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Update

Curve hat via Twitter bekannt gegeben, in Zukunft neben Visa und Mastercard auch American Express Karten zu unterstützen

 

Das britische Fintech Start-up Curve hat eine sehr Innovative Lösung auf den Markt gebracht, für alle die mehr als eine Kreditkarte besitzen. Die gleichnamige Karte samt Smartphone App vereint gleich mehrere Eurer Kreditkarten in einer. Und das ganze ist sogar noch völlig kostenlos. Es wird zusätzlich  eine kostenpflichtige “Premium-Karte” angeboten, aber auf diese werde ich nicht näher eingehen.

Das Projekt befindet sich zwar noch in der Beta-Phase, ist allerdings schon im vollen Umfang nutzbar.

Woher bekomme ich die Curve?

Die Curve kann schnell und einfach über die App beantragt werden. Die Links zum App- bzw Play-Store findet ihr am Ende des Beitrages. Alternativ könnt Ihr euch hier den Link via SMS direkt auf das Smartphone schicken lassen.
Es werden nur wenige persönliche Daten gefordert. Es wird aber keine Kontoverbindung abgefragt und es wird auch kein neues Konto angelegt. Dadurch ist auch keine Schufa Auskunft oder ähnliches fällig.
Bei der Curve handelt es sich genau genommen um eine “Businesscard” Daher ist das Angebot von Curve lediglich an Freiberufler, Firmen und Selbständige gerichtet, auch wenn dies in keinster Weise belegt werden muss oder überprüft wird.

Update: Inzwischen ist Curve auch für Privatnutzer verfügbar.

Die Karte wird direkt vom Firmensitz in London verschickt, war aber trotzdem schon nach wenigen Tagen in meinen Briefkasten.

Wie funktioniert das ganze?

Auf den ersten Blick sieht die Curve aus, wie jede andere Kreditkarte. Es handelt sich um eine Mastercard. Die 16-stellige Kartennummer, Chip und ein Magnetstreifen. Natürlich ist auch ein NFC Chip für Kontaktlose Zahlungen verbaut. Allerdings ist die Funktionsweise der Karte etwas anders. Wie bereits erwähnt gibt es bei Curve kein Konto dahinter. Bei Curve hinterlegt man einfach via Smartphone App alle seine Kreditkarten. Es können Mastercard sowie Visa eingepflegt werden. American Express war wohl in der frühen Startphase möglich, inzwischen jedoch leider nicht mehr.

 

Und die App…

Curve AppVor jeden Einsatz der Karte kann man einfach und bequem via App eine beliebige Kreditkarte wählen, welche belastet werden soll. Es lässt sich auch festlegen, in welcher Währung die Karte geführt werden soll. So ist es sogar möglich ausländische Karten zu hinterlegen. Die Währungen CNY, JPY, HKD, NZD, SEK, ZAR, NOK, GBP, BRL, CAD, ILS, CHF, SGD, INR, EUR, RUB, AUD, USD sind kostenlos und man hat keine Gebühr für einen Auslandseinsatz zu befürchten. Bei Kreditkarten mit anderen Währungen, ist bei Nutzung eine Wechselgebühr von MasterCard plus 1% Gebühr fällig.
Über die App kann die Karte bei einen Verlust auch sofort gesperrt werden.

Zusätzlich wird auch noch ein “Cash-Back” Programm angeboten. Die beschränkt sich jedoch bisher auf den britischen Markt.

Mein Fazit:

Für jeden der mehr als eine Kreditkarte in der Geldbörse hat, eine interessante Lösung. Da die Karte kostenlos ist, auf jeden Fall einen Versuch Wert. Das einzige was man zu beachten hat, ist dass Kreditkarten-Konditionen wie Tankrabatt oder Reiseversicherungen durch die Curve unter Umständen ausgehebelt werden könnten.

 

 

Tipp:

Wer bei seiner Anmeldung den Code Promo Code WRVV9 nutzt, erhält ein Startguthaben von 5 Pfund (~ 5,80€)

 

Curve: One card for all your accounts
Curve: One card for all your accounts
Entwickler: Curve 1 Ltd
Preis: Kostenlos
Curve
Curve
Entwickler: Curve
Preis: Kostenlos

In den letzten Tagen traten vermehrt die Gerüchte auf, dass Google Pay am 26.06.2018 in Deutschland starten solle. Und dem war tatsächlich so.

 

Man hätte es ja kaum für möglich gehalten das Google tatsächlich noch vor Apple Pay einen Deutschland-Start hinlegt. Bei Apple gab es ja schon mehrfach das Gerücht um einen Start in Deutschland. Passiert ist hier allerdings noch nichts. Google hingegen war hier dafür wirklich pünktlich. Bereits kurz nach Mitternacht konnte man schon erfolgreich seine N26 Debit Mastercard in Google Pay einbinden.

Mit den Karten der DKB (Deutsche Kreditbank AG) , Mastercard der Fidor Bank ,Curve oder Revolut sowie der Payback American Express hat es zum jetzigen Zeitpunkt in meinen Test noch nicht geklappt. Auf Twitter und Facebook konnte man jedoch lesen das es auch mit den Karten der comdirct Bank ebenfalls funktioniert. Von der Commerzbank konnte man in der letzten Zeit ebenfalls die Gerüchte vernehmen das eine Zusammenarbeit mit google geplant sei.

 

Nachtrag:

Der Twitter User Bronius Soroko hat mich auf eine interessante Seite aufmerksam gemacht. Unter diesem Link verrät Google die offiziellen Banken und Zahlungsdienstleistern mit denen Kooperiert wird. Hier sind, wie bereits erwähnt N26, die comdirect und Commerzbank gelistet. Sowie der Dienst boon, welcher auch schon lange als der Geheimtipp für ApplePay gilt.
Unter der Rubrik “Demnächst” werden die Landesbank Baden-Württemberg und das FinTech Revolut erwähnt.

 

Google Pay kann auch noch mehr…

 

Screenshot GooglePay KundenkartenDes weiteren lassen sich in der Google Pay App zahlreiche deutsche Kundenkarten einbinden. Hierzu zählen beispielsweise Accor Le Club, Deutschlandcard, IKEA Family, Media Markt Club, Payback und die Subway SubCard. Ob sich das in der Praxis bewährt, bleibt abzuwarten. Da nicht jedes Kassen-System beziehungsweise die Scanner einen Barcode von einen Smartphone Displays einlesen kann.

 

 

Die Google Pay App findet ihr natürlich im Google Play Store. Zum Zeitpunkt dieses Berichtes wurde diese wohl auf den meisten deutschen Geräten noch als “nicht kompatibel” gelistet. Somit ist  ein Download noch nicht möglich. Ich gehe davon aus das sich das in den nächsten Stunden ändern wird.

Google Pay
Google Pay
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Google hat hier wohl ganz strategisch geplant. Der Start an einen Dienstag ist sicher nicht willkürlich gewählt worden. So kann der Dienst einige Tage anlaufen. Bis zu den verkaufsstarken Wochenende können dann die ersten großen Fehler ausgemerzt werden.
Ich bin gespannt wie sich der Dienst entwickelt. Es wird spannend ob Google Pay eine erwähnenswerte Verbreitung in Deutschland erlangt. Wo gerade hie die meisten doch auf Bargeld setzen und auch davon überzeugt sind.

Kreditkarten

Immer wieder kommt es bei Themen welche die Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmittel (insbesondere Kartenzahlung) behandeln, zu Angriffen von Menschen die bargeldlose Zahlungsmittel verabscheuen. Hierbei werden oft vermeintliche Argumente verwendet welche Informationen enthalten die sich in der Regel von selbst aufheben.

Mit diesem Dokument möchten wir diese Mythen der bargeldlosen Bezahlung einmal aufklären und zwar mit Logik und Fachwissen aus dem Bereich Finanzwesen.
Es steht jedem Frei die hier genannten Argumente und Informationen durch etwas Nachdenken und frei zugänglichen Informationsquellen für Bildung und Wissen selbst zu prüfen. Niemand muss sie ungeprüft glauben, wenn er sie nicht glauben sollte.
Stand 19.01.2018

Vor- und Nachteile:

Bargeld:
  • +Anonym
  • +Funktioniert überall auch ohne Strom
  • +Hohe Akzeptanz
  • +Perfekt für Trinkgelder
  • +Budgetierung. Man hebt eine Menge X ab und verbraucht Sie. Kann daher nie mehr verbrauchen als man bei sich trägt

 

  • -Aufgrund Kameras In Geschäften, Seriennummern auf Scheinen und Fingerabdrücken auf Scheinen und Münzen könnte die Anonymität etwas eingeschränkter sein wie manche Glauben
  • -Falschgeld im Umlauf, das erhaltene Geld könnte wertlos sein, bei Verbreitung riskiert man entsprechende Strafen
  • -Hohes Risiko für Diebstahl und Raub
  • -Keine Haftung bei Verlust (Bei Verlust oder einfachem Diebstahl ist der Ersatz von Bargeld sehr schwierig bis unmöglich)
  • -Extra Transport. Man benötigt eine große Geldbörse in der alle Scheine und Münzen vorhanden sind. Firmen müssen größere Mengen in gesicherten transportern transportieren lassen.
  • -Unübersichtlichkeit. Man sieht nicht direkt wie viel Geld man hat, es muss erst gezählt werden.

 

Kartenzahlung:
  • +Einfaches Handling. Man muss die Karte lediglich in das Terminal stecken und die PIN kennen. Alternativ bei Kontaktloser Zahlung reicht bei kleinen Beträgen von unter 25/50 Euro sogar das Ranhalten an das Kontaktlos-Terminal. Ideal auch für Kinder
  • +Leichter Transport: Man benötigt nur eine Karte. Teilweise nicht einmal das, da bei Kontaktloser-Zahlung auch entsprechende Smartphones, Smartwatches oder Armbänder genutzt werden können.
  • +Geringe Haftungsgrenze: Bei nicht fahrlässigem Verlust, Diebstahl oder Raub der Karte beträgt die Haftung des Inhabers maximal 50€
  • +Schnelle Zahlung: Anständige Anbindung der Kasse vorausgesetzt ist eine Kontaktlose Zahlung innerhalb von ca. 4 Sekunden durch.
  • +Hohe Übersichtlichkeit: Jede Transaktion kann heutzutage in einer zum Konto der Karte gehörenden App in Echtzeit angezeigt werden.
  • +Geringe Missbrauchsgefahr: Man kann Kartenlimits oft selbst verwalten, die Karte temporär deaktivieren und wird bei Einsatz der Karte in Echtzeit über die Zahlung informiert. Bei Zahlung im Internet wird ein Rückfragesystem (z.B. Mastercard Identitycheck) verwendet oder der auf der Karte befindliche CVC Code abgefragt. Ohne diese Abfrage liegt die Haftung bei Missbrauch zumeist beim Händler.
  • +Budgetierung: Durch Einstellbare Tageslimits und Transaktionslimit verhindert man an einem Tag mehr Auszugeben als man möchte. Des weiteren bieten manche Banken Unterkonten an auf welche man eine Karte zuweisen kann, so das man z.B. für Partys ein extra Unterkonto hat und nur das Geld für die Party verbrauchen kann was vorhanden ist in diesem Unterkonto
  • +Sicherheit: Die Gefahr eines Raubüberfalls sinkt, einige Länder forcieren deshalb sogar die bargeldlose Zahlung, weil dort viele Händler immer wieder Opfer von Raubüberfällen waren, dies ist bei Mangel an Bargeld nicht mehr Lohnenswert.

 

  • -Betrag, Datum, Uhrzeit und Firma wo eine Transaktion durchgeführt wurde werden in einer Datenbank erfasst. Der Zahlungsdienstleister (z.B. Samsung Pay, Apple Pay, Google Pay, SEQR etc.) oder die Bank erhält dadurch die Information wann der Kunde welchen Betrag bei welchem Händler getätigt hat. Sollte auch der Standort (z.B. Netto Filiale 213 sag danke) übermittelt werden, so entsteht auch ein Bewegungsprofil.
  • -Es werden Kartenlesegeräte benötigt um die Kartenzahlung anzunehmen
  • -Händler zahlen Transaktionsgebühren (kein richtiger Nachteil, Bargeldakzeptanz kostet Unternehmen im Schnitt 2,75% des Umsatzes)

 

Ein kurzer Beitrag noch zu Bitcoin und viele andere Kryptowährungen viele Menschen Glauben diese Zahlungsmittel seien völlig Anonym, weshalb eben auch Kriminelle sie oft verwenden. Aber sie sind nicht ganz so Anonym wie Bargeld. Generell sind sie sogar gar nicht Anonym. Allerdings sind sie Pseudonym. Das bedeutet, dass z.B. bei Bitcoin in jeder Transaktion Empfänger, Absender, Betrag, Datum etc. in der Blockchain verknüpft ist. Theoretisch könnte also bei Ermittlungen das entsprechende Pseudonym ermittelt werden und unter gewissen mythenmständen ebenfalls die reale Person, welche hinter diesem Pseudonym steckt.

 

 

Zitat Imrö Straubing

 

“Argumentationen”

Behauptung: Nur Bares ist Wahres
Gegenargument: …. da dies kein Argument ist sondern eine sinnlose Phrase kann man dazu nichts sagen. Höchstens “Geld ist Geld”

Behauptung: Bargeld ist Freiheit
Gegenargument: Ein Mensch der einen 100.-EUR Schein besitzt ist nicht freier wie ein Mensch der kein Bargeld besitzt, aber 10.000.-EUR auf dem Konto hat. Eher kann derjenige mehr Freiheit genießen, der mehr Geld hat.

Behauptung: Ohne ausreichende Kreditwürdigkeit/Bonität bekommt man keine Karte
Gegenargument: Bei einer Kreditkarte mag das stimmen. Ein Bankkonto beinhaltet jedoch eine sogenannte Debitkarte. Das bedeutet das Konto wird direkt belastet, so das nur über Geld auf dem Konto verfügt werden kann und daher keine oder nur geringe Ansprüche an die Kreditwürdigkeit gestellt werden.

Behauptung: Kinder bekommen keine Karte
Gegenargument: Für Kinder gibt es unter anderem die Möglichkeit sogenannter Prepaidkarten. Diese werden vorher mit Guthaben aufgeladen.

Behauptung: Bargeld ist das einzig anerkannte/gültige Zahlungsmittel in Deutschland
Gegenargument: Im Euroraum ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel; nur die Zentralbanken des Eurosystems dürfen es in Umlauf bringen. Euro-Münzen sind beschränkte gesetzliche Zahlungsmittel, da niemand verpflichtet ist, mehr als 50 Münzen oder Münzen im Wert von über 200 Euro anzunehmen. Sofern keine Monopolstellung besteht kann auch Bargeld abgelehnt werden. Sprich, solange der Kunde die Möglichkeit hat einen anderen Händler aufzusuchen (z.B. Hornbach statt Bauhaus), darf der Händler die Annahme von Bargeld theoretisch verweigern. Es ist daher falsch das Bargeld das einzig gültige Zahlungsmittel ist. Es darf nur nicht abgelehnt werden, wenn der Kunde keine Alternative Möglichkeit hat, da ihm sonst rechtliche Nachteile entstehen würden.

Behauptung: Mit Karte zahlen bedeutet das die Bank und der Staat weiß was man gekauft hat. (Gläserner Bürger)
Gegenargument: Bei Zahlung mit Karte wird Betrag, Datum und ggf. Name des Händlers übermittelt. Der einzige der weiß was man gekauft hat ist der Händler, dieser erhält jedoch die Kartennummer auch nur in anonymisierter Form. Um Daten Personenbezogen auszuwerten benötigt der Händler daher in Deutschland eine entsprechende Zustimmung des Kunden. Dieser erhält für die Nachverfolgung daher eine sogenannte Kundenkarte (auch Paybackkarten funktionieren nach diesem Prinzip). Diese Karten funktionieren allerdings unabhängig vom Zahlungsmittel und können ebenfalls bei Barzahlung eingesetzt werden.
Warum nutzen Händler sowas? Wenn Händler (oder andere Unternehmen) das Kaufverhalten der Kunden kennen, können Sie Ihr Warensortiment entsprechend Optimieren und auch herausfinden was Sie evtl. als neues Produkt auf den Markt bringen könnten um mehr Umsätze zu generieren. Als Anreiz gibt es dafür Treuepunkte oder Rabatte.
Im Übrigen haben Banken tausende bis Millionen von Kunden und interessieren sich eh kein Bisschen dafür ob Max Müller sich Kondome gekauft hat ;)

Behauptung: Wenn kein Strom da ist kann man mit Karte gar nicht bezahlen!
Gegenargument: Ohne Strom öffnen sich auch die Automatischen Türen der Geschäfte nicht. Die Kasse kann nicht geöffnet werden. Der Geldautomat kann kein Geld ausgeben. Die Bundesdruckerei kann kein neues Bargeld drucken usw… Ja, ohne Strom haben wir sicher ganz andere Sorgen ;)

Behauptung: Mit Karte kann man kein Trinkgeld geben
Gegenargument: Entweder es ist direkt im Terminal einstellbar und man kann gesplittet zahlen, oder man zahlt in Summe und es ist auf einer Rechnung erkennbar. Der Geschäftsführer ist verpflichtet das Trinkgeld an die Mitarbeiter auszuzahlen, ansonsten macht er sich Strafbar. Einige Unternehmen bieten inzwischen an Trinkgelder z.B. extra über Paypal an die Jeweiligen Mitarbeiter zu zahlen.
Es hindert aber auch niemand einen Daran eine Rechnung mit Karte und das Trinkgeld in Bar zu bezahlen ;)

Behauptung: Der Staat kann mein Konto Sperren, so das ich dann Zahlungsunfähig bin wenn es kein Bargeld gibt.
Gegenargument: Also erst einmal ist das nicht Aufgabe des Staates von Lieschen Müller ein Konto zu sperren. Das Passiert eher im Falle einer Strafermittlung, Verdacht auf Geldwäsche, Pfändung oder anderen Vorfällen durch die entsprechend zuständigen Stellen.
Wenn das Konto gesperrt ist kann zudem Miete, Strom, Gas, Versicherungen etc. nicht mehr gezahlt werden, weil das idr. per Lastschrift vom Konto abgebucht wird.
Auch Bargeld kann man nicht abheben wenn ein Konto gesperrt ist. Es macht daher keinen Unterschied ob das Konto mit oder ohne existenz von Bargeld gesperrt ist, weil wichtige Transaktionen seit Jahren unbar erfolgen und man bei einer Konto-Sperrung auch gar kein Bargeld abheben könnte.

Behauptung: Meine Kontaktlose Karte kann jemand aus zig Metern Entfernung Plündern.
Gegenargument: Die Kontaktlos-Funktion von Karten basiert auf NFC, einer Nahfeld-Funktechnologie. Die Reguläre Reichweite beträgt hierfür 4cm. Die Stromverorgung erfolgt über magnetische Induktion von dem Kartenlesegerät. Die Chance das jemand aus mehreren Metern die Karte belastet ist also quasi bei 0. Der Technische Aufwand für entsprechende Ausrüstung ist so hoch, das es sich nicht lohnt. Hinzu kommt das die zugelassenen Terminals Personenbezogen sind und somit die Täter bekannt sind. So dumm sind Kriminelle nun auch wieder nicht. Im übrigen kann man die Karten oft auch jederzeit deaktivieren und haftet bei kontaktloser Zahlung ohne PIN nicht (außer bei grober Fahrlässigkeit).

Behauptung: Man kann meine Kartendaten durch die Kontaktlosfunktion abgreifen und missbrauchen.
Gegenargument: Zunächst einmal sei gesagt das durch das einstecken der Karte, insbesondere wenn Daten auf dem Magnetstreifen sind, gleich die Karte kopiert werden könnte. Bei der Kontaktlos Funktion können in der Tat die Kartennummer und die Gültigkeit ausgelesen werden. Vorausgesetzt man kommt nahe genug an die Karte heran (ein Diebstahl wäre einfacher). Hierbei gibt es keine Haftung für den Kunden, weil Händler zumindest noch den Namen und CVC Code abfragen müssten. Diese Daten übermittelt die Karte aber nicht unverschlüsselt

Behauptung: Die Akzeptanz von Kartenzahlung bedeutet Bargeldverbot
Gegenargument: Das ist natürlich völliger Schwachsinn. Nur weil man öffentliche Verkehrsmittel nutzen darf, bedeutet das ja auch nicht das man kein Auto mehr verwenden darf.

Behauptung: Kartenzahlung ist unübersichtlich, man verliert das Wissen wie viel Geld man noch hat.
Gegenargument: Das Argument mag in den 90er Jahren gestimmt zu haben. Aber im Jahre 2018 ist es veraltet. Wer nicht gerade zur Generation “Kontoauszugdrucker” gehört, der wird seine Finanzen in einer entsprechenden App am Smartphone in Echtzeit überblicken können. Damit hat er eine viel bessere Kontrolle als es mit Bargeld je der Fall war.

Behauptung: Bargeld ist sicherer.
Gegenargument: Wenn wir mal daran denken das Bargeld permanent gestohlen und geraubt wird und sogar Morde dafür begangen werden, ist diese Behauptung doch sehr weit hergeholt. Hinzukommt das wir z.B. im 2. Halbjahr 2015 etwa 18 Milliarden Euro Falschgeld im Umlauf hatten….

Behauptung: Das Konto kann gehackt werden.
Gegenargument: Hackerangriffe auf Banken-Server betreffen in 1. Linie Konten auf denen mehrere Millionen oder Milliarden liegen. Hacker nutzen für solche Angriffe Sicherheitslücken in den Systemen und Firewalls aus, weshalb diese permanent verbessert werden. Des weiteren sind Banken hiergegen versichert. Die Chance das man Opfer eines Hackers wird ist daher sehr gering.
Das eigentliche Problem stellen Kunden dar welche nicht Wissen wie man Computer oder Smartphones bedient und daher Ihre Daten an Dritte weitergeben. Dies ist jedoch strenggenommen KEIN Hackerangriff, es fällt unter sogenanntes Phishing. Es ist sozusagen das digitale Gegenstück zu Kunden welche Falschgeld nicht erkennen.

Behauptung: Banken werden Negativzinsen erheben wenn es kein Bargeld mehr gibt
Gegenargument: Abgesehen davon dass die Akzeptanz von Bargeldloser Zahlung kein Verbot von Zahlung mit Bargeld bedeutet, bereits heute müssen banken negative Zinsen auf Gelagertes Guthaben zahlen. Auch Bargeld hat negative Zinsen, sie nennen sich Inflation. Wenn negative Zinsen auf Guthabenkonten erhoben werden sollte, dann betrifft dies allerdings in erster Linie Konten mit größerem Vermögen (insb. über 100.000 EUR). Menschen mit soviel Kapital sind in der Regel in der Lage Ihr Vermögen anderweitig und vor allem Gewinnbringend anzulegen (Immobilien, Aktien, Währungshandel, Edelmetallhandel etc.).

Behauptung: Kartenzahlung ist für Händler zu teuer
Gegenargument: Händler zahlen zwischen 0,2-3% für die Akzeptanz von Kartenzahlungen. Der Bargeldverkehr kostet dem Einzelhandel im Schnitt 2,75%. Daher ist Bargeldzahlung nicht unbedingt günstiger für Händler.

Behauptung: Wenn ich mit Karte zahle muss ich dafür extra bezahlen.
Gegenargument: Keine Ahnung woher diese Behauptung einiger Menschen stammt. Aber sie ist gänzlich falsch. Kartenzahlung kostet dem Nutzer keinerlei extra Gebühren im Inland.
Lediglich im Ausland in einer Fremdwährung könnte ein sogenanntes Fremdwährungsentgeld für die Umrechnung hinzukommen.

Behauptung: Amazon sieht die Kontobewegungen der letzten 3 Monate
Gegenargument: “Angstpresse” verbreitete die Information Das jetzt Amazon und andere problemlos in das Konto sehen könnten. Das ist eine Falschmeldung. Mit Inkrafttreten von PSD2 haben Zahlungsdienstleister das Recht eine Schnittstelle der Bank (z.B. API) zu verwenden um Transaktionen abzurufen oder Überweisungen durchzuführen. Dies ist insbesondere für App-Entwickler interessant die sogenannte Multibanking Apps verwenden.
Einige Banken in Europa verfügten bereits früher über eine solche API (z.B. Fidor, bunq etc.), diese wird nun ggf. noch erweitert damit Überweisungen möglich sind und zudem auch mehr Nutzern zur Verfügung gestellt. Jedes Unternehmen das berechtigt ist diese funktion zu verwenden benötigt nicht nur eine Entsprechende Genehmigung der zuständigen Behörden (z.B. BaFin), sondern auch des Kunden. Amazon hat daher weder das Recht noch die Möglichkeit Kontobewegungen einzusehen. Der Amazon Payment-Service könnte dies evtl. schon eher bekommen (genauso wie Paypal etc.), allerdings auch dann nur wenn der Kunde dem zustimmt.

Behauptung: Mit Kartenzahlung verschuldet man sich weil man mehr Ausgibt.
Gegenargument: Man kann nur Geld ausgeben was man hat. Wer einen Kredit hat kann mit diesem Kredit auch Bargeld-Abheben und sich dadurch verschulden das er den Kredit nicht zurückzahlt… ja auch dann wenn er das Geld in Bar verbraucht.
Aufgrund heutiger Banking-Apps sieht man zudem sehr übersichtlich wann man welchen Betrag ausgegeben hat und wie viel noch übrig ist. Durch Suchfunktionen kann man z.B. auch erkennen wie viel man für Lebensmittel im Aldi ausgegeben hat. Die Kartenzahlung hat also mit einer etwaigen Verschuldung nichts zu tun, sondern mehr mit vernünftigem Umgang mit Kapital.

 

Typische Fehler

Es kommt sehr oft vor das Nutzer von “EC-Karte” schreiben.
Bei der EC-Karte handelte es sich um eine spezielle Ausweiskarte um sogenannte Eurocheques einzulösen. Später erhielt die EC-Karte eine richtige Debitkarten-Funktion und wurde dann nach 2007 durch die girocard ersetzt.
Mastercard ist Rechteinhaber der Wort & Bildmarke ec und verwendet seit ca. 2016 (also etwa 10 Jahre nach dem Einstampfen der Markenrecht-Nutzung durch die Deutsche Kreditwirtschaft) seine Marke wieder selber und bewirbt damit die Debit-Mastercard, eine Debitkarte auf Basis einer Mastercard. Inzwischen wird ec-Karte seitens Mastercard auch als Synonym für Debitkarte angesehen.

Warum ec-Karte und nicht EC-Karte ?

Nun wie man an dem “ec” Logo erkennt
handelt es sich um KLEINBUCHSTABEN. Zudem gibt Mastercard vor das im Schriftverkehr die Buchstaben Kleingeschrieben werden müssen.

Eine Mastercard/VISA Lastschrift kann ich zurückholen

Nein. Eine Zahlung mit Mastercard ist keine Lastschrift und kann daher auch nicht einfach per Rücklastschrift zurückgebucht werden. Nur eine SEPA-Lastschrift kann innerhalb von 8 Wochen ohne Gründe zurückgebucht werden von Kunden. Bei einer Mastercardzahlung ist dies nur möglich wenn der Händler dies gestattet, da er eine Zahlungsgarantie von Mastercard hat. Einzige Ausnahme, es handelt sich um Betrug. In dem Fall ist ein (oft etwas langwieriges) Chargebackverfahren möglich.

 

Gängige Kartentypen

Debitkarten:
-girocard (Deutsches System, geht quasi nur im Inland. Erkennbar am girocard Logo)
-Debit-Mastercard (Internationales System, geht im Handel und auch Online)
-VISA-Debit (Internationales System, geht im Handel und auch Online)
-V-Pay (in Europa nutzbares CHIP-Only System von VISA)
-Maestro (Internationales System, von Mastercard)

Kreditkarten:
-Mastercard Credit
-VISA Credit
-American Express

 

 

Dieses Dokument darf weiterverbreitet und ergänzt werden. Vorhandene Punkte dürfen bei Form/Schreibfehlern korrigiert werden.

CC0 – nc

 

Dieser Beitrag ist als Zitat anzusehen. Er wurde unter Public Domain (CC0nc) veröffentlicht. Im Original unter diesem Link zu finden.
Der Beitrag wurde lediglich geringfügig formatiert.

Smartphone Payment

ApplePay ist kurz vor dem Start in Deutschland. Auch Google Pay lässt wohl nicht mehr lange auf sich warten. Aber es gibt auch jetzt schon ein paar ganz attraktive Möglichkeiten mit dem Smartphone zu bezahlen. Das Bezahlvorgänge via NFC nur bei Android möglich sind, erklärt sich wohl von selbst. Apple sperrt diesen Weg für seine Nutzer selbstverständlich.

Boon

Boon ist eine Tochtergesellschaft der bekannten Wirecardbank. Also ein recht namhaftes Unternehmen. Das schafft schon mal etwas Vertrauen.
Nach einer kurzen Registrierung stehen einen auch schon 5€ Startguthaben zur Verfügung. Man kann also sofort loslegen und einkaufen.
Wenn das Start-Guthaben verbraucht ist, muss das Konto via Vorkasse aufgeladen werden. Es handelt sich also praktisch gesehen um eine Prepaidkarte. Hier stehen Überweisung und eine Aufladung via Kreditkarte zu Verfügung.
Nach Ablauf der kostenlosen Testphase, welche allerdings großzügige 12 Monate dauert,  fallen bei Boon allerdings monatliche Gebühren in Höhe von 0,99€ im Monat an. Für den Bezahlvorgang an der Kasse muss dann nur noch nach dem starten der App die selbst gewählte PIN eingegeben werden und das Smartphone an das NFC-fähige Terminal gehalten werden. Hier wird eine Mastercard erzeugt/emuliert. Man hat also eine sehr hohe Akzeptanz. Die App zeigt auch die vollständige Kartennummer inklusive CVC Code an. Man kann Boon also auch zum einkaufen im Internet verwenden.

boon. – kontaktlos bezahlen
boon. – kontaktlos bezahlen
Preis: Wird angekündigt

Glase (ehemals SEQR)

Im Grund ist SEQR/Glase natürlich recht ähnlich zu Boon. Hier ist die Abrechnung jedoch nicht per Vorkasse, sondern im nachhinein via Bankeinzug. Was ich persönlich einen großen Vorteil sehe.
Nach Prüfung der Daten, welche man durch abfotografieren eines Personalausweises zertifizieren musste, steht auch schon ein Verfügungsrahmen von 75€ an. Nachdem dreimal erfolgreich ein Kontoeinzug erfolgte wird dieser natürlich erhöht.
Im Gegensatz zu Boon bekommt man allerdings keine Kartennummer angezeigt. Bezahlen im Internet ist somit leider nicht möglich.
Glase (SEQR) setzt ebenfalls auf das System von Mastercard. Es wird keine PIN beim Start der App benötigt. Dank eines Widgets lässt sich der Bezahlvorgang sogar noch schneller erledigen. Grundsätzlich bietet Glase (SEQR) auch die Möglichkeit mittels eines QR-Codes zu bezahlen. Dieses Verfahren hat in Deutschland jedoch keine Partner.

Glase ist dauerhaft kostenlos und bietet sogar einen Cash-Back Bonus von bis zu 3%.

Glase - mobile Zahlungen
Glase - mobile Zahlungen
Entwickler: SEQR Payments AB
Preis: Kostenlos
Glase
Glase
Entwickler: Seamless
Preis: Kostenlos

 

Valuepone

Das Unternehmen Valuepone ermöglicht ebenfalls eine Zahlung via Smartphone. Allerdings wird hier nicht auf ein NFC-Terminal gesetzt. Bei der App von EDEKA wird ein Barcode erzeugt der eingesannt werden muss. Bei der App von Netto wiederum wird ein vierstelliger PIN erzeugt den die Kassiererin eingeben muss. Wer sich in einer der Apps einen Account angelegt hat, kann diesen bei beiden Apps nutzen und Bargeldlos in den Filialen einkaufen. Auch hier erfolgt die Abrechnung via Bankeinzug und dem Kunden entstehen natürlich keinerlei Kosten.

EDEKA - Angebote & Gutscheine
EDEKA - Angebote & Gutscheine
Entwickler: EDEKA AG
Preis: Kostenlos
EDEKA – Angebote & Gutscheine
EDEKA – Angebote & Gutscheine
Entwickler: EDEKA
Preis: Kostenlos
Netto: Angebote & Coupons
Netto: Angebote & Coupons
Entwickler: valuephone GmbH
Preis: Kostenlos

 

Payback Pay

Ganz neu dazu gekommen ist jetzt Payback Pay. Hier kann man dann, ähnlich wie bei Valuepone mit Hilfe eines QR-Codes bezahlen. Als zweite Option ist auch bezahlen via NFC möglich. Welche Zahlungsmethode genutzt wird hängt vom jeweiligen Partner ab. Die Akzeptanz ist hier jedoch auf die üblichen Payback Partner beschränkt. Aktuell sind hier zum Beispiel Aral, Rewe, dm, Galeria Kaufhof, real und ein paar weitere dabei. Das mach Payback Pay wohl zur unattraktivsten Option.

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PAYBACK - Karte, Coupons, Geld
PAYBACK - Karte, Coupons, Geld
Entwickler: PAYBACK
Preis: Kostenlos
PAYBACK - Karte, Coupons, Geld
PAYBACK - Karte, Coupons, Geld
Entwickler: PAYBACK GmbH
Preis: Kostenlos

 

Kreditkarten

Wenn ihr von 1. bis 31. Juli 2017 bei Drogerie Rossmann kontaktlos mit Mastercard – mit Karte oder Smartphone bezahlen – erhalten ihr einen 3€ Gutschein.

Wie ich ja schon in den Beiträgen über das Wallet Trove oder die Kreditkarte Curve erwähnt habe. Ich liebe es Bargeldlos zu Leben. In Deutschland ist das leider noch nicht so ganz einfach möglich. Aber es wird ganz langsam besser. Darum sind Aktionen wie es aktuell Rossmann und Mastercard machen natürlich sehr willkommen. Vielleicht wird dadurch das Bargeldlose bezahlen bekannter und vor allem beliebter.

Die Aktion von Rossmann und Mastercard

So wirbt aktuell Rossmann auf seiner Website für die Aktion.

 

Rossmann Aktion

Bezahlen mit Karte

 

Es ist also wirklich ganz einfach. Sobald ihr eine Kreditkarte von Mastercard habt und diese kontaktlose Zahlung via NFC unterstützt, sind alle Voraussetzungen erfüllt. Achtet lediglich auf diese beiden Symbole auf der Karte. Selbstverständlich muss das Bezahl-Terminal ihrer Filiale ebenfalls kontaktlose Zahlung Unterstützen. Inzwischen sollten jedoch alle Filialen damit ausgestattet sein.

 

Bezahlen mit dem Smartphone

Alternativ zur Karte kann auch mit dem Smartphone bezahlt werden. Das ist zum Beispiel mit dem IPhone via Apple Pay möglich. Auch wenn Apple Pay in Deutschland noch nicht offiziell gestartet ist, lässt es sich über Umwege bewerkstelligen.
Für Android gibt es sogar zwei Optionen. Hier hat man die Wahl zwischen den Apps von SEQR und Boon. Mit der App von SEQR erhält man – ganz unabhängig von der Aktion von Mastercard und Rossmann – bis zu 3% Cashback auf jede Zahlung via App.

Glase - mobile Zahlungen
Glase - mobile Zahlungen
Entwickler: SEQR Payments AB
Preis: Kostenlos
boon. – kontaktlos bezahlen
boon. – kontaktlos bezahlen
Preis: Wird angekündigt

 

Nach dem Zahlungsvorgang wird der Gutschein automatisch auf ihren Kassenbon ausgedruckt. Man braucht die Kassiererin also nicht separat darauf ansprechen.

3€ Gutschein von @mastercard für @mein_rossmann Mehr Infos später im Blog

Ein Beitrag geteilt von Bavarian Geek (@bavariangeek) am

Ich hab das natürlich gleich getestet. Hat bei Zahlung via SEQR problemlos geklappt. Jetzt nur nicht den Kassenbon verlieren ;)

Detailliertere Informationen zur Aktion gibt es auf der Websiten von Rossmann sowie bei Mastercard.

Danke an @gicklbyte für den Hinweis via Twitter

 

Und noch ein Bonus

Wie schon in einen meiner anderen Beiträge erwähnt, empfehle ich euch auch die App von Rossmann. Hier gibt es immer wieder verschiedene Aktionen und Gutscheine mit denen sich noch mehr sparen lässt. So ist auch immer mal wieder ein Gutschein für einen Rabatt von 10% erhältlich.

Rossmann - Coupons & Angebote
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Entwickler: Dirk Rossmann GmbH
Preis: Kostenlos
Rossmann
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Preis: Kostenlos
yomo Stilleben

Das Girokonto von yomo habe ich euch ja bereits hier vorgestellt. Grundsätzlich ja mal alles ganz interessant. Da war ich natürlich begeistert als yomo zu einen “Spot on: Kreditkarten” Workshop eingeladen hat.

Insgesamt hat yomo drei Termine geboten. Den Workshop in Köln am 26.06.2017, München am 27.06.2017 und zuletzt Hamburg am 28.06.2017. Ich habe mich hier für München entschieden, da es am nächsten liegt.

Der Workshop in München fand im smartvillage Coworking Space statt. Der große Bürokomplex machte von außen nicht gerade einen recht einladenden Eindruck. Die Räume waren dann jedoch sehr schick und gemütlich eingerichtet. Es gab sogar eine Schaukel zum Relaxen. Hier hat yomo sich auch nicht lumpen lassen und hat mit einen umfangreichen Buffet für das leibliche wohl gesorgt. Eine große Auswahl an Getränken war an dem heißen Tag willkommen. Dazu gab es Salate, Muffins, gefüllte Warps sowie – typisch bayrisch – ein paar Butterbrezen.

Dann ging es auch schon los. Es war eine kleine und überschaubare Runde. Sechs Teilnehmer und drei Mitarbeiter von yomo beziehungsweise von der Sparkasse waren mit dabei.

 

Die Vorstellungsrunde

Zuerst einmal wurde nach Name und Alter gefragt. Hier war ich mit meinen 36 deutlich einer der älteren in der Runde. Dann wurde noch gefragt “Wie viele Kreditkarten nutzt du?”, “Welche Features haben diese?” und zuletzt “Wie zufrieden bist du damit?” Hier stellte sich schnell heraus das ein Großteil doch mehr als eine Karte im Geldbeutel hat. Genannt wurden hier unter anderem mehrfach die bekannten Banken wie Fidor, Numer26 und die DKB oder auch einmal sogar Exoten wie die Revolut aus England.
Ich persönlich habe zwei Karten bei der DKB. Die zweite Karte daher, weil es vor der Zinskrise einen ganz akzeptablen Zinssatz auf dem Kartenkonto gab und ich diese als Sparbuch nutzte. Des weiteren habe ich noch die Karte von Fidor als Zweitkonto. Ich bin jedoch am Überlegen dieses bald auch als Gehaltskonto zu nutzen und der DKB den Rücken zu kehren. Zu guter letzt habe ich noch die ganz originelle Karte Curve. Ganz aktuell habe ich ebenfalls ein Konto bei Revolut eröffnet. Ob sich das als sinnvoll erweist, muss ich erst noch testen.

 

Die perfekte Kreditkarte

Dann wurde die Frage gestellt, welche Feature die “perfekte Kreditkarte” haben muss. Hier kamen auch eine Menge interessanter Vorschläge. Der wichtigste Punkt war hier natürlich eindeutig die Akzeptanz. Obwohl hier ja die größten Anbieter Visa und Mastercard nahezu identisch sind. Lediglich mit einer American Express hätte man hier seine Nachteile.
Die Bezahlmethode NFC lag nahezu gleich auf, wurde als schon als selbstverständlich angesehen.
Überraschend war für mich, dass der Wunsch nach Bargeld doch sehr ausgeprägt war. Hier wäre es natürlich am besten, bei allen Geldautomaten kostenlos an das Bargeld zu kommen. Am liebsten das sogar noch weltweit.
Die meisten in der Runde wünschten sich außerdem auch eine “echte” Kreditkarte, also keine Debit-Karte wie es sehr häufig der Fall ist. Diese sollte auch typischerweise Hochgeprägt sein. Anderenfalls befürchteten viele Probleme bei Hotels und Autovermietungen.
Selbstverständlich sollte die Karte an die App gekoppelt sein. Hier waren Push-Benachrichtigungen über jede Buchung wichtig. Des weiten sollte man über die App jederzeit die Karte sperren, sowie wieder entsperren können. Auch das Auslesen und ändern der PIN sollte möglich sein. Ebenso sollte der aktuelle Verfügungsrahmen individuell anpassbar sein. Optimalerweise individuell für Traktionen via Internet, Magnetstreifen, Geldautomat sowie via NFC.
Auch Features wie eine “virtuelle Kreditkarte” wurde geäußert. Also lediglich eine Kreditkarten-Nummer mit dazugehöriger CVC zum einkaufen im Internet. Grund dafür war vor allem der Sicherheitsaspekt. Da man diese virtuelle Karte wesentlich unkomplizierter sperren und ändern könne, als die der physischen Karte.
Ebenfalls gab es dem Wunsch nach einem Vorteils-Programm. Hier gab es Vorschläge wie ein Cashback oder die Möglichkeit mit häufigen Einsatz eine eventuelle Jahresgebühr der Karte zu senken oder Vorteile wie eine Versicherung zu “erspielen”.
Aber auch nebensächliche Dinge wie eine Karte aus Materialien wie Aluminium oder Wunsch-Designs wurden genannt.

 

Teamwork

Als nächstes ging es an eine Gruppenarbeit. Wir bildeten zwei Teams mit je drei Personen. Als Aufgabe sollten wir zwei Tarife für die Kreditkarte zusammen stellen wir sie und wünschen würden. Einmal ein Basispaket, sowie ein zusätzliches Komfort-Paket. Hierfür wurde uns ein Zeitfenster von 15 Minuten zur Verfügung gestellt.
Es wurden von beiden Gruppen sehr interessante Modelle vorgestellt. Beide hatten gemeinsam, das ein Basis-Paket kostenfrei sein sollte und das Komfort-Paket verständlicherweise kostenpflichtig.

Dann stellte uns das Team von yomo ihre drei Pakete mit den Namen “Small”, “Large” und “X Large” vor. Dann folgte eine kurze Feedback Runde um Pro und Kontra der Pakete zu erläutern. Anschließend wurden wir gefragt, welchen Preis wir bereit wären für die genannten Pakete zu bezahlen. In unserer Gruppe waren wir uns mit den Konditionen weitgehend einig und es gab keine all zu großen Unterschiede.

]Bitte habt Verständnis, das ich hier im Interesse von yomo ganz bewusst keine Details über Konditionen und Preis verraten will.

Ein weiterer Punkt wo wir uns in der Gruppe relativ einig waren folgte jedoch. Im großen und ganzen waren die Pakete nicht besonders beliebt. Grundsätzlich wäre ein Teil schon bereit für ein Konto zu zahlen. Aber der Wunsch nach Individualität und Flexibilität war hier jedoch sehr groß. In einen “perfekten Konto” solle man alle Leistungen und Funktionen schnell, einfach und flexibel zu- und abstellen können.

Erfolg

Fazit:

Das Team von yomo ist offenbar wirklich bestrebt auf die Wünsche der Nutzer einzugehen und diese zu erfüllen. In wie weit yomo diesen Wunsch nachgehen wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Alles in allem war es auf jeden Fall ein schöner Abend mit netten Leuten und einer interessanten Diskussion.
Beim nächsten Event von yomo bin ich gerne wieder dabei.

yomo Stilleben

Die Sparkasse ist teuer, unflexibel, altbacken. Jetzt wollen sie von diesem Image wegkommen. Ob sie das mit Yomo schaffen erfahrt ihr in diesen Bericht.

Bereits seit Ende letzten Jahres durften die ersten Beta-Tester Yomo, das neue Smartphone-Konto der Sparkasse ausprobieren. Jetzt bin auch ich an der Reihe.
Am Dienstag den 4. April 2017 hat mich Yomo in die Barock Bar nach Regensburg zum Event “#create_yomo: Live und in Farbe” Eingeladen. In gemütlicher Atmosphäre stellte und ein junges Team das neue Produkt Yomo vor und wir durften es auch alle sofort ausprobieren.

Was ist Yomo eigentlich?

Yomo – kurz für „Your Money“ ist das neue Smartphonekonto der Sparkasse.
Genau genommen ist Yomo allerdings kein Produkt der Sparkassen, sondern der Star Finanz GmbH. Die Star Finanz ist ein Tochter-Unternehmen der Finanz Informatik welcher der IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe ist. Von ihr stammen auch die bereits erhältlichen Smartphone Apps der Sparkasse sowie die Banking Software Starmoney. Für das Produkt Yomo können dann Sparkassen eine Lizenz erwerben und dadurch ihren Kunden anbieten.

 

Die Konditionen:

 

  • keine Grundgebühr
  • kostenfrei Bargeld an allen Sparkassen-Geldautomaten
  • kostenfreie Girocard

 

 

Die Kontoeröffnung

Nachdem man sich die App auf das Smartphone geladen hat, kann es auch schon sofort losgehen.

Die formelle Kontoeröffnung an sich ist grundsätzlich sehr schnell und einfach. Es wird nach Namen, Adresse und Geburtsdatum gefragt. Dann noch Angelegenheiten wie der Geldwäsche widersprechen und es wird natürlich eine Schufa-Auskunft eingeholt.

Die Identität wird dann noch über einen Videochat bestätigt. Hierfür muss man seinen Personalausweis vor die Smartphone-Kamera halten und ein Mitarbeiter der Sparkasse überprüft und bestätigt alle wichtigen Daten. Die Möglichkeit ist wesentlich schneller als ein Postident. Allerdings wird hier natürlich eine schnelle und stabile Datenverbindung benötigt. Auch sollte auf eine ruhige Umgebung und eine gute Beleuchtung geachtet werden.

Im laufe der Kontoeröffnung muss man sich auch für eine Filiale der Sparkasse entscheiden. Aktuell stehen hier zehn Filialen zur Auswahl.

 

Und  hier wird es doch noch etwas kompliziert:

Wie schon erwähnt stammt Yomo von der Star Finanz, welche selbst keine eigene Banklizenz hat, sondern ist lediglich eine einheitliche App-Oberfläche für ein Kontomodell zur Verfügung stellt. Die oben genannten Konditionen des Kontos sind bei allen Filialen gleich. Allerdings kann jede Sparkasse Konditionen wie Dispozins oder Auslandseinsatzgebühr bei der Karte selbst festlegen. Auch wenn diese Unterschiede wohl sehr geringfügig sind, sollte man diese nicht ganz unbeobachtet lassen.
Wenn man wirklich vergleichen will welche Sparkasse die optimalen Konditionen bietet, muss man sich von jeder einzelnen Filiale das Preisverzeichnis durchlesen. Dokumente mit bis zu 30-40 Seiten und mehr sind hier keine Seltenheit. Bei den bisher zehn Filialen mag dies mit einen gewissen Aufwand möglich sein, wenn sich jedoch alle rund 400 Filialen Yomo anschließen wird das wohl unmöglich. Auch wenn hierfür Kartellrechtliche Vorgaben der Hintergrund sind macht es das für den Kunden nicht einfacher.

 

Die App

Das Girokonto wird ausschließlich über eine App geführt. Ein Zugriff über eine Website oder Bankingsoftware  ist nicht möglich und auch nicht geplant. Was auch schon wieder ein großer Nachteil gegenüber anderen Angeboten wie Fidor ist. Yomo wird man wohl in seltenen fällen als Haupt- bzw als einziges Konto nutzen. Dann ist es schon ein entscheidender Nachteil wenn man das Konto nicht in Programme wie StarMoney oder Outbank einbinden kann.
Schon fast ironisch, wenn man bedenkt das eben Starmoney aus der selben Software-Schmiede stammt.

Die App wird für Android und IPhone verfügbar sein. Aktuell ist sie auf beiden Systemen noch in einer geschlossenen Beta-Phase und nicht in den App-Stores verfügbar.
Das Design ist auf beiden System absolut identisch. Hier wird sich also an keinerlei Design-Richtlinen gehalten. Etwas mehr Mühe zum Detail wäre hier schon angebracht gewesen.
Die App ist aktuell noch sehr langsam und träge. Was aber bei einer Beta zu verzeihen ist. Funktionsumfang ist bewusste gering gehalten und eine schnelle und vor allem einfache Bedienung zu garantieren. Die eine oder andere Funktion darf jedoch schon noch dazu kommen.

 

 

Die Girocard

Zum Konto gibt es natürlich eine Girocard. Zusätzlich wird noch die Geldkarte Funktion sowie girogo unterstützt. Wobei diese beiden Technologien wohl schon tot waren, als sie auf dem Markt gekommen sind. Dann haben wir auch noch NFC on Board. Girocard kontaktlos. Die Deutsche Antwort auf PayPass von Mastercard bzw PayWave von Visa. Wo Mastercard und Visa die selbe Technologie nutzen drehen sich die Deutschen wieder eine Extra-Wurst. Auch wenn die Technik vergleichbar ist unterscheiden sie sich. Was zu folge hat das Girocard kontaktlos, zumindest aktuell, eine sehr schlechte Akzeptanz hat. Noch dazu beschränkt sich das System auf Deutschland.
Ein paar weitere Infos zur Girocard kontaktlos bekommt ihr hier.

 

Eine Kreditkarte

…gibt es bisher nicht. Ist aber auf jeden Fall geplant.

 

Mein Fazit

Das Kontomodel ist mit Sicherheit nicht uninteressant. Kostenlose Girokonten werden immer seltener. Yomo ist auf einen Guten Weg, hat allerdings noch viel zu tun.
Ein wirkliches Fazit in einer laufenden Bata-Phase abzugeben wäre wohl unfair. Darum möchte ich das auch nicht tun. Wer sich sein eigenes Bild machen will, kann sich unter diesen diesen Link zur Beta anmelden.

Trove Wallet

Seit dem ich den “neuen” Personalausweis besitze, habe ich endlich die Möglichkeit ein Wallet zu benutzen. Ich habe mich hier das das Trove Entschieden.

Eigentlich ist Wallet ja lediglich der englischsprachige Begriff für den Geldbeutel. Und mehr ist es auch gar nicht. Wenn man jedoch die Google Suche nach dem Begriff anwirft, sieht man das hier allerdings häufig das der Begriff wohl mit einer etwas “moderneren” Art von Geldbeutel interpretiert wird. Das “Wallet” ist in der Regel kleiner als der klassische Geldbeutel und hat meistens kein Münzfach mehr. Dieser Trend stammt aus den USA. Dort ist es Dank der kleinen 1 Dollar Note wohl wesentlich einfacher ohne Münzen aus zu kommen, als in Deutschland. Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt das es auch in Deutschland nicht unmöglich ist.

Das Trove

Das Trove Wallet ist wirklich sehr minimalistisch gehalten. Eigentlich ist es kaum mehr als einen kleine Gummischlaufe mit einem Ledereinsatz. Es wiegt gerade mal ~16 Gramm. Also etwa genau so viel wie drei Kreditkarten.

Es hat ein “großes” Fach, das Problemlos rund 10 Karten passen. Dann bietet es an der Unterseite zwei weitere Fächer. Hier lassen sich beispielsweise Geldscheine verstauen, zwei bis drei Münzen oder etwa ein Schlüssel. Wenn sich jedoch schon einige Karten im Hauptfach befinden ist dieser Platz sehr begrenzt.
Das Wallet lässt sich auch Umstülpen. So hat man nur noch ein Fach und an den Seiten jeweils zwei Schlaufen in denen man beispielsweise seine Geldscheine einstecken kann

Das Trove kommt aus England. Jedes Wallet wird sorgfältig in Handarbeit hergestellt. Der Hersteller schreibt dazu:

‘MADE IN ENGLAND’

We are one of the last remaining small leather goods manufacturers in the UK making belts and small leather goods for some amazing brands, however we have no product that we can truly call our own. Our factory is owned and run by the staff who work on the floor everyday with hundreds of years of combined knowledge and experience.

As a manufacturer we fully support and are passionate about making every TROVE in our Melton Mowbray factory.  From sourcing the finest materials we pride ourselves on offering the entire manufacturing process; from inspecting and cutting the leather, assembling, finishing, branding through to packing.

Since we started the factory in 2011, there has been a constant internal drive to create a new product that combines the skills and craftsmanship of the people in our factory with innovative and creative product development.

After two years of making prototypes that did not quite meet our goals, we came up with the initial designs for TROVE.  In the preceding months we started quietly developing and refining the product to make it the best that it can be.

Für den etwas stolzen Preis von £30.00 bis £40.00 hat man aber, wie bereits erwähnt liebevolle Handarbeit.
Im allgemeinen macht das Trove auch wirklich einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gummiband ist dick und fest, bietet aber genug Elastizität. Das Leder wirkt hochwertig und die Nähte stabil.

Die Bestellung

Ich habe mich für das Model Patriot entschieden. Ein Blaues Gummiband mit roten und weißen Ledereinsatz zum Preis von £30.00. Dazu habe ich ein Monogram für £5 und den Trove Tag (dazu später mehr) für £15.00 gewählt. Also insgesamt £50. Beim aktuellen Wechselkurs macht das rund 58€. Mit Sicherheit kein Schnäppchen. Auch wenn der Versand bei diesen Preis kostenlos ist. Nach nur zwei Tagen lag die Sendung auch schon in meinen Briefkasten. Auch wenn das eigentlich so ein nicht ganz korrektes Vorgehen des Paketdienstes GLS war.

Das Handling

Trove Voll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In meinen Trove befinden sich aktuell:

All das hat Problemlos Platz. In den beiden kleinen Fächern wird das Papiergeld verstaut.

Wie schon erwähnt. Wir haben beim Trove kein Münzfach mehr. Auch wenn man in einen der “kleinen” Fächer vielleicht 2-3 Notgroschen verstauen kann, ist das kein wirklicher Ersatz dafür. Es gehört auf jeden Fall eine Umstellung dazu. Ich war ja schon immer ein Fan vom Bargeldlosen Leben. Ich zahle so oft und so viel wie möglich mit Karte oder gar mit dem Smartphone. Wenn man sich ein bisschen damit auseinandersetzt und ein paar Gewohnheiten ändert funktioniert das meiner Erfahrung nach sehr Gut.
Wenn sich Münzgeld nicht vermeiden lässt transportiere ich die Münzen einfach in der Hosentasche. Diese nutze ich dann gegebenenfalls am Süßigkeiten- oder Kaffee-Automaten in der Arbeit, beim Bäcker oder als Trinkgeld wenn ich eine Dienstleistung wie in einem Lokal mit Karte zahlen kann. Wobei wohl bei letzteren das größten Probleme in meinen Bargeldlosen Leben besteht.  Die kleinen Bars und Kneipen. Hier habe ich, zumindest in meiner Stadt selten eine Chance ohne Bargeld an ein Getränk zu kommen.

 

Der Trove Tag

Trove TagDank NFC muss man für das bezahlen mit Karte nicht einmal mehr die Karte aus dem Wallet nehmen. Einfach das Wallet an das Lesegeräte legen und der Einkauf ist bezahlt.
Außer man hat mehr als eine NFC-fähige Karte im Trove. Dann kann das unter Umständen Probleme bereiten, wenn das Terminal mehr als eine NFC-Karte erfasst. Genau für dieses Problem hat Trove den Tag entwickelt. Es ist eine Art Schutzschild welches einfach hinter der ersten und meist genutzten NFC-Karte gesteckt wird. Die Karten hinter dem Tag können dann aus dieser Position nicht mehr gelesen werden.

Der Trove Tag ist etwas so dick wie zwei Karten. Es wird als ein nicht ganz unerheblicher Platz beansprucht.
Auf der Rückseite des Tags befindet sich zudem eine Seriennummer. Dank dieser kann man bei Verlust des Trove vom Finder über eine Website kontaktiert werden. In meinen Fall ist dies jedoch uninteressant, da ich Personalausweis und Visitenkarte im Trove habe.

 

Fazit:

Eigentlich ist im Bericht bereits alles erwähnt.

Das Wallet ist nicht gerade günstig. Jedoch wertig verarbeitet. Den Tag würde ich wohl kein zweites mal bestellen. Wenn man NFC- Karten jeweils ganz außen im Wallet einsteckt sollte sich das Problem beim bezahlen auch vermeiden lassen. Oder man nimmt die Karte für den Zahlvorgang eben aus dem Wallet.

Da ich schon immer viel mit Karte bezahlt habe, war es für mich keine große Umstellung. An das Handling mit den Münzen gewöhnt man sich schnell.

Zur Website des Herstellers

Fidor Bank Banking

Das kostenlose Girokonto der Fidor Bank ist eigentlich schon sehr “modern”. Schon die Kontoeröffnung läuft via Video-Ident ab. Oder etwa die Fidor SmartCard. Ein Hybrid aus Maestro, Mastercard und natürlich NFC-Funktion.
Aber die App für Smartphones war jedoch alles andere als modern. Sie nannte sich der “Fidor Bewegungsmelder” Und sehr viel mehr war es auch nicht. Eine schlichte Übersicht über alle Buchungen. Es war keinerlei Interaktion möglich.

Aber jetzt endlich. Nachdem Anfang Dezember für besonders Aktive Community-Mitglieder eine geschlossene Beta-Phase statt fand, wurde am 15. Dezember die neue App für Android und iOS veröffentlicht. Und diese ist wirklich, vor allem im Vergleich zum Bewegungsmelder eine echte Innovation.

Fidor Smart Banking
Fidor Smart Banking
Entwickler: Fidor Bank AG
Preis: Kostenlos
Fidor Smart Banking
Fidor Smart Banking
Entwickler: Fidor Bank AG
Preis: Kostenlos

Ich habe für euch hier die Android Version getestet.
Hier werden sehr schön die klassischen Design-Richtlinien von Android umgesetzt. Schöne Animationen und sanfte Übergänge. Jedoch nicht unnötig verspielt.

Alle wichtigen und Grundlegenden Features sind schon verfügbar. So lässt sich die App auch schon bequem per Fingerabdruck entsperren. Es lassen sich Stammdaten ändern und alle Daten der Smartcard abrufen sowie eine Kartensperre bei Verlust aktivieren.
In der Nachrichtenbox befinden sich Kontoauszüge sowie wichtige Mitteilungen der Bank. Unter Geldservice lässt sich der “Geld-Notruf” (ein kleiner “Sofort-Kredit”) sowie ein Dispo beantragen.

 

Und natürlich das wichtigste.

Geld gesendetEine Liste alle Buchungen. Übersichtlich gestaltet sieht man hier alle Ein- und Ausgänge auf dem Konto.
Selbstverständlich sind hier auch Überweisungen möglich. Neben der Eingabe dieser schier unendlich langen IBAN Nummern, kann man auch ganz bequem eine Überweisung an eine E-Mail Adresse oder eine Handynummer senden.

Das funktioniert auch, wenn der Empfänger selbst nicht Kunde der Fidor Bank ist. Der Empfänger bekommt eine Mitteilung der Bank wo er anschließend selbst ein Konto bzw eine IBAN zur Auszahlung angeben kann. Falls das nicht innerhalb von 14 Tagen passiert wird der Betrag wieder auf dem Konto gutgeschrieben .

Funktionen wie Zugriff auf die Fidor-Community oder Spar- und Kapitalbriefe sind bislang leider noch nicht möglich.

 

 

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener Start, auch wenn noch Luft nach oben ist.
Ich persönlich würde mir vor allem die Möglichkeit Wünschen alle Zahlungsein- und Ausgänge in Kategorien einzuteilen. Hierzu auch noch eine detaillierte und grafische Auswertung. Sowie eine die Möglichkeit mit dem Smartphone via NFC zu bezahlen.