treecard – Die Welt 1. Mastercard aus Holz

Die großen Fintechs lockten ihre Kunden mit coolen Metallkarten. TreeCard geht hier einen anderen Weg und setzt auf Holz.

N26, bunq oder auch Revolut. Alle haben sie die coolen neuen Karten aus Metall im Angebot. Allerdings immer nur in den teuren, kostenpflichtigen Kontomodellen. Einzig vivid bietet hier eine kostenlose Metallkarte an. Aber warum immer nur Metall? Denkt denn da niemand an die Umwelt? TreeCard beziehungsweise Ecosia, das Unternehmen, welches dahinter steckt, tut das.

Wer ist Ecosia?

Ecosia sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. Ecosia ist eine ökologische Suchmaschine. Sowohl Ecosias Suchergebnisse als auch die Suchanzeigen werden von Bing geliefert. Die Suchmaschine spendet 80 Prozent seines Einnahmeüberschusses für gemeinnützige Naturschutzorganisationen. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin erweckt hier wirklich viel Vertrauen. Sogar die eigenen Server laufen nur mit Ökostrom. Hier steckt also wirklich der Umweltschutz im Vordergrund und es ist nicht nur irgendeine Marketing-Masche.

Erst in diesem Sommer hat das Unternehmen verkünden können, dass sie bereits über 100 Millionen Bäume pflanzen konnten. Finanziert allein das durch die Werbeeinnahmen der eigenen Suchmaschine. Mit der TreeCard sollen es aber noch deutlich mehr Bäume werden.
 

TreeCard setzt auf Holz

TreeCard will alles anders machen. Diese setzt auf eine Debit Mastercard aus Holz. Und hier geht es nicht nur darum, cool und hipp zu sein. TreeCard hat hier viel höhere Ziele.

TreeCard ist die kostenlose Debitkarte, die den Planeten bei jeder Zahlung aufforstet
Pro 50 Euro, die mit der Mastercard umgesetzt werden, wird ein Baum gepflanzt. Treecard verdient hier Geld durch sogenannte Interchange-Gebühren. Das ist das Entgelt, das Händler und Banken für den Einsatz der Debitkarte bezahlen müssen. Dabei erhält die ausgebende Bank die Gebühr vom Händler. Und die Bank gibt diese Gebühr, oder wohl nur einen Teil davon, wiederum an TreeCard ab. Auch bei der TreeCard sollen dann genau wie bei der Suchmaschine ganze 80 Prozent der Gewinne jeden Monat in das Ecosia-Baumpflanzprojekt fließen.

Also: Ecosia verspricht hier eine kostenlose Debit Mastercard aus Holz. Die TreeCard kann auch mit Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay verbunden werden. Das schafft nicht jedes Fintech-Start-up zum Start. Eine App soll dann auch eine Reihe von Funktionen bieten, um die täglichen Finanzen zu vereinfachen: Überwachen und Kategorisieren der Ausgaben und das Teilen von Rechnungen mit Freunden. Aktuell ist so eine App aber weder im Apple- noch im Google-Store zu finden. Diese wird wohl auch erst zum Start der Karte im nächsten Jahr veröffentlicht.

Erst mag es etwas ironisch wirken. Man will den Wald aufforsten, verwendet dann jedoch selbst Holz als Material für die Karte. Aber das erklärt TreeCard sehr schön auf der Website.

 

Wir verwenden Holz als einen Schritt zur Verringerung des Kunststoffverbrauchs. Kunststoffe sind äußerst schädlich für die Umwelt, wenn sie weggeworfen werden. TreeCard verwendet nur nachhaltig gewonnenes FSC-Kirschholz, und das im Kern verwendete Plastik stammt aus recycelten Flaschen. Der große Vorteil ist, dass wir mehr als 300.000 Karten aus dem Holz eines einzigen Baumes herstellen können. Wir werden nie mehr als ein paar Bäume benötigen, um alle unsere Karten herzustellen. Im Gegenzug werden wir Millionen von Bäumen wieder aufforsten.

 
TreeCard gibt an, Anfang 2021 mit dem Versand der Karten zu beginnen. Für den Start muss man sich zudem auf eine Warteliste setzen lassen.
 
 

Die Konditionen des Kontos

Außer, dass die Mastercard 100% kostenlos sein wird, kann man auf der Website keine weiteren Konditionen rauslesen. Es ist lediglich noch die Rede davon, dass man mit einer regulierten Bank in den USA zusammenarbeitet. Aber nach etwas Recherche kommt man zu folgenden Informationen: TreeCard hat sich hier Synapse als Finanzpartner ausgesucht. Diese stellt die gesamte Finanzinfrastruktur für die Plattform bereit. Die Karte selbst wird wie erwähnt von Mastercard ausgestellt. Synapse verfügt über eine eigene Banklizenz. Die Konten werden bis zu dem Standardbetrag der maximalen Einlagensicherung von 250.000 USD über diesen Bankpartner versichert. Man muss sich also auch keine Sorgen um sein Geld machen. Über alle weiteren Konditionen gibt es bislang noch keine genaueren Informationen.

Fazit

Für mich macht das Projekt schon mal einen ganz interessanten Eindruck. Daher habe ich mich mal auf die Warteliste setzen lassen. Mal abwarten wie sich die Sache entwickelt.

 


 

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