Dreh, Videoschnitt, Nachbearbeitung und Promotion. Alles Dinge, die langwierig sind und auch viel Geld kosten können.
Und hier kommt Armin Bichler von Stadtshow Videoproduktion München ins Spiel.

Wer schreibt hier? 

Armin Bichler ist seit 15 Jahren Videoproduzent in München und Umgebung. Er berichtet hier exklusiv aus seiner Erfahrung mit mehr als 1000 Videos für TV und Internet. Seine Videos für eigene Projekte und Kunden haben insgesamt als 1 Million Views auf Youtube. 
Seit der Geburt seiner Tochter im Jahr 2016 kümmert sich in erster Linie um seine eigenen Projekte wie Mikrofon-tests.de und bringt anderen Unternehmen und Selbständigen seine Video-SEO-Strategie in Workshops bei. 
Zu seinen Kunden zählen große Unternehmen wie Eurosport aber auch viele Selbständige und regionale Dienstleister, wie ein Münchner KFZ-Sachverständiger.

Videoproduktion Kamera

Videoproduktion – eine Frage des Preises und der Leistung

Es gibt drei Arten von Videos: gute, schlechte und teure.

  • Gute Videos müssen nicht teuer sein.
  • Schlechte Videos können auch teuer sein – siehe so ziemlich jeder Unternehmensfilm eines beliebigen kleinen oder mittelständischen Unternehmens.
  • Und teure Videos müssen nicht erfolgreich sein.

Vor allem sinkt die Chance, dass teure Videos sich refinanzieren. Vor allem, wenn keine ausgeklügelte Werbekampagne dahinter steht und gleichzeitig ein mindestens genauso großer Betrag in Facebook-Werbung fließt, sollte man sich eine Videoproduktion eines Imagefilmes genau überlegen.

Worum geht’s bei einer Videoproduktion?

Was zeichnet gute Videos aus?

Sie liefern Mehrwert für den Zuschauer. Dieser Mehrwert hat aber selten etwas mit Image zu tun. Es sei denn der Imagefilm – oder noch schlimmer: der Unternehmensfilm – wird so kreativ und unterhaltsam inszeniert, dass der Zuschauer ihn sich freiwillig anschaut. Aber in der Regel schauen die wenigsten freiwillig Werbung. Und schon gar nicht, wenn sie langweilig ist.

Ich denke dabei immer an den klassischen Aufbau eines Unternehmensfilm und bekomme vor allem ein Video, das ich vor kurzem gesehen habe, nicht mehr aus den Kopf. Ein Putzunternehmen hat einen Imagefilm für 10.000€ produzieren lassen um ihr Image aufzupolieren 😃 Drohnenaufnahmen, Kamerafahrten, epische Musik, Zeitlupen…. Beim saugen und wischen.

Wahrscheinlich war es einfach Ironie, die ich nicht verstehe. Immerhin ist es mir im Kopf geblieben. Wenn auch als schlechtes Beispiel.

Dass das Video kaum Views auf YouTube bekommt und sich wohl niemand (außer mir) dieses Video in voller Länge reinzieht, macht deutlich, dass dieses mittelständische Unternehmen mit einer anderen Video-Marketing-Strategie wesentlich besser gefahren wäre als mit einem einzigen, nutzlosen Imagefilm, den sich keiner anschaut.

Um Kunden zu gewinnen – sei es im B2B als auch im B2C Bereich – braucht man in erster Linie ein gutes Angebot mit einem starken Nutzen für den Kunden, eine klare Kommunikation und eine emotionale Story mit dem Fokus auf die Besonderheiten.

Als ich angefangen habe, habe ich auch einfach die Begebenheiten vor Ort eingegangen. Als Videoproduzent hatte ich null Ahnung von Marketing. Geschweige denn von Verkauf. Dabei geht’s in jedem Video darum etwas zu verkaufen. Und sei es nur das Abo des YouTube Kanal oder die Eintragung in eine Email-Liste. Keiner macht ein Video, weil er gerne Videos macht. Jeder will damit Geld verdienen. Ob mit Kunst, Unterhaltung oder Infos. Am Ende des Tages ist das Ziel Geld zu verdienen. Und dazu eignet sich auch kein Medium besser als ein Video.

Videos nehmen den Großteil der Kaltakquise ab. Wärmen kalte Kunden auf. Jemand, der dein Video gesehen hat, wird zu einem höheren Prozentsatz etwas bei dir kaufen als jemand, der nur deinen Text gelesen oder ein Bild gesehen hat. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die große Ära der Videoproduktionen ist vorbei.

Mit dem technischen Fortschritt endet die Ära der Videoproduktion. Jeder hat sich mittlerweile eine hochwertige Videokamera in der Hosentasche. Im Smartphone! Die Qualität des Handys, auf dem ich gerade diesen Artikel schreibe, ist besser als die beste 1000€-Kamera von vor 5 Jahren. Full-HD war damals schon Standard und ist es noch eine ganze Weile. Denn mindestens 60% aller Videos werden auf Smartphones mit wesentlich geringerer Auflösung konsumiert.

Videoproduktion Smartphone

Du kannst also immer und überall ein Video machen. Also theoretisch. Praktisch wird es in den meisten Fällen schlecht werden. Jeder kennt ja die Qualität von Whatsapp-Videos oder Instagram-Storys. Da wundert man sich schon! Jeder hat in seinem Leben tausende Stunden TV konsumiert und scheitert trotzdem an der Umsetzung einfacher Nachahmung des Gesehenen

Bildgestaltung, Kamerapositionen, Perspektive, Lichtverhältnisse, Schnitte, Effekte und vieles mehr sollte man eigentlich intuitiv drauf haben, wenn man Mal ein paar Filme gesehen hat. Aber das wäre auch zu einfach. Wenn man nicht bewusst darauf achtet, wie die Kamera sich bewegt und was sie aufnimmt, dann ist man nur in die Handlung gesogen.

Inhalte statt Pomp

Fernsehen ist nicht unbedingt mehr das beste Vorbild und auch nicht der Maßstab, wenn es um wirkungsvolle Videos geht. Hierfür muss man auf YouTube gehen. Was machen die erfolgreichsten Youtuber mit Reichweiten von richtig großen Fernsehsendern? Sie kommunizieren. Sie interagieren. Sie spielen. Sie sind emotional. Sie sind quasi wie du und ich. Es geht also bei Videos nicht um Qualität. Null. Es geht um banalere Dinge wie Ideen, Sympathie und Unterhaltung. Eine teure Badehose lässt dich nicht schneller schwimmen. So ist es auch mit Videos. Deswegen sind teure Videos oft Geldverschwendung. Zumindest, wenn das teure Video nicht als Fernsehwerbung läuft und man ein großes Unternehmen ist, das sich einfach die beste Qualität leisten kann.

Die Geschichte von Stadtshow: Von der Videoproduktion zur Video-SEO-Strategie

Das ist auch mein Ansatz. Ich hatte schon fast zehn Jahre TV-Beiträge und Imagefilme gedreht, als ich 2014 begonnen habe mich für Online-Marketing zu interessieren. Ich wollte auch Geld im Internet verdienen.  Neben meinem Beruf als Videoproduzent für andere Unternehmen habe ich angefangen Webseiten aufzubauen und für Suchmaschinen zu optimieren.

Das umfasst folgende Schritte:

  1. lukratives Nischenthema finden
  2. interessante Keywords suchen
  3. Artikel dazu schreiben 
  4. natürlich last but not least Videos produzieren

Ich spreche immer von “Projekten” statt von Webseiten, weil dazu auch alle möglichen sozialen Netzwerke gehören und vor allem Youtube.  Als 2016 meine Tochter auf die Welt gekommen ist, habe ich mich komplett auf meine eigenen Projekte konzentriert. Ich habe nur noch wenige Aufträge für Videoproduktionen angenommen, auf die ich richtig Lust hatte. Ein Baustein meiner Projekte waren aber natürlich Videos. Dafür wollte ich allerdings nicht mehr Zeit als nötig, und schon gar kein Geld, investieren.  Obwohl ich das Wissen und Können für professionelle Videos hätte, suchte ich nach einfachen Möglichkeiten schnell Videos zu machen. Ich konnte den Return on Invest nicht abschätzen, weshalb ich lieber schnell Videos machte als viel Zeit zu verschwenden.  Wir sprechen hier von 10 – 15 Minuten für ein fertiges Video von 1 – 3 Minuten. Mal mehr oder weniger aufwändig. Ich habe mich also selbst mit meinem Smartphone oder einer Webcam gefilmt und einfach die wichtigsten Fragen in meinem Spezialgebiet beantwortet.  Das im Video Gesagte habe ich dann als Artikel für die Webseite niedergeschrieben, erweitert und nach SEO-Kriterien optimiert. Manchmal habe ich auch einfach eine Power Point Präsentation zusammengestellt und meinen Bildschirm abgefilmt.  Ich habe auch einige Tools lieben gelernt, mit denen man schnell gute Videos aus Stock-Footage (professionellen Fotos und Videos) machen kann. Hierbei verwendet ich seit Jahren Animoto und Content Samurai. Damit kann auch ein Anfänger innerhalb kürzester Zeit Videos machen. 

Eine gute Idee schlägt jedes Budget.

Egal, welches Qualitätsniveau du und ich haben. Es kommt in erster Linie drauf an, was bei den Zuschauern funktioniert. Ich bin da selbst vom Perfektionisten zum Pragmatiker geworden. Was mich nachhaltig geprägt hat, waren sehr viel Views für – in meinen Augen – echt schlechte Videos. Aber: Die Videos erfüllten einen Sinn. Sie gaben den Zuschauern eine nützliche Information. Und diese Erkenntnis wird bestätigt, wenn man sich auf Youtube umschaut. Da gibt es viele erfolgreiche Videos oder Youtuber, die mit nichts außer sich selbst zurecht kommen.Wenn es nicht auf irgendeine Weise gut wäre, wären die Leute nicht dahin gekommen.

Oder haben die Bibis und Gronkhs ein teures Kamerateam, eine aufwändige Postproduktion, Conceptioner, Redakteure, Stylisten und sonstige Wichtel, die an einem Filmset herumhampeln? Zumindest früher nicht. Mit dem Erfolg steigt der Anspruch. Es wird professioneller, teurer aber nicht unbedingt besser. Natürlich hat nicht jeder das Zeug zum Youtube-Star. Aber jeder kennt sich auf einem Gebiet besser aus als viele andere. Vor allem, wenn man ein eigenes Unternehmen hat, ist es naheliegend, dass man sich in Videos zeigen will.  Das kostet aber viel Zeit, wenn man es selbst macht oder viel Geld, wenn man jemanden damit beauftragt. 

Der Mittelweg ist einen effizienten Video-Workflow zu etablieren und zu lernen, wie man selbst Videos produzieren kann. Hierfür biete ich Video-SEO-Workshops an, in denen jeder lernen kann, wie du schneller bessere Videos machen kannst. Darüber hinaus bringe ich den Teilnehmern auch viele Themen rund ums Thema Online-Marketing bei. 

Falls du nicht auf den nächsten Workshop warten willst, habe ich hier eine kurze, praktische Anleitung, wie du dir ein nettes Taschengeld verdienen kannst.

Wenn ich nochmal bei 0 anfangen müsste…

… würde ich anfangen alle möglichen Themen und Keywords zu meinem Spezialgebiet oder Hobby zu sammeln.  Dann würde ich anfangen dazu jeden Tag ein Video zu einem speziellen Thema machen.  Außerdem würde ich mir für 10 Euro im Jahr eine Internet-Adresse sichern und darauf ein einfache Webseite mit WordPress aufsetzen.  Dort würde ich die Inhalte des Videos in Beiträgen niederschreiben.  Natürlich kommen nicht einfach so Besucher auf eine Webseite. Deswegen würde ich auf anderen Webseiten und Kanälen auf mich aufmerksam machen. Das geht am einfachsten, in dem ich meine Artikel und Videos regelmäßig in allen sozialen Netzwerken teile. Wenn ich schon dabei wäre, würde ich bei thematisch passenden Webseiten, Gruppen oder Youtube-Videos sinnvolle Kommentare hinterlassen. Das kostet mich dann nach einer gewissen Einarbeitungsphase jeden Tag eine Stunde, in der ich sonst vielleicht sinnlose Dinge gemacht hätte wie Fernseh schauen oder schlafen. Nach 365 Tagen hätte meine Webseite 365 Artikel und Videos. Außerdem hätte ich viel über das Thema selbst und Online-Marketing gelernt. Ich hätte Kontakte zu anderen Webseiten und Influencern geknüpft, die mich vielleicht erwähnen oder mit denen ich einen Crossover-Post / Videodreh gemacht hätte. Dann hätte meine Webseite bestimmt schon einige Besucher und ich könnte passende Produkte bewerben. Entweder ich kontaktiere Hersteller oder Dienstleister in meinem Gebiet direkt oder ich mache es über sogenannte Affiliate-Programme wie Digistore24 oder Amazon Partnerprogramm. In der Tat habe ich gerade wieder zwei neue Projekte auf diese Weise gestartet. 

Das wichtigste, was ich in den letzten Jahren gelernt habe: 

  • Mach etwas anstatt etwas perfekt zu planen.
  • Hab keine Angst, dass dich alle scheiße finden. Freu dich über die 2,3 Leute, die dich gut finden.
  • Bleib am Ball. Konstanz zahlt sich irgendwann aus.
  • Mach es nicht fürs Geld. Mach es, weil du es kannst.

 

Du bist Selbständig, Unternehmer oder willst dein Unternehmen mit Video-Marketing und SEO nach vorne bringen?
Dann lass uns darüber reden, wie wir das am besten umsetzen können!