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App Tipp: Apocha – Das intelligente Haushaltsbuch

Heute möchte ich euch mal die App Apocha vorstellen – „Das intelligente Haushaltsbuch“ wie es der Entwickler nennt. Ob die App hält, was es verspricht, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Apocha kommt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie „der Zahlungsbeleg“ bzw „die Quittung“. Und genau darum geht es in der App. Aber alles der Reihe nach.

 

Woher bekomme ich die App?

Du wirst Apocha weder im Google Play Store, noch im Apple App Store finden. Apocha ist eine Progressive Web App – kurz PWA.

Für einen einfacheren und schnelleren Aufruf kann man sich natürlich eine Verknüpfung auf den Startschirm des Smartphones legen. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist, dass man die App auch im Browser des Desktops oder Laptops starten kann. Also egal ob Smartphone oder Tablet, Android oder iOS, Mac, Linux oder Windows Rechner. Man muss also nur einmal Entwickeln und deck trotzdem alle Geräte ab.

Du musst also nur die URL https://apocha.app aufrufen und die App steht dir zur Verfügung.

 

Was kann Apocha?

Wie bereits erwähnt. Apocha ist ein intelligentes Haushaltsbuch für das Smartphone. Man muss lediglich die App starten und seinen Kassenbon fotografieren. Apocha wird dann den Kassenbon automatisch per Software analysieren und auswerten. Jede einzelne Position auf dem Bon wird per ORC (Texterkennung) erfasst. Jede Position kann man dann einer von aktuell mehr als 5000 Kategorien zuteilen. So lautet die vollständige Kategorie für Waschmittel etwa „Heim & Garten > Haushaltsbedarf > Wäschepflege > Waschpulver“. Das System ist bemüht das weitgehend selbst zu machen. Teils muss man jedoch noch selbst Hand anlegen. So ist es möglich erst einen groben Überblick über die Hauptkategorien zu erhalten, jedoch auch bis ins kleinste  Detail zu sehen, wofür man sein Geld ausgegeben hat. Hier ein paar Beispiele.
Hinweis: Zahlungsdaten habe ich unkenntlich gemacht. Im Original sind diese auf dem Foto natürlich noch ersichtlich.

Wie man auf den Screenshots sieht, funktioniert das in den meisten Fällen auch sehr gut. Lediglich der Bon von Hornbach hat ein paar Probleme bereitet. Zugegeben ist dieser aber auch etwas unglücklich formatiert. Größere Ketten wie die Drogerie Müller, Real, Netto oder Jet werden sogar mit dem entsprechenden Firmenlogo versehen.
Der Bon sollte natürlich immer gerade und von oben fotografiert werden. Aber auch hier verzeiht die Software ein paar Ungenauigkeiten sowie ein paar Knicke im Papier.

Wenn man alle Positionen korrekt ihren Kategorien zuordnet, bekommt man auch eine entsprechen akkurate Auswertung

apocha Auswertung

 

 

Alles in allem mach Apocha also wirklich einen sehr guten Eindruck. Der Entwickler ist sehr bemüht und geht gerne auf Wünsche und Vorschläge der Nutzer ein. Ich denke, hier wird noch viel passieren.

 

Datenschutz

Bei solchen Apps ist natürlich auch das Thema Datenschutz nicht zu verachten. Aber auch hier ist Apocha sehr vorbildlich. Für das Nutzerkonto werden lediglich ein Benutzername, die E-Mail-Adresse und natürlich ein Passwort gefordert. Sonst werden keinerlei persönliche Daten angefragt. Dazu hier noch ein Auszug aus den FAQ

Wer liest mit, an wen gehen meine Daten?

Kurze Antwort: Niemand, an niemanden.

Lange Antwort: Ich selbst mag es nicht, wenn meine Daten frei in der Welt umher gegeben werden, obwohl sich das in vielen Fällen kaum mehr verhindern lässt. Es ist erschreckend, wenn ich abends vor dem SmartTV über ein Thema rede und am nächsten Morgen dazu passende Werbeanzeigen in meinem amazon Konto bekomme. Oder wenn Google besser weiß, wann ich wo war, als ich selbst. Klar, wenn du apocha nutzt, gibst du viele detaillierte Daten über deine Einkäufe preis. Ich werde diese persönlichen Daten nicht an Dritte weitergeben, das geht niemanden etwas an. apocha soll dein Tool sein, mit dem du deinen Finanzen verwaltest, um sinnvoller zu konsumieren und mehr zu sparen. Für Details verweise ich auf die Datenschutzerklärung. Gedanken zum bisher nicht vorhandenen Businessmodel findest du in der Antwort der nächsten Frage (s.u.), und wenn dich interessiert, warum ich das Ganze mache, kannst du den Blogbeitrag Warum apocha? lesen.

Auch die Datenschutzerklärung ist sehr übersichtlich. Hier habe ich auf jeden Fall ein gutes Gefühl.